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20. PAVAO PERVAN

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LASK, 28 Jahre

Nicht umsonst wurde der gebürtige Kroate in der vergangenen Saison zum besten Tormann der Ersten Liga gewählt. Der 1,94-Meter-Riese ist ein sicherer Rückhalt für den LASK. An ihm war es nicht festzumachen, dass die Linzer den Aufstieg in die Bundesliga verpasst haben. Als Kapitän eine Leaderfigur, dank seiner Größe eine Bank in der Luft. Die neue Spielzeit begann jedoch mit großem Pech. Derzeit fällt Pervan mit einem Mittelfußknochenbruch aus. Mit Filip Dmitrovic ersetzt ihn ein ebenso junger wie aufstrebender Keeper, der sich naturgemäß als Nummer eins festsetzen möchte. Der 21-Jährige überzeugte im Vorjahr bei Austria Klagenfurt, ist jedoch als serbischer Nachwuchs-Teamspieler kein Thema für dieses Ranking.

19. RICHARD STREBINGER

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Rapid Wien, 23 Jahre

Immerhin 23 Bundesliga-Spiele lang bekam der Deutschland-Rückkehrer vergangene Saison in Abwesenheit von Jan Novota die Chance, sein Können unter Beweis zu stellen. Es gibt definitiv Keeper, die lange Verletzungspausen ihres Konkurrenten besser genutzt und sich in dieser Phase unersetzbar gemacht haben. Das ist dem 23-Jährigen, der bei Hertha BSC Berlin und Werder Bremen ausgebildet wurde, nicht nach Wunsch gelungen. Immer wieder schlichen sich Fehler ein, darunter auch grobe Patzer. Dabei fällt Novota, bei allem Respekt, nicht unter die Kategorie unverdrängbarer Torhüter. In dieser Saison ist der Slowake wieder gesetzt und Strebinger muss wie zuletzt auf vereinzelte Chancen warten, um sein durchaus vorhandenes Potenzial unter Beweis stellen zu dürfen. Gegen die Admira und Salzburg gelang ihm dies immerhin ohne Gegentor.

18. MANUEL KUTTIN

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Admira Wacker, 22 Jahre

Durch den Abgang von Jörg Siebenhandl nach Würzburg steht Kuttin in der Südstadt wieder im Tor. Man darf gespannt sein, ob er sich diesmal etablieren kann. In seinen bisherigen fünf Bundesliga-Saison-Einsätzen kassierte der 22-Jährige 13 Gegentreffer, ist dabei jedoch bisweilen auch Opfer der derzeit alles andere als stabilen Südstädter Defensive. Kann er seine Chance in der Herbst-Saison nutzen, könnte es im nächsten Ranking in der Winterpause weiter nach vorne gehen. Man darf jedoch davon ausgehen, dass auch Rückkehrer Andreas Leitner auf seine Chance lauert. Nach seinem einst durchaus turbulenten Abgang wäre dies ein kurioses Happy End bei der Admira.

17. THOMAS GEBAUER

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SV Ried, 34 Jahre

Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Gebauer als Noname von der SpVgg Bayreuth kommend im Innviertel anheuerte. Inzwischen ist der 34-Jährige längst ein Rieder Urgestein und österreichischer Staatsbürger, der es bisweilen auf die Abrufliste im Nationalteam geschafft hat. Das ist aller Ehren wert, aber alleine altersbedingt wird der gebürtige Deutsche wohl keine ganz großen Sprünge mehr machen. Mit seiner Konstanz sollte er jedoch noch einige Zeit als Rieder Schlussmann seine Spuren hinterlassen - teilweise positive wie mit seinen Paraden am Wochenende gegen die Austria, teilweise negative wie bei seinem fürchterlichen Blackout gegen die Admira in der Runde zuvor.


16. ALEXANDER MANNINGER

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FC Liverpool, 39 Jahre

Wo ordnet man in solch einem Ranking einen Goalie kurz vor der Fußballer-Pension ein, der von seinem neuen Arbeitgeber als klare Nummer drei verpflichtet wurde - das allerdings vom FC Liverpool. Darüber gehen auch redaktionsintern die Meinungen auseinander, ein Platz im "Mittelfeld" scheint der Realität jedoch am nächsten zu kommen. Über die Verdienste des 39-Jährigen muss man keine langen Referate halten, ohne diese wäre er für die "Reds" auch kein Thema als Absicherung. Da sich mit Loris Karius ein hochkarätiger Neuzugang die Hand gebrochen hat, erlebt Manninger den Beginn der Premier-League-Saison sogar hinter Simon Mignolet auf der Bank. Diese "Ehrenrunde" bei einem der ruhmreichsten Vereine dieser Fußball-Welt ist dem gebürtigen Salzburger zu gönnen.

15. SAMUEL SAHIN-RADLINGER

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Hannover 96, 23 Jahre

Abseits des Platzes schrieb der 23-Jährige in den vergangenen Wochen und Monaten jede Menge Schlagzeilen, seine Hochzeit mit der Schauspielerin Sila Sahin war jedoch eher ein Fall für die Klatschblätter. In seinem Beruf kommt Sahin-Radlinger nicht so recht weiter. Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass er die SV Ried in Richtung Hannover verließ. Spielpraxis auf Profiebene sammelte er seither kaum, auch seine leihweisen Engagements bei Rapid und in Nürnberg änderten daran nichts. Nach Hannovers Abstieg ist der ehemalige U21-Team-Torhüter derzeit die Nummer zwei bei "96" und durfte immerhin im DFB-Pokal ins Tor. Es wird Zeit, sich zu etablieren, um den Vorschusslorbeeren bezüglich Potenzial endlich auch auf dem Rasen gerecht zu werden.

14. OSMAN HADZIKIC

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Austria Wien, 20 Jahre

Sein Konkurrent ist mit Robert Almer die unumstrittene Nummer eins Österreichs, was die Aufgabe nicht gerade leichter macht. Hadzikic wird sich also noch ein wenig gedulden müssen. Wenn er jedoch, wie etwa während Almers langwieriger Knieverletzung in der Vorsaison, randurfte, machte der 20-Jährige seine Sache zumeist gut. Man darf gespannt sein, ob und wann ihm die "Veilchen" eine Perspektive in Richtung Nummer eins aufzeigen. In seiner Altersklasse zählt Hadzikic jedoch fraglos zu den größeren Hoffnungsträgern.

13. ALEXANDER KOFLER

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Wolfsberger AC, 29 Jahre

Stammtorwart in der Bundesliga - nicht mehr und nicht weniger. Der Kärntner hat sich beim WAC etabliert und dabei mit Christian Dobnik den Platzhirschen verdrängt. Fällt immer wieder durch sehenswerte Paraden auf, ist jedoch auch immer wieder für eine unglückliche Szene gut. Für das Nationalteam wird es eher nicht mehr reichen, aber das muss es auch nicht bei jedem Keeper, um trotzdem eine ansprechende Karriere hinzulegen.

12. CHRISTIAN GRATZEI

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Sturm Graz, 34 Jahre

Der Evergreen im Sturm-Dress hat in den vergangenen 13 Jahren schon genügend Konkurrenten kommen und gehen gesehen und sich zumeist trotzdem durchgesetzt. Mit Daniel Lück (LAOLA1-Interview) ist nun ein neuer da, der vierte in Folge aus Deutschland (Esser, Pliquett und Focher). Zum Saisonstart durfte Gratzei ran - auch wegen des Trainingsrückstands seines neuen Rivalen - und hat bislang das Beste aus dieser Gelegenheit gemacht. Sturm lacht von der Tabellenspitze, der Routinier ließ sich nichts zu Schulden kommen und hat deswegen derzeit laut Foda die Nase vorne. Der Haken: Der Meister von 2011 befindet sich in seinem letzten Vertragsjahr und es ist gut möglich, dass es auch tatsächlich sein letztes bei Sturm ist und die Grazer im Tor einen jüngeren Weg einschlagen. Neben Lück scharren mit Tobias Schützenauer und Fabian Ehmann zwei Youngster in den Startlöchern, denen großes Talent attestiert wird.

Seit 2002 spielt Christian Gratzei bei Sturm und hat in dieser Zeit viele Konkurrenten kommen und gehen gesehen, wie die LAOLA1-Zeitreise beweist:

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MICHAEL ESSER - 2015/16 - 36 Bundesliga-Spiele

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Der Deutsche kam aus Bochum, etablierte sich schnell als Nummer eins, avancierte im Saison-Verlauf sogar zum Kapitän und nutzte seine gute Saison zum Sprung in die deutsche Bundesliga zu Darmstadt.

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BENEDIKT PLIQUETT - 2013/14 und 2014/15 - 26 Bundesliga-Spiele

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Der Deutsche kam von St. Pauli und gewann mit seiner offenherzigen Art viele Sympathien. Mit der Rückkehr von Franco Foda zu Sturm bekam er keine Einsatzzeit mehr.

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JOHANNES FOCHER - 2012/13 - 22 Bundesliga-Spiele

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Der Deutsche avancierte unter Peter Hyballa im Saisonverlauf zur Nummer eins und verlor seinen Platz erst kurz vor Saisonende wieder. Kehrte nach einer Saison zur 2. Mannschaft von Borussia Dortmund zurück und hat seine Karriere inzwischen beendet.

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SILVIJE CAVLINA - 2010/11 und 2011/12 - 28 Bundesliga-Spiele

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Der Kroate kam 2010 vom LASK und vertrat Gratzei in der Meistersaison zehn Mal und in der Spielzeit darauf 18 Mal. Erfüllte seine Rolle als erfahrener Backup verlässlich.

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ANDREAS LUKSE - 2009/10 - 0 Bundesliga-Spiele

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Kam leihweise von Rapid Wien, wo er abseits des Platzes Negativschlagzeilen geschrieben hatte. Ein Liga-Einsatz war dem heutigen Altach-Goalie bei Sturm nicht vergönnt.

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ZDENKO BAOTIC - 2008/09 - 0 Bundesliga-Spiele

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Der Bosnier stand im Frühjahr 2009 im Sturm-Kader, saß nur drei Mal auf der Bank, musste sich ansonsten hinten anstellen. Später auch in Rumänien bei Otelul Galati nur vereinzelt im Einsatz.

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MARTIN KOBRAS - 2007/08 und 2008/09 - 5 Bundesliga-Spiele

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Kam mit 21 Jahren zu Sturm. In seiner zweiten Saison bekam er fünf Spiele lang die Chance, sein Können zu zeigen, konnte sich dabei jedoch nicht etablieren. Wanderte folglich zu Altach ab, wo er heute noch im Kader steht und sich mit seinem Sturm-"Nachfolger" Andreas Lukse duelliert.

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JOSEF SCHICKLGRUBER - 2007/08 und 2008/09 - 17 Bundesliga-Spiele

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Pepi Schicklgruber kehrte 2007 im Alter von 40 Jahren für eineinhalb Jahre zu Sturm zurück und vertrat Gratzei im Jahr 2008 während dessen Verletzungspause, die ihm letztlich die Teilnahme an der Heim-EURO kostete. Der Oldie wanderte im Jänner 2009 zu Altach ab.

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DARIUS KAMPA - 2006/07 - 0 Bundesliga-Spiele

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Der Deutsche brachte von Nürnberg und Mönchengladbach Erfahrung aus der deutschen Bundesliga mit, saß bei Sturm im Frühjahr 2007 jedoch nur auf der Bank. Verließ die Grazer danach umgehend wieder.

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GRZEGORZ SZAMOTULSKI - 2005/06 und 2006/07 - 57 Bundesliga-Spiele

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Der Pole kam im Sommer 2005 von der Admira und spielte eineinhalb Jahre lang in jeder Bundesliga-Partie. Im Frühjahr 2007 spielte er jedoch keine Rolle mehr, da er frühzeitig ankündigte, seinen Vertrag in Graz nicht verlängern zu wollen, weshalb Gratzei zur Nummer 1 befördert und Kampa als Ersatz verpflichtet wurde.

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RADOVAN RADAKOVIC - 2004/05 und 2005/06 - 15 Bundesliga-Spiele

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Kam im Sommer 2004, fiel jedoch - vornehm formuliert - recht bald als Unsicherheitsfaktor auf. Folglich konnte sich Gratzei erstmals als Nummer eins etablieren. Verließ erst im Jänner 2006 - ein halbes Jahr nach der Szamotulski-Verpflichtung - den Verein.

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THOMAS MANDL - 2003/04 - 16 Bundesliga-Spiele

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Verlor im Herbst 2003 bei der Ausria seinen Stammplatz an Joey Didulica - wenig ideal für einen ÖFB-Team-Goalie. Also schloss er sich im Frühjahr 2004 leihweise Sturm an und bestritt jede Frühjahrs-Partie. Der Klassenerhalt wurde am letzten Spieltag mit einem 4:1 gegen Bregenz fixiert.

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FILIP DE WILDE - 2003/04 - 17 Bundesliga-Spiele

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Schloss sich im Sommer 2003 im Alter von 39 Jahren von Anderlecht kommend den Grazern an, kehrte jedoch schon im Winter nach Belgien (Lokeren) zurück.

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ALEXANDER KNEZEVIC - 1998 bis 2004 - 4 Bundesliga-Spiele

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Jahrelang in Diensten von Sturm, in der Saison 2003/04 in der Hackordnung vor Gratzei. Im Herbst bekam er vier Einsätze, nach Ende der Spielzeit verließ er die "Blackies".

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HEINZ WEBER - 2002/03 - 27 Bundesliga-Spiele

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Wurde im Sommer 2002 aus der Tiroler Konkursmasse verpflichtet, leistete sich jedoch das eine oder andere Hoppala. Im Frühjahr 2003 kam Gratzei zu seinem Bundesliga-Debüt.

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DANIEL HOFFMANN - 2000/01 bis 2002/03 - 4 Bundesliga-Spiele

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Gratzei wechselte im Sommer 2002 zu Sturm. Zu diesem Zeitpunkt war Hoffmann - warum auch immer - trotz seines Rufs als kapitaler Flop immer noch beim Verein. Der Deutsche, dem Gewichtsprobleme nachgesagt wurden, bekam 2002/03 sogar noch vier Einsätze.

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11. CICAN STANKOVIC

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Red Bull Salzburg, 23 Jahre

Zugegeben, dieser Platzierung liegt mehr der Glaube an das Potenzial des 23-Jährigen zu Grunde als sein aktuelles Standing. Denn der Wechsel in die Mozartstadt hat sich für Stankovic bislang ganz und gar nicht ausgezahlt. Doch auch vor ihm platzierte Akteure sind Bankdrücker, wenngleich nicht in der heimischen Bundesliga, wo Salzburg jedoch zuletzt mit drei Doubles in Folge das Maß aller Dinge dargestellt hat. In Diensten des SV Grödig zeigte Stankovic einst, welch großes Talent er ist. In Salzburg wurde ihm ein schlechter Start in die Saison 2015/16 zum Verhängnis. Seither gibt es kein Vorbei an Alexander Walke. Findet er wieder einen Weg zu Spielpraxis, könnte er jedoch gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgehen und flott weiter nach oben klettern.

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