Trotz Sieg: Wacker-Coach Bierofka stinksauer

 

Der FC Wacker Innsbruck setzte seine Erfolgsserie in der 2. Liga mit einem klaren 5:1-Erfolg gegen den GAK fort.

Speziell Ronivaldo, der über weite Strecken der bisherigen Spielzeit blass blieb und vor diesem Duell erst sieben Tore markierte, schoss sich mit einem Viererpack rechtzeitig in Hochform, aber auch die restliche Innsbrucker Mannschaft zeigte eine überzeugende Leistung und steht im Kampf um den Aufstieg weiterhin in der Pole-Position.

Doch bereits während der Partie war Wacker-Coach Daniel Bierofka teilweise kaum noch zu halten, der Deutsche gestikulierte vor allem nach dem 2:0 wild in der Coaching-Zone. "Ich habe mich geärgert, weil wir nach dem 2:0 dachten, es geht alles spielerisch", sagt Bierofka nach dem Spiel im "ORF".

"So kannst du nicht auftreten"

"Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gegangen, hatten keine Aggressivität gegen den Ball. Das hat mir nicht gepasst, wir sind in der ersten Linie miserabel angelaufen. Das war alles viel zu passiv und damit machst du den Gegner auch wieder stark", erklärte ein wütender Bierofka.

Auch auf dem Spielfeld war dies bemerkbar, Wacker verabsäumte es, entscheidend nachzulegen, dadurch fand der GAK ins Spiel zurück und kam nach einem schlechten Abwehrverhalten der Tiroler durch Dominik Hackinger zum Anschlusstreffer.

Bierofka bestätigt: "Gerade nach dem 2:0 musst du nachlegen, auf das 3:0 gehen. Aber wir hatten das Gefühl, es steht 2:0 und es läuft schon in unsere Richtung. So kannst du dann gegen den GAK nicht auftreten."

Diese Dinge habe man in der Halbzeit auch klar angesprochen, taktisch wurde ebenso umgestellt. "In der zweiten Hälfte war es dann sicher besser und die Konter haben wir gut zu Ende gespielt", zeigt sich der Wacker-Trainer letztendlich doch zufrieden.

Ronivaldo: "Das ist mein Tag"

Grund zur Freude bereitete auch der Viererpack von Ronivaldo, noch mehr aber der volle Erfolg. Der 32-jährige Brasilianer war nach dem Spiel von seiner eigenen Leistung überwältigt: "Es ist unglaublich. Das ist mein Tag."

Der Stürmer führt aus: "Ich muss aber auch der Mannschaft danken, sie hat heute perfekt gespielt. Wir müssen gemeinsam weiterkämpfen, jedes Spiel ist schwierig. Heute war das Glück auf unserer Seite und ich freue mich sehr über meine Tore."

Der zweifache Torschützenkönig der 2. Liga glänzte in dieser Saison eher als Vorbereiter, bewies aber gerade in diesem Spiel, warum er vor der Saison nach Innsbruck gelotst wurde. Dennoch betont Ronivaldo: "Es ist eine schwierige Saison für mich, ich habe bisher noch nicht viele Tore gemacht."

Er bekomme aber sehr viel Hilfe von der Mannschaft, sie seien immer für ihn da. "Für mich ist es auch egal, wer die Tore macht, das Wichtigste sind die drei Punkte." Daher liege der Fokus bereits auf dem kommenden Spiel in Lafnitz (Mittwoch, 18:10 Uhr im LIVE-Stream), dennoch "werde ich jetzt auch feiern."

GAK: Wir wurden unter Wert geschlagen

Auch der GAK kann durchaus positive Aspekte aus diesem Spiel mitnehmen. Zwar setzte es die doch deutliche Niederlage, nichtsdestotrotz zeigten die "Rotjacken" speziell nach dem 0:2 und bis zum vorentscheidenden 1:3, dass sie eine starke Mannschaft stellen.

Das sieht auch der einzige Torschütze der Grazer an diesem Abend, Dominik Hackinger, so: "Ab dem 2:1 waren wir sogar ganz gut im Spiel, hatten unsere Möglichkeiten. Nach dem 3:1 ist uns aber das Spiel entglitten, wir waren dann nicht mehr so gut im Spiel drinnen, 5:1 ist aber trotzdem zu hoch."

Sein Cheftrainer Gernot Plassnegger stößt ins selbe Horn: "Wir wurden heute unter Wert geschlagen", fügt jedoch Kritik an: "Wir haben es Wacker aber auch zu leicht gemacht, das erste Tor fällt mit dem ersten Standard, das zweite Tor aus einem langen Ball - das ist zu einfach."

Später habe seine Mannschaft aber eine gute Reaktion gezeigt, war mit dem 1:2 gut im Spiel drinnen. "Da denkst du dir in der Pause, das funktioniert und geht wieder in die richtige Richtung. Dann spielen wir auf das 2:2, kriegen aber mit einem blöden Tor das 1:3", zeigt sich Plassnegger doch enttäuscht.

Letztendlich herrscht hier aber wohl ausgleichende Gerechtigkeit, immerhin feierten die Steirer in der vergangenen Runde einen doch etwas zu hohen Sieg gegen den SV Horn. "Letzte Woche haben wir etwas zu hoch gewonnen, diesmal ist es umgekehrt", stimmt der GAK-Coach dem zu.

Dennoch müsse man innerhalb des Teams über die Tore reden, "die waren letztendlich zu einfach. Es heißt am Mittwoch wieder aufzustehen." Dort steht für den GAK das Heimspiel gegen den SC Austria Lustenau (18:30 Uhr im LIVE-Stream) an.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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