So soll es mit Boenisch beim FAC weitergehen

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124 Spiele in der deutschen Bundesliga (Schalke, Leverkusen, Bremen), elf Einsätze in der Champions League, 14 Partien für das polnische Nationalteam, DFB-Pokalsieger und U21-Europameister.

Die Karrierezahlen von Sebastian Boenisch können sich sehen lassen. Umso überraschender kam in der vergangenen Woche die Meldung, dass der 32-Jährige künftig beim Floridsdorfer AC mittrainieren wird.

Wie lange Boenisch am Training der Athletiker teilnehmen wird, ist hingegen noch unklar.

"Aktuell geht es nur um die Trainingsteilnahme, über eine Verpflichtung wurde noch nicht gesprochen - überhaupt nicht", sagt FAC-Manager Lukas Fischer auf LAOLA1-Nachfrage.


Win-Win-Situation

"Es ist wahnsinnig cool für unsere junge Mannschaft, mit so einem erfahrenen Spieler zu trainieren, er hilft ihnen sehr mit seiner Erfahrung."

Fischer über den Boenisch-Effekt

Dass Boenisch, der mit Tatjana Batinic (Miss Austria 2006) verheiratet ist, in Wien lebt, ist kein Geheimnis. Vergangenen Winter trainierte er bei der Wiener Austria mit. Eine Verpflichtung kam nicht zustande.

"Wir haben gewusst, dass er in Wien wohnt und sich individuell fit hält. Ich bin zu seiner Nummer gekommen, wusste aber dann nicht so richtig, wie ich ihn anschreiben sollte", erzählt Fischer.

Den Kontakt zwischen dem Zweitligisten und Boenisch hätte dann Daniel Brand hergestellt, der als Physiotherapeut für den FAC tätig ist und wusste, wo der Außenverteidiger sein Training absolviert.

"Nachdem Daniel vorgefühlt hatte, habe ich ihn angerufen und ihn zu einem Gespräch am FAC-Platz eingeladen. Da war dann auch unser Trainer Andreas Heraf dabei und wir haben uns einfach über Fußball unterhalten", so der FAC-Manager.

Wer eine PR-Aktion hinter der Trainingsbeteiligung vermutet, liegt aber falsch. Für den Klub aus der HPYBET 2. Liga und den ehemaligen Teamspieler Polens ist es eine Win-Win-Situation.

Das bestätigt auch Fischer: "Es ist wahnsinnig cool für unsere junge Mannschaft, mit so einem erfahrenen Spieler zu trainieren, er hilft ihnen sehr mit seiner Erfahrung. Und für den Basti ist Mannschaftstraining auch besser, als alleine Einheiten zu absolvieren."



Traum von Verpflichtung

Ob Sebastian Boenisch, der vergangenen Freitag das 2:2 gegen Wacker II von der Tribüne aus verfolgte, jemals in einem Pflichtspiel für die Floridsdorfer auf dem Rasen stehen wird, ist ungewiss.

"Es ist natürlich schon so, dass wir schauen müssen, ob man sich finanziell überhaupt einig werden könnte", gibt Fischer offen zu. Schließlich sei es logisch, dass der FAC nicht mit Gehältern aus Deutschland mithalten könne, ergänzt er.

Bis zum Sommer wird der 32-Jährige nun aber mit den Athletikern trainieren, ohne Verpflichtung. Anschließend werden die Verantwortlichen das Gespräch suchen.

Aber: "Er hat natürlich auch die Möglichkeit, sich anderweitig umzuschauen", sagt der Sport Manager.

Seit 2017 ist Boenisch mittlerweile vereinslos. Möglich, dass genau das am Ende dazu führt, dass der finanzielle Aspekt in den Hintergrund tritt und ein Engagement beim FAC zustande kommt.

Sahanek-Rückkehr

Eine weitere Personalie bei der Heraf-Elf ist jene von Marco Sahanek.

Der 29-Jährige ist derzeit vom FAC nach Malta zu Hibernians FC ausgeliehen. Schon bald wird es aber zu einer Rückkehr in den 21. Bezirk kommen.

"In Malta ist dieses Wochenende Saisonfinale, anschließend spielt Marco mit seinem Klub noch den Cup-Bewerb zu Ende. Im Mai wird er dann zu uns kommen und bis zum Saisonende mit uns trainieren", erklärt Fischer.

Der FAC-Kader also in der kommenden Saison mit den Routiniers Boenisch und Sahanek?

Fischer: "Ich würde das nicht als untypisch für den FAC bezeichnen. Klar, wir setzen auf viele junge Spieler. Uns ist aber auch klar, dass man auch einige mit Erfahrung im Kader braucht."


Textquelle: © LAOLA1.at

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