Riesen-Chaos bei Austria Lustenau

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So war das nicht geplant!

Was eigentlich ein Schuss vor den Bug werden sollte, bringt den SC Austria Lustenau um seinen Kapitän und somit gehörig ins Wanken.

Nach dem Aus von Hubert Nagel als Klub-Präsident steht der Klub aus der HPYBET 2. Liga völlig führungslos da, wie es bei den Vorarlbergern weitergeht, ist unklar.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde vom Fanklub "Nordtribüne" der Antrag eingebracht, dass die Mitglieder des Vereins anonym über die Zukunft ihres Präsidenten abstimmen sollten.

Geplant war, den langjährigen Klub-Boss, der seit 1997 im Amt war, in den kommenden Monaten zu einer geordneten Übergabe der Amtsgeschäfte an eine neue Führungsriege zu bewegen. 119 Mitglieder stimmten für Nagel, 107 gegen ihn, drei Stimmen waren ungültig.

Der Schock nach der Abstimmung

Was nach der Abstimmung geschah, war aber für alle Beteiligten ein Schock: Nagel erklärte das sofortige Ende seiner Amstzeit.

"Wenn nur die Hälfte hinter mir steht, mache ich nicht weiter. So sehr hänge ich auch nicht an diesem Amt. Mit Dankbarkeit hat es wenig zu tun, was hier passiert ist", wird Nagel in der "Neuen" zitiert. In den "VN" legt er nach: "Die Enttäuschung ist riesengroß und mir fehlen im Moment einfach die Worte. Mehr als das, was ich in den letzten Jahren für die Austria geleistet habe, geht eigentlich nicht."

Daraufhin legten auch die beiden Vizepräsidenten Reinhard Bösch und Christian Ortner sowie mit Olivia Lerch, Hannes Baur, Patrick Baur, Erich Lerch, Albert Lingg und Florian Matt weitere Vorstandsmitglieder ihre Ämter nieder.

Bösch als Nachfolger?

Bösch, Lustenaus Sportgemeinderat, war das Gesicht der Opposition. Er wird als neuer Präsident gehandelt, hat in den vergangenen Wochen und Monaten hinter den Kulissen an einer Amtsübernahme gearbeitet, wollte aber erst im Sommer übernehmen. "Wir brauchen Erneuerung", sagte er noch vor der geheimen Abstimmung.

Experten werden in den kommenden Tagen die Statuten studieren, um einen Ausweg aus der scheinbar verfahrenen Situation zu finden. Eine weitere außerordentliche Jahreshauptversammlung ist wohl unumgänglich.

Finanzielle Herausforderungen

Wie auch immer in den kommenden Wochen entschieden wird, der neuen Führung stehen gleich zu Beginn harte Zeiten bevor. Die Lizenzierung für die kommende Saison steht an. Laut "Neue" schuldet der Klub Nagel noch 200.000 Euro, zudem soll der nunmehrige Ex-Präsident eine Bankgarantie in der Höhe von 400.000 Euro für die kommende Saison abgegeben haben.

Nun müsse die neue Führung für die Gelder sorgen, ließ Nagel ausrichten.

Textquelle: © LAOLA1.at

2. Liga: Hubert Nagel tritt als Lustenau-Präsident zurück

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