Marcel Canadi geht seinen eigenen Weg

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Marcel Canadi gehört fraglos zu den auffälligeren Figuren der ersten Runden in der neuen 2. Liga.

Sowohl gegen Austria Klagenfurt als auch gegen die Juniors OÖ gelang ihm jeweils ein Traumtor für Austria Lustenau - Letzteres wurde auf unserer neuen Facebook-Seite "Fußball Total" auch zum Tor der Runde gewählt.

"Das habe ich mitbekommen. Mama und Papa haben mir das sofort geschrieben. Einem Spieler tut es gut, wenn manchmal so ein Schuss abreißt", lacht Canadi im Gespräch mit LAOLA1.

Während der Junior gerade dabei ist, sich einen Namen zu machen, muss man besagten Herrn Papa in Fußball-Österreich niemandem vorstellen. Damir Canadi ist Trainer-Legionär bei Atromitos Athen, davor betreute er erfolgreich den SCR Altach und weniger erfolgreich Rapid.

Tipps von Papa Canadi

Es liegt auf der Hand, dass Canadi Sr. Förderer und Kritiker seines Sohns in Personalunion ist. Auch aus Griechenland versorgt er den 20-Jährigen mit Tipps und ist im Idealfall via LIVE-STREAM mit dabei.

"Er hat natürlich auch genug zu tun, aber er versucht, die Spiele so gut wie möglich zu verfolgen, eigentlich schaut er sich schon jedes Spiel an", berichtet Canadi Jr., "er will mir natürlich helfen, er möchte das Bestmögliche für mich."

Grinsender Nachsatz: "Wir sind aber mehr auf einer freundschaftlichen Ebene, also ist er mit mir nicht so streng wie mit seinen Spielern."

Nachname ein Vor- oder Nachteil?

Im Fußball-Geschäft einen bekannten Vater zu haben, kann Fluch und Segen gleichzeitig sein. Betrachtet Marcel seinen bekannten Nachnamen so gesehen eher als Vorteil oder als Nachteil?

"Mit diesem Nachnamen hängt man natürlich schon sehr mit dem Papa zusammen, ich werde klarerweise oft auf ihn angesprochen. Aber damit kann ich gut umgehen, er ist ja schon lange genug mit dabei. Für mich ist das kein Problem. Außerdem: Er will natürlich auch für mich, dass ich meinen eigenen Weg gehe."

Dieser Weg führte den Mittelfeldspieler bereits im Alter von 16 Jahren nach Deutschland in die Nachwuchsabteilung von Borussia Mönchengladbach, wo er sich in den folgenden drei Jahren zwar nicht nachhaltig durchsetzen konnte, aber wertvolle Erfahrungen sammelte.

"Es war ein großer Schritt und ich konnte einiges mitnehmen. Auf fußballerischer Ebene ist es ein ganz anderes Umfeld, in dem man sehr viel lernen kann - speziell auf mentaler und menschlicher Ebene habe ich sehr viel dazugelernt. Diese Erfahrung kann mir keiner mehr nehmen, denn ich habe einen Riesen-Sprung nach vorne gemacht", befindet Canadi.

Die Bundesliga im Visier

Im August 2017 ging es für den gebürtigen Wiener zurück nach Vorarlberg. Die erste Saison bei der Lustenauer Austria lief vor allem verletzungsbedingt nicht nach Wunsch, doch schon am Ende der vergangenen Spielzeit kämpfte er sich in die Stammelf.

"Im ersten Jahr habe ich noch nicht so viel gespielt, durch die Verletzungen bin ich schwer reingekommen. Jetzt komme ich langsam in den Rhythmus rein, das spüre ich auch und tut mir körperlich gut. Mein Ziel ist, dass ich der Mannschaft so gut wie möglich helfen kann."

Und natürlich ist es das Ziel, auch höherklassig auf sich aufmerksam zu machen - sei es durch einen Aufstieg mit Austria Lustenau oder durch einen Wechsel in die Bundesliga.

"Ich möchte den nächsten Step mit Lustenau machen und das Bestmögliche aus mir herausholen", sagt Canadi, "ich bin ja auch noch nicht am Ende meiner Entwicklung, sondern habe mir noch sehr viel vorgenommen."

Textquelle: © LAOLA1.at

SV Lafnitz: Die Transfer-Reaktion auf den Fehlstart

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare