Admira-Keeper Leitner beklagt "Beidltore"

 

Zwei Spiele, zwei Niederlagen - Admira Wacker hat nach einem schlechten Start in die Bundesliga-Qualifikationgruppe endgültig den Tiefpunkt - den Tabellen-Tiefpunkt - erreicht.

Eine 0:2-Heimniederlage gegen den SV Mattersburg (Spielbericht >>>) hat die Südstädter bis ans Ende der Tabelle geschwappt. Hauptgrund für den Fehlstart der Admira ist - nicht nur gegen Mattersburg, sondern auch im ersten Spiel gegen die Austria - die mehr als nur dürftige Chancenverwertung.

"Was mir schon unbegreiflich ist, wenn man unsere beiden Spiele gesehen hat, ist, dass wir da mit null Toren dastehen. Das ist mir eigentlich unerklärlich. Leider ist das aber unser Eigenverschulden und von dem her stehen wir jetzt nach zwei Spielen mit null Punkten da", meint Admira-Keeper Andreas Leitner nach dem Spiel gegenüber "Sky".

"Beidltore kommen dann einfach dazu"

Mitverantwortlich für die Pleite gegen die Burgenländer war aber nicht nur die mangelnde Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, sondern auch ein ausbaufähiges Defensivverhalten bei den Gegentoren.

Wie zum Beispiel beim Eigentor von Jonathan Scherzer, der den Ball aus kurzer Distanz ins eigene Tor bugsierte, aber auch beim ersten Treffer Mattersburgs - dem herrlichen Volley von Andreas Gruber, wo Andreas Leitner eine nicht allzu gute Figur machte. "Ich seh den Ball sehr spät. Das war dann für mich auch sehr schwierig zum Reagieren", erklärt sich Leitner.

"Das kommt dann natürlich dazu, wenn man in so einer Phase steckt. Wenn ich, Entschuldigung, wenn ich es so sage - solche Beidltore krieg - das kommt dann einfach dazu. Das ist in so einer Situation nicht erleichternd", legt ein angefressener Leitner nach.

Auch wenn die Admira aktuell nur Tabellenschlusslicht ist, so gibt es doch noch immer eine Menge Spiele, um sich von einem drohenden Abstieg zu retten. "Wir haben von Anfang an gewusst, das wird schwer. Uns fehlt das Selbstvertrauen, aber wir haben noch acht Spiele. Wir müssen weiter arbeiten, daran glauben und dann schaffen wir das", meint Admira-Trainer Zvonimir Soldo.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Mattersburg eine neue Auswärtsmacht

Während die Südstädter eng im Abtsiegskampf verwickelt sind, gelingt es den Mattersburgern, etwas Raum zwischen sich und dem Tabellenende zu schieben und gleichzeitig etwas Boden auf Tabellenführer Austria, die im Moment nur mehr drei Zähler entfernt ist, gutzumachen.

"Ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis. In der ersten Hälfte haben wir nach dem 1:0 ein richtig gutes Spiel gemacht. Besonders hat mir das super Pressing meiner Mannschaft gefallen. Wir haben die Tore zur richtigen Zeit gemacht, die Partie gut kontrolliert und in der letzten Linie extrem gut verteidigt", meint Mattersburg-Trainer Franz Ponweiser nach der Partie.

Als neuer Trumpf der Mattersburger agiert zurzeit auch eine neugewonnene Auswärtsstärke. Das Spiel in der Südtstadt war mittlerweile bereits das vierte der letzten fünf Auswärtsspiele, wo man zumindest einen Punkt entführen konnte. Drei dieser Partien konnten sogar gewonnen werden.

"Ich glaube, dass wir zuhause gegen Altach auch keine schlechte Partie gespielt haben, wir haben nur unsere Chancen nicht genützt. Auswärts haben wir jetzt eiskalt zugeschlagen. Auswärts gefällt es uns zurzeit etwas besser", erklärt Torschütze Andreas Gruber die aktuelle Lage.

"Ich kann es gar nicht erklären, weil normalerweise war Mattersburg immer so eine Heimmacht, die eigentlich mehr Punkte daheim gemacht hat. Heuer ist es komplett umgekehrt, eigentlich unerklärlich, aber im Prinzip ist es mir wurscht, wenn wir die Punkte machen", freut sich Alois Höller über eine erfolgreiche Zeit in der Ferne.

Textquelle: © LAOLA1.at

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