Viennality: Das Interview

Aufmacherbild Foto: © Viennality
 

Wer Fighting Games, wie Tekken, Mortal Kombat, Street Fighter oder Super Smash Bros. liebt, den zieht es jedes Jahr nach Wien zur Viennality. Die Fighting Game Community (kurz FGC) wächst unaufhaltsam und die Turniere in der Szene sind schon längst keine Hinterzimmer-Wettkämpfe mehr. So lockt auch die Viennality jedes Jahr mit internationalen Profi-Spielern und einem epischen Programm.

Dahinter steckt die Vision eines Mannes: Georg Hatschka. Wir haben uns den Organisator der Viennality, einem der größten FGC-Turnieren Europas geschnappt und ihm einige spannende Fragen gestellt!

Deine Leidenschaft sind Fighting Games. Wie kam es dazu?

Ja, ich habe schon seit ich klein war FGs gespielt. Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich ungefähr 9 Jahre alt war, als ich das erste mal Mortal Kombat mit meinem Cousin gespielt habe, der nun bei Viennality Social Media betreut, und wir total darauf abgegangen sind. Die Leidenschaft hat sich seither nur verstärkt. In meinem Freundeskreis war ich immer der beste Spieler, bis ich vor 5 Jahren dann selbst bei einem Turnier mitgespielt habe. Da wurde mir klar, dass ich das System von Fighting Games eigentlich gar nicht verstehe. Die Jungs, die dazumal schon ins VDV (Virtual Dojo Vienna) gingen und Mitglieder waren, fingen an es mir zu erklären.

Welches ist dein Lieblings-Game und wieso empfiehlst du es?

Ich habe einige Games in der FGC, die ich sehr gerne spiele, aber richtig angetan hat es mir Mortal Kombat. Es ist schwer zu erklären, warum ausgerechnet dieses Spiel, aber es gibt nichts, was es bei dem Game nicht gibt. Es ist die Mythologie hinter den einzelnen Charakteren, die Mischung aus Ninja, SWAT, Zauberer und Monster macht es eben so einzigartig. Auf die Mechanik möchte ich nicht weiter eingehen, aber es ist eines der wenigen FGs, wo es zum Blocken eine Taste gibt und das eröffnet viele neue Möglichkeiten. Mortal Kombat hat sich auch in den Jahren sehr weiterentwickelt, was es immer wieder zu einem neuen Game mit bekannten Gesichtern macht.

Georg Hatschka, Veranstalter der Viennality

Du veranstaltest das Viennality, das größte Fighting Game Festival in Österreich. Was waren deine Beweggründe dafür?

Die Liebe zu Fighting Games. Es hat ja begonnen, als ich 'St9rm' kennengelernt habe. Er ist in der MK-Szene kein Unbekannter. Er hat sich oft bei Turnieren sehr gut platziert und ist einer, der viel mit der Community redet. Als wir dann an einem Abend, wie an so vielen Abenden, bei dem ein oder anderen Bier gesessen sind, kamen wir auf die Idee, ein Mortal Kombat Turnier zu veranstalten. Ich sagte zu ihm: Du bringst die Teilnehmer und ich organisiere das Turnier. So ist es dann auch 2016 gewesen. Klar war das erste Turnier noch im kleineren Rahmen, aber die Teilnehmer kamen aus der ganzen Welt und das war dann schon einer der Gründe, warum wir es weiter machen wollten. Den Teilnehmern den Respekt zu zollen, dass wir weiter machen, steht immer an erster Stelle. Von der Community, für die Community. Das ist immer schon der Leitspruch von Viennality gewesen. Ohne dem großartigem Team hinter Viennality, würde aber auch gar nichts funktionieren.

Was waren deine persönlichen Highlights der diesjährigen Viennality?

Da gab es echt mehrere. Eines zum Beispiel war, dass 'Boki' es als einziger Österreicher bei Mortal Kombat unter die Top 8 geschafft hat. Wir wussten alle, dass er gut ist, aber die Nervenstärke zu haben und da so durchzugehen, war schon eine sehr beachtliche Leistung. (Er sucht übrigens immer noch nach einem Sponsor. Also falls das jemand liest, der Interesse hat, einfach bei mir melden!) Was mir auch dieses jahr sehr gut gefallen hat, war, dass wir einen eigenen Bereich für Super Smash Bros. hatten. Das war das erste Mal bei Viennality und in der Community ist dies sehr gut angekommen. Eines meiner persönlichen Highlights vor Ort sind aber immer die Anime FGs. Ich liebe den Look, wie diese Spiele aussehen und die umfangreichen Mechaniken. Aber über meine Liebe zu Anime FGs könnte ich einen ganz eigenen Artikel schreiben. :)

"Die Besucher sind in diesem Jahr aus rund 30 verschiedenen Nationen angereist, um ein Teil von Viennality zu sein."

Georg Hatschka über Viennality 2019

Auf was dürfen wir uns nächstes Jahr freuen?

Gute Frage. Das weiß ich tatsächlich selbst noch nicht so genau, aber es wird größer werden. So viel kann ich schon verraten. Da wir nächstes Jahr unser 5-jähriges Jubiläum feiern, werden wir uns etwas Besonderes einfallen lassen.

Was macht das Viennality so besonders?

Dass das Publikom so international ist. Die Besucher sind in diesem Jahr aus rund 30 verschiedenen Nationen angereist, nur um ein Teil von Viennality zu sein. Das ist großartig! Besonders ist natürlich auch, dass wir nur Fighting Games spielen und Teil einer Pro-Tour sind. Im Gegensatz zu anderen Events in Österreich sind wir ein reines eSport Event und nicht ein Bereich einer LAN-Party oder einer Messe. Bei uns geht es nur um den Gedanken der Beste zu sein und zu zeigen was man kann. Wir werden unser Rahmenprogram in den nächsten Jahren bestimmt ausweiten, aber der Fokus bleibt nur auf eSport und das mit Fighting Games.

Du wählst für deine Veranstaltungen immer besondere Locations aus, wie diesmal das Haus der Ingenieure oder zuletzt das Palais Eschenbach. Wie verbindest du Fighting Games mit diesen urigen Wiener Gebäuden?

Verbinden kann man das nicht unbedingt nennen, aber wenn man sich sonstige eSport-Turniere ansieht, sind die meisten in Lagerhallen oder Messegebäuden. In den USA sehr oft in eigenen Veranstaltungsräumen in Hotels oder ähnliches. Da haben wir es uns zum Ziel gemacht, die Location etwas anders zu wählen, weil sie erstens sehr eigen aussehen und zweiten, weil sie Mitten in der Stadt liegen. Man braucht keine 10 Minuten zu gehen und man ist bei sehr vielen Wahrzeichen Wiens. Du kannst in deinen Pausen ins Museum gehen oder dir den Stephansdom besichtigen. Das wissen die Teilnehmer sehr zu schätzen und das wollen wir ihnen auch weiter bieten.

Was würdest du dir für die nächste Ausgabe des Viennality wünschen?

Das, was sich jeder Eventmanager wünscht: Mehr Teilnehmer, die dieses Turnier schätzen und gerne wieder kommen und natürlich mehr Zuschauer. Deshalb möchte ich gerne jeden dazu einladen, sich das Viennality einmal anzuschauen, um diese absolut einzigartige Stimmung live zu erleben.

Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Ich würde gerne Danke sagen! Danke an jeden einzelnen, der Viennality zu dem macht, was es heute ist. Danke an die supertollen Partner, die wir im Laufe der Zeit gewinnen konnten. Danke an die wunderbaren Turnierorganisatoren, ohne denen es kein reibungsloses Vorankommen am Event geben würde. Danke an alle Teilnehmer, die das Event beleben und die Stimmung in den Saal tragen. Ich freue mich schon total auf nächstes Jahr und in diesem Sinne: #FGCisPUNKROCK

Mehr Informationen zum Viennality:

Website | Facebook | Twitter

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare