Nach vier sieglosen Spielen in Folge und 430 torlosen Minuten bricht der SKN St. Pölten im Alpenstadion ihren Torbann.
Die Niederösterreicher feiern in der 29. Runde der ADMIRAL 2. Liga einen klaren 3:0-Auswärtsieg beim Kapfenberger SV.
Dank dem gleichzeitigen Lustenau-Ausrutscher bei Austria Salzburg dürfen die "Wölfe" weiter von der Bundesliga träumen.
St. Pölten belohnt starke Anfangsphase
Die Gäste starten druckvoll in die Partie. Bereits in der fünften Minute wird Dirk Carlson vermeintlich regelwidrig zu Fall gebracht, allerdings geht zuvor die Fahne des Linienrichters nach oben – Abseits.
Besonders über Standards wird der SKN immer wieder gefährlich. Marc Stendera bringt mehrere scharf getretene Eckbälle zur Mitte. Zunächst wird ein Abschluss von Marco Hausjell noch geblockt (8.), ehe Lukas Buchegger nach einem weiteren Stendera-Corner per Kopf die Latte trifft (17.).
Kapfenberg meldet sich zwischenzeitlich ebenfalls nach einer Ecke zu Wort, Robin Littig setzt seinen Kopfball aber knapp am rechten Pfosten vorbei (10.).
Nach 456 Minuten ohne Treffer ist der Bann schließlich gebrochen: Christoph Messerer wird von Valentin Ferstl ideal bedient und schiebt technisch stark mit links ins rechte untere Eck ein – 1:0 für den SKN (27.).
Hausjell und Stendera sorgen für Vorentscheidung
Die Gastgeber reagieren zwar mit einigen Abschlüssen durch Philipp Breit und Thomas Maier, wirklich zwingend wird Kapfenberg aber nicht.
Stattdessen legt St. Pölten nach: Marco Hausjell bleibt zunächst an Littig hängen, setzt sich im zweiten Versuch aber doch durch und trifft per platziertem Flachschuss ins linke Eck zum 2:0 (34.). Für den Top-Scorer ist es bereits der zehnte Saisontreffer.
Kurz vor der Pause wird es dann noch deutlicher. Marco Pranjkovic bekommt eine Flanke mit dem ausgestreckten Arm an die Hand, Schiedsrichter Achim Untergasser entscheidet auf Elfmeter. Stendera tritt an und verwandelt souverän ins rechte Eck zum 3:0 (41.).
Zur Halbzeit schaut es damit perfekt aus Sicht der Niederösterreicher aus, zumal Austria Lustenau parallel in Salzburg mit 0:2 zurückliegt.
SKN verwaltet souverän
Nach dem Seitenwechsel bemüht sich Kapfenberg zwar um den Anschlusstreffer, bleibt offensiv aber zu harmlos.
Adrian Marinovic prüft Christopher Knett zweimal aus der Distanz (49., 51.), auch Bleron Krasniqi kommt zu Abschlüssen, scheitert aber entweder an Knett oder an der fehlenden Präzision.
St. Pölten schaltet in der zweiten Hälfte einen Gang zurück und verwaltet die komfortable Führung souverän. Die besten Chancen auf weitere Treffer vergeben die Joker Filip Perovic (78.) und Din Barlov (81).
So bleibt es am Ende bei einem ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg für den SKN. Austria Lustenau schafft es in Salzburg immerhin noch zu einem 2:2.
Aufstiegstraum lebt weiter
Damit bleibt St. Pölten auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentor und wahrt die Chance auf die Rückkehr in die Bundesliga.
Vor dem letzten Spieltag liegen die Niederösterreicher einen Punkt hinter Austria Lustenau auf dem zweiten Tabellenplatz, die Vorarlberger bleiben also auch vor dem letzten Spieltag weiterhin in der Pole Position.
Für den letzten Spieltag ist nun ordentliche Spannung vorprogrammiert. Gewinnt der SKN gegen Hertha Wels, während Lustenau gegen Amstetten keinen Sieg holt, wäre St. Pölten doch noch Meister und Aufsteiger in die Bundesliga.