100 Tage Rapid-Präsident: "Das ist alternativlos"

Aufmacherbild
 

100 Tage Rapid-Präsident - das kann sich Martin Bruckner auf die Fahnen heften.

Ende November setzte er sich im Wahlkampf gegen Roland Schmid durch und trat bei den Grün-Weißen die Nachfolge von Michael Krammer als Oberhaupt der Hütteldorfer an.

Ein Amt, das viele Herausforderungen mit sich bringt. Ein Amt, das der 55-jährige Unternehmer anders auslegt als sein Vorgänger. Ein Amt, das sportliche und wirtschaftliche Ziele unter einem Hut vereint, um Erfolg zu haben.

LAOLA1 traf Bruckner im Cafe Anzengruber im vierten Wiener Gemeindebezirk, um die ersten 100 Tage als Präsident des SK Rapid Revue passieren zu lassen. Im Exklusiv-Interview spricht der SCR-Boss über sportliche Bestätigung, erste Umwälzungen, entstandene Gräben, Investoren, Versprechen und einen möglichen Imagewandel zum "sympathischen Großklub". Außerdem verrät er, wie er trotz Erleichterung und Zuspruch seitens des harten Fan-Kerns rote Linien durchziehen will.

LAOLA1: Herr Bruckner, aus sportlicher Sicht ist Rapid seit acht Spielen ungeschlagen. Wie sehr hat das auch die ersten 100 Tage im Amt schöner gemacht und erleichtert?

Martin Bruckner: Das ist definitiv eine sehr gute Entwicklung. Klar war der Winter dazwischen, aber 14 Punkte aus sechs Runden unter mir - aus den letzten acht Spielen sind es übrigens 18 Punkte – das ist schon sehr viel. Das zeigt einfach, dass die Kontinuität einen Wert hat. Mit den zurückgekehrten Verletzten haben wir jetzt auch eine Situation, die wir im Herbst nicht gehabt haben. Ich bin eigentlich sehr zufrieden. Wir sind jetzt Dritter, haben uns oben festgesetzt. Das ist ein guter Zwischenstand.

LAOLA1: Es wurde immer wieder betont: „Wenn Salzburg schwächelt, muss man da sein“. Salzburg schwächelt…muss man die Saisonziele nachjustieren?

Bruckner: Die Salzburger schwächeln noch nicht wirklich. Schauen wir, was dann rauskommt. LASK ist dran, aber jetzt mit der Punkteteilung wird das sicherlich spannend. Europäisch zu spielen, ist unser großes Ziel. Alles was mehr ist, nehmen wir gerne. Aber nein, die Ziele werden nicht nachjustiert.

LAOLA1: Die ersten 100 Tage verliefen ruhig, manche würden sagen fast zu ruhig für Rapid. Wie haben Sie die ersten Monate als Präsident wahrgenommen?

Bruckner: Die Zeit vorher war schon untypisch unruhig. Jetzt war es nur die Wahrnehmung, dass es medial ruhig war. Aber wir haben schon sehr große Umwälzungen gehabt. Andy Marek hat seinen Abschied am Tag der Wahl bekanntgegeben, Raphael Landthaler ist nun Bundesliga-Vorstand. Es waren schon viele Themen, vor allem im wirtschaftlichen Bereich, die wir lösen mussten. Natürlich hilft der Erfolg dabei.

LAOLA1: War es trotzdem schon einmal richtig stressig in diesen ersten 100 Tagen?

Bruckner: Die Arbeitsbelastung ist da, keine Frage. Das habe ich erwartet und das war mir auch klar. Aber es ist ein sehr gut eingespieltes Team, trotz dieser Veränderungen. Die Leute, die da sind, sind sehr gut und wir haben jetzt auch diese Besetzungen von innen gemacht. Das ist auch sehr wichtig, den Mitarbeitern zu zeigen, dass wir nicht nur im Sport die eigenen Leute entwickeln wollen, sondern auch im wirtschaftlichen Bereich den motivierten Mitarbeitern die Chance geben. Natürlich sind die Medien- und Repräsentationstermine mehr, aber das macht man gerne, das gehört zum Job dazu.

"Das ist eine sehr gute Arbeitsteilung. Und natürlich war es bisher sehr ruhig, deshalb muss auch der Präsident derzeit nicht viel sagen. Deshalb halte ich mich dran: Nur Wortspenden der Wortspenden willen, wird es von mir nicht geben."

Bruckners Auslegung des Präsidenten-Amts

LAOLA1: Wurden die angesprochenen Personalien aus ihrer Sicht ideal nachbesetzt oder ist ein Andy Marek nicht zu ersetzen?

Bruckner: Bei Andy tut es mir sehr leid, weil es krankheitsbedingt ist. Aber wir haben intern eine sehr gute Lösung gefunden. Andy war halt das Gesicht nach außen, war der Spiritus Rector hinter all dem Erfolg. Aber sein Team arbeitet sehr gut weiter. Mit Lukas hat es sein Nachfolger als Stadionsprecher gegen Mattersburg schon sehr gut gemacht. Und zu Landthaler: Wenn unsere Leute von der Liga abgeworben werden, ist es ein Signal, richtig gute Leute zu haben, die andere haben wollen. Er hat einen richtig guten Job gemacht.

LAOLA1: Ihr Ziel war es, die Rolle als Präsident anders auszulegen, mehr wie ein Aufsichtsrats-Vorsitzender, der sich öffentlich zurückhält. Ist das bisher gelungen?

Bruckner: Ich glaube, es ist genau das eingetreten, was ich mir erwartet habe. Es gibt immer Themen, wo ich meine Stimme erheben werde, aber den täglichen Job machen die Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic. Das ist eine sehr gute Arbeitsteilung. Und natürlich war es bisher sehr ruhig, deshalb muss auch der Präsident derzeit nicht viel sagen. Deshalb halte ich mich dran: Nur Wortspenden der Wortspenden willen, wird es von mir nicht geben.

LAOLA1: Sie sitzen nicht im Business-Anzug auf der Tribüne, sondern in Fan-Utensilien, mischen sich unter Fans. Sehen Sie sich trotz Zurückhaltung als Präsident zum Angreifen?

Bruckner: Natürlich, als Rapid-Präsident kann man keine elitäre Lebensform haben (lacht). Ich war bei Matchtagsführungen, war im Rapideum dabei, marschiere überall durch. Ich bin definitiv ein Präsident zum Angreifen. Ich war auf sehr vielen Weihnachtsfeiern von Fanklubs und des gesamten Fußball-Umfeldes, wo ich eingeladen wurde. Als Präsident eines Mitgliedervereins ist es eine Pflicht und auch Freude, bei den Mitgliedern zu sein.

LAOLA1: Inwieweit konnten die Gräben, die sich im Wahlkampf eröffnet haben, bereits wieder zugeschüttet werden? Ist Rapid wieder geeint?

Bruckner: Es gibt eine komplett klare Gesprächsbasis mit Roland Schmid, wir tauschen uns immer wieder aus. Da ist nichts Negatives zurückgeblieben. Auch sonst waren das Themen, die sehr stark überzeichnet waren, weil es doch eine völlig neue Situation war. Aber mit den einzelnen Proponenten gibt es eine gute Gesprächsbasis, da gibt es überhaupt keine Probleme.

"Aber wir haben eine ganz klare Ausrichtung und wollen mit den Leuten, die die Verantwortung tragen, arbeiten. Weil singen können wir gemeinsam, reden kann nur einer."

Bruckner zur Einbindung von Legenden

LAOLA1: Auch nicht mit jenen Legenden, die sich auf die andere Seite geschlagen haben?

Bruckner: Es gibt Gespräche mit vielen Legenden. Ich gehe sehr wohl jedes Match durch den Legendenklub und plaudere mit den Herren. Auch da reden wir und diskutieren ganz offen. Das Eis ist schon getaut. Sie sind durch den Legendenklub im Verein integriert und mittendrin. Aber wir haben eine ganz klare Ausrichtung und wollen mit den Leuten, die die Verantwortung tragen, arbeiten. Weil singen können wir gemeinsam, reden kann nur einer. Wenn Rat und Tat gefragt ist, dann soll man sich das holen und dementsprechend mit den Leuten besprechen. Aber es muss jemanden wie Zoki Barisic geben, der sagt, was wir tun und die Verantwortung hat. Das wird auch so durchgezogen. Und auch Zoki geht auf die Legenden zu und grüßt die Herren, weil er alle kennt und mit ihnen auch zum Teil Fußball gespielt hat.

