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Vienna unzufrieden: "Das darf nicht passieren"

Nach der ersten Saisonniederlage zeigen sich die Wiener gefrustet:

Vienna unzufrieden: Foto: © GEPA

Die Euphorie des Saisonstarts scheint bei der Vienna langsam zu schwinden.

Die Wiener müssen am Freitag in Lafnitz mit einem 0:3 ihre erste Saisonniederlage einstecken (Spielbericht>>>). Damit warten die Döblinger jetzt schon seit fünf Partien auf einen vollen Erfolg. 

Der Knackpunkt in der Partie lässt sich bereits nach einer Viertelstunde finden. Deni Alar vergibt zunächst die Riesenchance auf die Führung, nur wenige Minuten später stellen die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt überraschend auf 1:0. 

Der Stürmer ärgert sich nach dem Spiel im Interview mit dem "ORF" über genau diese Szenen: "Es war wirklich unnötig, dass wir heute verlieren. Wir starten gut in die Partie, haben die klar besseren Chancen am Anfang und dann geben wir das Spiel so her."

"Sowas darf uns einfach nicht passieren"

Während die Gäste nämlich schleißig mit ihren Chancen umgingen, neben Alar vergaben auch Noy (7.) und Auer (13.) gute Chancen auf einen Vienna-Treffer, präsentierten sich die Gegner aus Lafnitz eiskalt.

"Wir geraten durch zwei Chancen direkt mit 2:0 in Rückstand, sowas darf uns einfach nicht passieren", spricht der Ex-Rapidler die Chancenverwertung der Hausherren an.

Auch Vienna-Trainer Alexander Zellhofer konnte mit der Chancenverwertung nicht zufrieden sein, die Leistung stimmt den Sohn von Georg Zellhofer aber trotzdem positiv für die Zukunft.

"Wenn wir in Führung gehen, ist das ein ganz anderes Spiel. Wir haben aber auch nach dem 0:1 weiter versucht guten Fußball zu spielen und alles nach vorne zu werfen. Das ist uns phasenweise auch sehr gut geglückt. Das 0:2 aus dem Standard war dann aber der Knackpunkt in der Partie", fasst der 28-Jährige die Partie zusammen.

Semlic: "Freut mich umso mehr für ihn"

Während die Stimmung bei den Gästen verständlicherweise schlecht ist, befanden sich die Hausherren nach der Partie auf Wolke sieben. Die Lafnitzer wussten auch, bei wem sie sich zu bedanken hatten.

Jurica Poldrugac, der im Sommer vom Regionalligisten Allerheiligen in die Steiermark kam, erzielte seine ersten beiden Treffer für die Hausherren und war damit der Matchwinner. 

Lafnitz-Coach Philipp Semlic freute sich ganz besonders für seinen Doppeltorschützen: "Er ist erst vor kurzem aus der Regionalliga gekommen und man sieht natürlich, dass er noch Zeit braucht um sich an diese Liga zu gewöhnen. Deswegen freut es mich aber umso mehr, dass er mit seinen zwei Toren so ein Ausrufezeichen setzen konnte."

Doch nicht nur für Poldrugac, auch für den Rest der Mannschaft erhofft sich der Trainer der Steirer noch etwas Geduld.

"Für die Jungs ist es schön zu sehen, dass dieser Weg erfolgreich sein kann. Aber wir wissen alle, dass es noch dauern wird, damit wir die Spieler auf diesem Niveau entwickeln, wir befinden uns da gerade in einem Übergangsjahr", hält der 39-Jährige fest. 

Lafnitz stolz auf Antwort nach Niederlagen

Der Sieg der Oststeirer kommt besonders nach den vergangenen Tagen ein wenig überraschend. Die Lafnitzer mussten sich in kurzer Zeit zwei Mal dem GAK geschlagen geben, zuerst in der Liga und danach im ÖFB-Cup.

Dass die Hausherren sich von den Niederlagen nicht beeindruckt zeigten, machte Tormann Andreas Zingl besonders stolz: "Dass wir zuhause nach den zwei Niederlagen wieder gewinnen, ist wirklich eine super Sache. Wir haben sehr leidenschaftlich gespielt und nur sehr wenig zugelassen."

Doch auch Zingl war sich bewusst, dass der Führungstreffer zu einem glücklichen Zeitpunkt gefallen war: "Wir haben den Spielverlauf endlich einmal auf unserer Seite gehabt, das 1:0 ist zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt gefallen und dann haben wir aber doch verdient gewonnen."

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