Gerald Säumel Co-Kommentator bei FAC gegen GAK

Gerald Säumel Co-Kommentator bei FAC gegen GAK Foto: © GEPA
 

Der Countdown für das Debüt des GAK in der HPYBET 2. Liga läuft.

Im LAOLA1-Topspiel am Sonntag um 10:30 Uhr sind die Grazer beim FAC zu Gast, und wir freuen uns sehr, dass wir für diese besondere Partie auch einen besonderen Co-Kommentator gewinnen konnten.

Mit Gerald Säumel wird der frühere Kapitän der "Rotjacken" hinter dem Mikrofon Platz nehmen und das erste Spiel der Ex-Kollegen nach seinem Rücktritt mit seiner Expertise und bestimmt diversen Anekdoten vom Weg zurück bereichern.

Der defensive Mittelfeldspieler machte den Weg des GAK zurück aus der 1. Klasse Mitte A über die Gebietsliga, Unterliga, Oberliga, Landesliga und Regionallga Mitte mit und darf sich "Meister aller Klassen" nennen.

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Kein Ausstieg aus der WhatsApp-Gruppe

"Das ist eine spannende Aufgabe. Speziell in diesem Spiel ist es ein bisschen schwieriger für mich, objektiv zu bleiben, weil ich doch eine Vergangenheit bei einem Verein habe", freut sich Säumel bereits auf den Einsatz an der Seite von Kommentator Johannes Kristoferitsch.

Die FAC-Fans werden hoffentlich verzeihen, dass Objektivität in diesem Sonderfall auch nicht die dringlichste Aufgabe des Experten ist. Dafür hat der 33-Jährige bestimmt ein paar Insides aus dem GAK-Lager parat, schließlich ist er immer noch sehr nah an "seiner" Mannschaft dran.

"Als zu Beginn der Vorbereitung die WhatsApp-Gruppe wieder aktiviert wurde, habe ich den Versuch gestartet, aus der Gruppe rauszukommen, bin aber immer wieder hinzugefügt worden. Das heißt, ich kriege relativ viel mit", schmunzelt Säumel.

Der Auftakt als emotionale Angelegenheit

Es ist die erste Liga-Partie nach dem Ende seiner Laufbahn, weswegen es "definitiv ein ungewohntes Gefühl" sei, nicht mehr selbst Teil der Mannschaft zu sein und am Feld zu stehen. Das ändert jedoch nichts daran, dass Spiel 1 in Liga 2 auch für ihn eine emotionale Angelegenheit ist:

Gerald Säumel durfte sechs Aufstiege abhaken
Foto: © GEPA

"Ich war davor ja schon beim 'GAK Alt' in der Regionalliga - in dem Jahr, in dem es mit dem letzten Konkurs wirklich zu Ende gegangen ist. Das war keine schöne Zeit für den GAK. Beim Neubeginn hat man eigentlich überhaupt nicht erwartet, dass es so schnell geht. Es ist daher sehr emotional, vor allem weil wir Spieler hautnah miterlebt haben, wie sehr sich die Leute beim GAK reingehaut haben. Uns Spielern macht das Fußballspielen Spaß, gerade wenn du als Amateurfußballer vor so vielen Zuschauern spielst, das hast du sonst nirgends. Aber die Leidenschaft der Leute rundherum, denen der Verein am Herzen liegt, macht so viel aus. Für sie freut es mich so sehr. Früher hat der GAK lange versucht, die Regionalliga zu überwinden. Dass es jetzt im ersten Anlauf passiert ist, ist eigentlich unglaublich und lässt einen nicht kalt."

Egal ob Zeugwart, Platzwart, Mitarbeiter im Ticketing oder Mitglieder des Vorstands, die ehrenamtlich für den tief gefallenen Meister von 2004 gearbeitet haben - auch dank der Arbeit dieser Leute habe man das tiefe Tal erst durchschreiten können. Letztlich war der komplette Neustart womöglich sogar unumgänglich, um etwas Spezielles entstehen zu lassen.