LAOLA1: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den neuen Präsidiums-Mitgliedern?

Bruckner: Für einige von ihnen ist auch alles neu, es ist eine große Unternehmung. Wir hatten im Jänner einen Workshop, um alle Dinge zu besprechen und vorzustellen, was es denn schon alles gibt und wie die Strukturen und Abläufe sind. Da gibt es laufend einen Austausch zwischen mir und den Kollegen, zwischen den Kollegen oder Peschek und Barisic gehen direkt auf sie zu, wenn sie was brauchen. Da ist eine große Vertrauensbeziehung, funktioniert sehr gut. Eine Expertise vom Präsidium an die sportliche Führung gibt es nicht, es ist ein Geben und Nehmen in verschiedenster Form. Als Präsidium bilden wir ein Aufsichtsgremium und von dem her Ratgeber, Tippgeber und Fragesteller.

LAOLA1: Es wurden einige Wahlversprechen abgegeben. Was wurde sofort umgesetzt, was ist in Arbeit und was sind die nächsten Schritte?

Bruckner: Wir sind mittendrin in der Umsetzung. Das Trainingszentrum ist im Werden, da sind wir in den Genehmigungsprozessen, dann werden wir alles ausschreiben. Die Kampfmannschaft und Rapid II nützen das Objekt schon, es gibt jetzt dort beispielsweise seit Jänner für die Profis die Gelegenheit zu sportlergerechten Mahlzeiten, gemeinsames Frühstück und Mittagessen. Die zweite Mannschaft hat dort sogar auf eigenen Wunsch das Trainingslager absolviert.

LAOLA1: Es bleibt aber dabei: Es handelt sich um die abgespeckte Version, ohne Internat.

Bruckner: Das Internat ist jetzt in der Euro-League-Variante nicht drin. Das ist im Moment nicht im Plan. Wir arbeiten sehr konsequent mit den Mitteln, die wir haben und dann schauen wir weiter, was man machen kann. Das Haus, ein rund 3.000 Quadratmeter großes Funktionsgebäude, nützen wir schon, wir bauen es nur noch um. Im nächsten Step werden noch die Außenanlagen umgebaut, zum Beispiel der bestehende Naturrasenplatz bzw. eine vorhandene Fläche, auf der derzeit noch ein Biotop ist, zum Fußballplatz.

LAOLA1: „Rapid ist für mich nicht kaufbar“, manifestierten Sie in unserem letzten Interview. Was halten Sie davon, wenn sich ein Traditionsverein wie FC Wacker Investoren öffnet?

Bruckner: Wir bleiben im Besitz der Mitglieder, das ist unser Thema. Wie die anderen mit der Situation umgehen, ist deren Bier. Für uns als SK Rapid ist das kein Thema.

LAOLA1: Welche Möglichkeiten bieten sich sonst, doch noch die CL-Variante zu realisieren?

Bruckner: Mehr Einnahmen – sei es durch europäische Bewerbe, Transfers, Sponsoren oder eine gute Saison wie vor zwei Jahren. Da kommt dann schon was retour und dann kann man sich überlegen, was man damit macht. Aber alles Stück für Stück. Wie wir wissen, wachsen die Dinge nicht in den Himmel. Es geht einmal zwei Schritte vor, einen zurück. Du brauchst keine Dinge machen, die du in zwei Jahren bitter bereust, weil du es dir in einer „schlechten“ Zeit nicht leisten kannst. Es muss einfach stabil und ordentlich gebaut sein, das Fundament muss einfach passen. Wie das Trainingszentrum jetzt geplant ist, ist es auch eine fundamentale Verbesserung der Infrastruktur. Für uns ist das viel wert. Genehmigungen werden aber für alle Varianten eingeholt.

LAOLA1: Viel wert könnte auch der 2. Liga-Aufstieg von Rapid II sein.

Bruckner: Die Burschen haben es in der Hand. Wenn es möglich ist, werden wir die Chance nützen. Wir freuen uns, wenn es passiert. Auch durch die wirklich gute Arbeit können wir dann mit den jungen Burschen nach oben durchstarten.

LAOLA1: Rapid wollte das Thema Frauen-Fußball evaluieren. Wie ist da der Status quo?

Bruckner: Wir beginnen in den nächsten Wochen mit der Akademie für junge Spielerinnen zwischen 6 und 14 Jahren, als Unterstützung für die, die in einem Verein spielen (Anm.: wie die Rapid-Tormannschule als zusätzliches Angebot für Frauen, die bei einem anderen Verein spielen) oder einfach Interesse am Fußball haben. Den Einstieg in den Frauen-Liga-Fußball muss man sich genau überlegen. Wir haben im Moment keine konkreten Pläne, eine eigene Frauenmannschaft ins Rennen zu schicken. Wir sind in der Infrastruktur noch nicht dort, wo wir hinwollen.

LAOLA1: Im Wahlkampf war auch die sportliche Führung um Sportdirektor Zoran Barisic und Trainer Didi Kühbauer ein Streitpunkt. Sie haben jedoch mit der Konzentration auf junge Eigenbauspieler viel bewirkt. Fühlen Sie sich bestätigt, an Ihnen festzuhalten?

Bruckner: Im Moment leben wir genau das. Speziell mit Zoki Barisic und Didi Kühbauer ist die Richtung vorgegeben und eine klare Handschrift erkennbar. Das konzedieren mittlerweile auch die größten Kritiker, dass das, was wir machen, Hand und Fuß hat und mit einer klaren Erkennbarkeit ausgestattet ist. Es ist extrem fad, aber wir machen das, was wir angekündigt haben und auf dem Thema bleiben wir drauf. Sehr überraschend machen wir das, was wir versprochen haben (lacht).

LAOLA1: Präsidiumsmitglied Philip Newald meinte, dass man Rapid als „sympathischen Großklub“ positionieren will, scheinbar war das bisher nicht so. Ein Imagewandel?

Bruckner: Wir sind Rapid. Wir haben mit unserem Leitbild eine Vision, um die uns hunderte Firmen beneiden, weil das von innen heraus kam, weil wir alle danach leben. Wir müssen einfach dieses Leitbild klar leben und unser Profil dann dementsprechend als DER Mitgliederverein Österreichs noch mehr schärfen. Wir machen sehr viele gute Dinge und werden diese auch weiter gut erzählen.

"Mit Leuten zu sprechen, ist Gebot der Stunde. Ich glaube, dass wir unsere Ecken und Kanten nie verlieren werden. Rapid ist eine sehr große Kraft im österreichischen Fußball. Es wird immer wieder Punkte geben, wo wir halt unsere Inhalte vertreten."

Bruckner über möglichen Imagewechsel

LAOLA1: Oder bezieht sich „sympathisch“ auf die Außendarstellung, den Umgang mit anderen Klubs oder der Bundesliga, wo man vielleicht Fehler gemacht hat – obwohl Sie im Wahlkampf betont haben, dass man Standpunkte weiter vehement verteidigen wird.

Bruckner: Es ist so, dass ich mit sehr vielen Vertretern des Fußballs Gespräche hatte und haben werde, mein Kalender ist gut gefüllt mit solchen Meetings, wo ich von uns als Präsidium „Hallo“ sage und erkläre, wer wir sind, was wir tun und wo unsere Schwerpunkte liegen. Wir sind ja ein neues Team. Mit Leuten zu sprechen, ist Gebot der Stunde. Ich glaube, dass wir unsere Ecken und Kanten nie verlieren werden. Rapid ist eine sehr große Kraft im österreichischen Fußball. Es wird immer wieder Punkte geben, wo wir halt unsere Inhalte vertreten, aber ein gutes Miteinander ist mir schon sehr wichtig.

LAOLA1: Die Erleichterung des harten Fan-Kerns war groß, als Sie gewählt wurden. Wie schwer wird es dadurch sein, Grenzen aufzuzeigen?

Bruckner: Es ist so wie immer: Man muss einfach im Dialog bleiben, um über gewisse Themen zu sprechen. Warum haben die Fans sehr stark für mich votiert? Weil ich einfach genau für dieses Konzept des Mitgliedervereins stehe und nicht weil ich ihnen alles versprochen habe. Das war ja nicht der Fall. Für die Fans ist der Verein schon sehr wichtig. Dementsprechend war es ihnen auch wichtig, dass wir Herr im eigenen Haus bleiben, dass wir dieses Konzept zu hundert Prozent durchziehen.

"Das ist beides alternativlos! Mit ihnen reden und die bisherigen Linien, die wir alle immer kommuniziert haben und die sich nicht geändert haben, klar zu machen. Aber ich muss mich jetzt nicht jedes Mal als Oberlehrer hinstellen."

Bruckner über den Umgang mit Fans

LAOLA1: Ist dieser freundschaftliche Dialog mit dem Ziehen roter Linien vereinbar?

Bruckner: Das ist beides alternativlos! Mit ihnen reden und die bisherigen Linien, die wir alle immer kommuniziert haben und die sich nicht geändert haben, klar zu machen. Aber ich muss mich jetzt nicht jedes Mal als Oberlehrer hinstellen und sagen, angemeldete Pyro ist erlaubt, aber dies und das ist verboten. Das wissen eh alle, das sind erwachsene Damen und Herren und so sollte man auch miteinander umgehen.

LAOLA1: Mit der internen Nachbesetzung von Andy Marek setzt man auf Leute, die die Fans kennen – was auch kritisch gesehen werden kann. Ist dies aber auch im Sinne der Gesprächsbasis?

Bruckner: Natürlich hat dieser Job eine bestimmte Stellenbeschreibung. Wie bei jeder anderen Arbeit, musst du gewisse Eingangsvoraussetzungen mitbringen. Wir wären blöd, wenn wir dieses Wissen, dieses Know-how nicht nützen. Ich wüsste jetzt nicht, woher ich das kriege. Es gibt keinen anderen Verein mit dieser großen Fan-Base und diesen spezifischen Eigenheiten. Es gibt andere Vereine, die haben mehr Fans, aber die sind nicht in Österreich sondern in Deutschland oder anderen Ländern. Aber auch die internationalen Klubs, mit denen wir uns austauschen, haben genau an diesen Stellen immer Leute, die die Biotope sehr gut kennen. Ohne, hast du viel zu viel Anlaufschwierigkeiten, bis du sie verstehst.

LAOLA1: Was sind die großen Steps in den nächsten 100 Tagen oder darüber hinaus?

Bruckner: Es ist nicht so, dass uns fad wäre. Alle Dinge, die man so locker vom Blatt liest, sind mit viel Arbeit verbunden. Die Änderung der Statuten ist gerade im Werden, das Satzungskonvent beginnt gerade. Unser Vizepräsident Nikolaus Rosenauer betreut das von Seiten des Präsidiums federführend. Wir werden uns die Zeit nehmen, das muss gut vor- und aufbereitet sein. Dann wird man darüber diskutieren. Es wäre schön, wenn wir das bis November zustandebringen. Wenn nicht, ist es halt im nächsten November. Da ist mir die Qualität wichtiger als der Zeitstempel.

LAOLA1: Wie Sie den Job als Rapid-Präsident ausführen – ist es mehr Arbeit als erwartet?

Bruckner: Das passt schon so. Es ist eine ganz klare Aufgabenteilung zwischen den operativen Kollegen und dem Präsidium. Halt mit mir im Besonderen, wo wir uns über viele Dinge austauschen, uns dann auch gegenseitig die Bälle zuspielen und gemeinsam die Sachen auf die Reihe kriegen. Erfolg ist zu 90 Prozent Transpiration, in unserem Fall wird das durchgearbeitet. Auch die zehn Prozent Inspiration sind ganz wichtig, aber wir müssen jetzt einfach die Konsequenz und Kontinuität durchleben. Es ist mir klar, dass das immer wieder ein schwieriges Thema ist, es gibt auch immer wieder Verlockungen. Den Kurs zu halten, ist mit das Schwierigste im Leben.

Textquelle: © LAOLA1.at

Vertragsverlängerung bei Rapid? Kapitän Stefan Schwab kryptisch

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare