Es war ein auf vielen Ebenen gelungener Fußball-Abend für Austria Salzburg.
Im restlos ausverkauften Stadion besiegten die Violetten am Freitag den Stadt-Rivalen FC Liefering in der 21. Runde der ADMIRAL Bundesliga mit 2:0. Zum Spielbericht >>>
Denizcan Cosgun, der in dieser Saison bereits acht Treffer beisteuerte, nimmt den Erfolg aber nicht nur auf die Kappe des Teams. "Ohne die Fans wäre uns das ansatzweise nicht so gut gelungen", sagt er nach dem Spiel im LAOLA1-Interview und deutet dabei auf die zahlreich jubelnden Fans, die auf der Tribüne standen.
Duell geprägt von Emotionen
Für das Duell waren bereits seit Tagen keine Tickets mehr erhältlich. Eine ganz besondere Begegnung, wie der 24-Jährige bestätigt: "Wir wissen ganz genau, was es für den ganzen Verein bedeutet. Es ist natürlich ein spezielles Spiel, sowohl für die Spieler als auch für die Fans."
Auch wenn die Spieler jedes Match gleich motiviert seien, lag eine besondere Stimmung im Stadion in der Luft. Vor dem Spiel sprachen die Fans von "110, 120 Prozent" die sie geben werden und einer "Bomben-Stimmung", die zu erwarten sei.
Bereits im September wurde Austria Salzburg von 8.120 Fans zum Auswärtsspiel gegen die "Jungbullen" in die Red Bull Arena begleitet. In Maxglan waren aufgrund der Platzkapazitäten deutlich weniger Unterstützer möglich, diese machten jedoch von Beginn an Stimmung.
Vor Spielbeginn konnte man sich eine Stichelei gegen Red Bull nicht verkneifen. Auf der großflächigen Choreografie war eine Festung mit einem Schlachter in Kleidung der Vereinsfarbe violett zu sehen, der einen Bullen schlachtete. Ergänzt wurde die Zeichnung von den Spruchbändern "Die Austria wird euch alle überleben" und "Schlachthof Maxglan".
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In Halbzeit eins "schwierig gestartet"
In der ersten Halbzeit tat sich die Austria trotz lautstarker Unterstützung zu Beginn schwer. Cosgun, der nach einer Oberschenkelverletzung im Spiel gegen Amstetten bis zuletzt um seinen Einsatz bangen musste, kam zu Chancen, konnte sie jedoch nicht verwerten.
"Wir sind in der ersten Halbzeit nicht so gut reingestartet, aber wir haben alle gekämpft und die Null hinten gehalten. Das war, glaube ich, sehr wichtig und der entscheidende Punkt", resümiert er.
Auch der Gegner nutzte im intensiven und zweikampfbetonten Spiel seine Chancen nicht. So ging es mit 0:0 in die Pause.
Das Heimteam kam deutlich besser zurück und ging durch Bares in der 47. Minute in Führung. Nach einer Flanke von Nico Lukasser-Weitlaner brachte er den Ball im Tor unter. Die Tribüne bebte. Dennoch hieß es zittern bis am Schluss.
Traumtor brachte Entscheidung und Stadion zum Beben
Liefering kam immer wieder gefährlich vor das Tor, meist fehlte jedoch der letzte Pass. Sitzend auf den Plätzen befand sich zu diesem Zeitpunkt kaum ein Fan mehr. Als die Uhr schon beinahe abgelaufen war, probierte es Bares nach einem misslungenen Abstoß von Christian Zawieschitzky von der Mittellinie und traf sehenswert (90.).
Auch der letzte Fan, der bis dahin noch entspannt war, war nicht mehr zu halten. Cosgun, der nach dem Spiel bei einer Torbeteiligung von 46 Prozent hält, zollt seinem Teamkollegen Respekt: "Daniel (Anm.: Bares) war unglaublich", sagt er.