"Davor war es irgendwie so, dass man immer versucht hat, sich drüberzuretten, bis die nächste finanzielle Hiobsbotschaft gekommen ist. Damals war es das Zeichen: Jetzt geht es nicht mehr schlimmer, jetzt sind wir wirklich in der letzten Klasse, ab jetzt geht es nur mehr aufwärts - und dieser Aufwärtstrend war eigentlich seit der 1. Klasse da. Obwohl man der GAK ist: So einfach ist es auch nicht, in jeder Liga aufzusteigen."

Wenn, dann nur positive Geheimnisse ausplaudern

Die letzten beiden Aufstiege realisierte David Preiß als Trainer (>>>LAOLA1-Interview: "Täglich 70 Anrufe"). Der 41-Jährige wird den Co-Kommentar seines ehemaligen Schützlings zwar naturgemäß nicht live hören, wäre aber durchauch gespannt:

"Ich hoffe, er plaudert nur positive Geheimisse aus. Aber Gerald hat eine sehr gute Erziehung genossen", grinst Preiß, "Gerald ist eine Legende beim GAK, der wirklich den gesamten Weg mitgegangen und menschlich wie sportlich überragend ist. Er hat sich verdient in die Fußball-Pension verabschiedet. Letzte Woche ist er braungebrannt bei unserem Training gewesen und hat es sichtlich genossen, dass wir geschuftet haben und er als Zuseher dabei war."


Ein Eindruck, den der Bruder von Ex-Nationalspieler Jürgen Säumel bestätigt: "Da bin ich gerade aus dem Urlaub zurückgekommen. Es war wirklich angenehm, einmal nicht im Zwei-Wochen-Slot im Juni auf Urlaub fahren zu müssen. Ich genieße es jetzt, der Rücktritt war die absolut richtige Entscheidung. Ich habe mich bei den Burschen noch einmal für den schönen Abschied bedankt, aber ich war definitiv nicht sauer, dass ich nicht mittrainieren durfte."

Preiß beschreibt Säumel als eher ruhigen Trainer, also sei die Gefahr, Geheimnisse über den Coach auszuplaudern sehr gering. "Für die Schmankerl ist mannschaftsintern eher Co-Trainer Ralph Spirk zuständig, der ein eigener Typ ist, für den Fußball lebt und uns mit seiner emotionalen Art perfekt mitgenommen hat. Manchmal sind seine Angewohnheiten extrem witzig", lacht Säumel.

Der perfekte Abschied

Warum eigentlich der eigene Abschied vom aktiven Fußball? "Das hatte mehrere Gründe. Zum einen wäre der gestiegene Trainingsaufwand für mich beruflich nicht mehr möglich gewesen. Zum anderen hatte ich auch schon körperliche Probleme. Ich habe im Regionalliga-Jahr gemerkt, dass es für mich sportlich eng wird und die Motivation, sich täglich zu quälen, geringer geworden ist. Es war ein Gesamtpaket, warum ich aufgehört habe. Mit dem sechsten Aufstieg den GAK in die Profiliga zurückzuführen - einen viel besseren Abschied kann man sich eigentlich nicht erwarten."

Säumel hat Rechtswissenschaften studiert und arbeitet bei AVL List in der Personalabteilung: "Dort kümmere ich mich ums Arbeitsrecht, bin für Dinge wie Dienstverträge zuständig. Ich habe diesen Kontrast zwischen Sport und Juristerei immer gerne gemocht."

Bei seinem ersten Ausflug ins Co-Kommentatoren-Business erwartet Säumel ein enges Spiel: "Das erste Spiel in einer Meisterschaft ist nie leicht, das ist immer ein bisschen ein Abtasten. Der FAC kennt die Liga, und ich glaube, dass der GAK da erst reinfinden muss. Dementsprechend erwarte ich eine knappe Partie, in der der GAK versucht, über seine Tugenden wie Leidenschaft zu kommen. Die 2. Liga ist schon eine andere Hausnummer, also wird es sicher ein schwerer Start werden, vor allem auswärts."

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