Schlammschlacht bei Wacker geht weiter

Schlammschlacht bei Wacker geht weiter Foto: © GEPA
 

Wacker Innsbruck kommt nicht zur Ruhe. In der längst öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht zwischem Verein und Investor legt nun wieder Matthias Siems nach.

Der Hamburger Investor hat beim Management der FC Wacker Innsbruck GmbH "umfangreiche Informationen über die Geschäftstätigkeit angefordert." Das teilt Siems in einer Presseaussendung mit.

Das Wacker-Management habe nun bis 21. Juni Zeit, die Fragen zu beantworten. "Von den Antworten hängt die Wiederaufnahme der zurückbehaltenen Zahlungen an den Traditionsverein ab", heißt es weiter.

Der Vereinsvorstand hatte Ende Mai die Geschäftsführer Dennis Aogo, Jens Duve und Dennis Duve im Streit um angebliche finanzielle Unregelmäßigkeiten abberufen (Infos>>>).

Danach hatte der Vorstand seinen Rücktritt bis zur Generalversammlung angeboten, wenn Investor Siems ausstehende Gelder überweisen würde. (Stellungnahme des Wacker-Vorstandes>>>)

"Personelle Veränderungen zum Nachteil der Gesellschaft"

Das ist bisher nicht passiert, wie aus der Aussendung hervorgeht. Siems erklärt: "In den vergangenen Monaten wurde über Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung der Mittel
berichtet, auch eigene Überprüfungen ergaben Anhaltspunkte dafür. Die geforderte Aufklärung blieb die FC Wacker Innsbruck GmbH bis heute schuldig. Stattdessen wurden personelle Veränderungen zum Nachteil der Gesellschaft und ohne Zustimmung des Investors vorgenommen."

Die Beauftragung unabhängiger Wirtschaftsprüfer soll von der Gesellschaft abgelehnt worden sein. Sie sollten unter anderem prüfen, ob die FC Wacker Innsbruck GmbH mit Scheinrechnungen operiert hat. Vor diesem Hintergrund hat Matthias Siems von seinem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch gemacht und Zahlungen einbehalten.

"Die Zahlungen können wieder aufgenommen werden, sobald unabhängige Wirtschaftsprüfer Klarheit in die rechtmäßige Verwendung der finanziellen Mittel durch Wacker Innsbruck gebracht haben", heißt es weiters.

Gleichzeitig behält sich Siems aber auch vor, bereits getätigte Zahlungen zurückzufordern. Laut Aussendung habe er bisher rund drei Millionen an die Gesellschaft überwiesen.

Die Situation scheint festgefahren. Für den Vereinsvorstand ist laut Erklärung eine unabhängige Prüfung erforderlich, dass Siems ausstehende Gelder überweist. Hier beißt sich die Ratte in den berühmten Schwanz...

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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