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10. MICHAEL LANGER

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IFK Norrköping, 31 Jahre

Eher unbemerkt von der heimischen Fußball-Öffentlichkeit wechselte Langer im Juli zu IFK Norrköpping und fungiert seither recht erfolgreich (5 Spiele - 4 Siege, 1 Remis) als Nummer eins beim amtierenden schwedischen Meister. Dieser Transfer bringt ihm natürlich auch einen respektablen Platz in diesem Ranking ein - definitiv einen besseren, als dies bei seinem Frühjahrs-Arbeitgeber, den Tampa Bay Rowdies in den USA - möglich gewesen wäre, wo er übrigens nur die Ersatzbank drückte. Wie die Karriere des Vorarlbergers überhaupt eine kuriose ist. 2007 steuerte er einen Einsatz zum deutschen Meistertitel des VfB Stuttgart bei, konnte sich in der Folge aber weder beim SC Freiburg, noch beim FSV Frankfurt oder in Sandhausen als Nummer eins etablieren. Dies gelang ihm bei Valerenga Oslo, wo er jedoch im Herbst 2015 seinen Stammplatz verlor. Nun bietet sich in Schweden eine neue Chance.

9. CHRISTOPH RIEGLER

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SKN St. Pölten, 24 Jahre

Das Schicksal von Torhütern ist bisweilen, dass hauptsächlich ihre Patzer in Erinnerung bleiben - und jener von Riegler in der Schlussminute gegen die Austria war nun mal einer aus der Kategorie besonders fürchterlich. So stellt man sich sein Bundesliga-Debüt definitiv nicht vor. Auch sonst schlich sich in dieser Saison schon die eine oder andere Unsicherheit ein, genauso wie allerdings die eine oder andere wirklich starke Parade - und diese sollten stellvertretend für das Potenzial des 24-Jährigen stehen. In der Aufstiegs-Saison war der Niederösterreicher ein starker Rückhalt für den SKN. Mit mehr Erfahrung hat Riegler durchaus das Potenzial zu einem der besseren Keeper der Liga zu reifen.


8. MARKUS KUSTER

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SV Mattersburg, 22 Jahre

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er vermutlich im Frühjahr durch seinen Ausraster beim 0:9 gegen Austria Wien bekannt. Doch Kuster kann auch durchaus positivere Schlagzeilen schreiben. An ihm ist die Talfahrt des SVM im Kalenderjahr 2016 jedenfalls nicht festzumachen. Bezüglich Spielpraxis im Profibereich ist er in seiner Altersstufe schon recht weit, denn immerhin hütet er bereits seit Frühjahr 2014 das Tor der Burgenländer. Im U21-Team ist er der Kronprinz hinter Bachmann. Die Frage ist, wie weit er es von Mattersburg aus bringen kann. Früher oder später wäre der nächste Schritt kein Fehler. Von seinem Potenzial her ist dieser drinnen. Andererseits weiß man, dass es Einfacheres gibt, als aus Mattersburg wegzukommen.

7. DANIEL BACHMANN

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Stoke City, 22 Jahre

Im Falle einer Verletzung eines Mitglieds des Stamm-Trios hätte Bachmann unter Umständen sogar zur EURO fahren können. Der Wiener stand auf Abruf im EURO-Kader, was erstens einiges über die mangelnde Dichte in der österreichischen Torhüter-Spitze aussagt, und zweitens unterstreicht, dass man im ÖFB große Stücke auf den England-Legionär hält. Im U21-Nationalteam ist er der Stamm-Goalie. Mit 22 Jahren wäre es allerdings langsam an der Zeit, sich auf Vereinsebene als Nummer eins zu etablieren und regelmäßig Spielpraxis zu sammeln, um den nächsten Schritt zu machen. Es gibt sicher einfachere Aufgaben, als dies bei einem ambitionierten Premier-League-Verein wie Stoke zu schaffen. Im Frühjahr durfte er jedoch immerhin zwei Mal in der Liga die Bank drücken. Im Herbst war er erst nach Schottland an Ross County und dann an den FC Bury verliehen. Man darf gespannt sein, wie Stoke mit ihm in dieser Saison plant. Dass sein Vertrag im Sommer verlängert wurde, zeugt von Vertrauen. Bachmann gehört jedenfalls zu jener jüngeren Torhüter-Generation, bei der es auch im Hinblick auf das ÖFB-Team schnell gehen kann, sollte er regelmäßige Einsätze bekommen und dabei die Leistungen stimmen - auf Abruf steht er im Nationalteam nämlich weiterhin.

6. JÖRG SIEBENHANDL

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Würzburger Kickers, 26 Jahre

Gute Leistungen bei der Admira haben Siebenhandl einen Dreijahres-Vertrag beim Aufsteiger in die 2. deutsche Bundesliga eingebracht. Jetzt geht es darum, sich bei den Unterfranken durchzusetzen. Das sollte im Bereich des Möglichen liegen, denn Aufstiegs-Goalie Robert Wulnikowski ist bereits 39 Jahre alt. Vorerst heißt es jedoch, sich hinten anzustellen. Generell ist dieser Wechsel der logische nächste Schritt. Kann sich Siebenhandl in Deutschland etablieren, erscheinen weitere Karriereschritte möglich.

5. MARCO KNALLER

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SV Sandhausen, 29 Jahre

Über viele Jahre wurde Knaller unterschätzt. Erst im Alter von 28 Jahren konnte er sich vergangenen Sommer erstmals als Nummer eins etablieren, das allerdings immerhin in der 2. deutschen Bundesliga. Davor stand der Sohn des früheren ÖFB-Goalies Wolfgang Knaller bereits zwei Jahre in Sandhausen unter Vertrag. Das Verhältnis zum ÖFB war stets ein schwieriges, spätestens seit seiner Nicht-Nominierung für die U20-WM 2007. Aber für einen Keeper, der über viele Jahre (Admira, FC Lustenau, Kaiserslautern II, Wolfsberg) Geduld aufbringen musste, hat er sich inzwischen recht weit nach oben gearbeitet. In Sandhausen setzt man nämlich definitiv auf ihn, erst im Frühjahr wurde sein Vertrag bis 2018 verlängert.

4. HEINZ LINDNER

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Eintracht Frankfurt, 26 Jahre

Sein Engagement bei Eintracht Frankfurt hätte sich Lindner wohl anders vorgestellt. Mehr als ein Einsatz in der 1. Runde des DFB-Pokals war für ihn bisher nicht drinnen, an Lukas Hradecky gibt es kein Vorbei. Andererseits verfügt der Oberösterreicher über genügend Klasse und Reputation, um einen Vertrag bei einem deutschen Bundesligisten zu bekommen. Der eine oder andere österreichischen Goalie würde wohl nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen tauschen wollen. Früher oder später sollte aber ein wenig Spielpraxis her, sonst droht ein Abrutschen im nächsten Ranking - so wie es ihm im Nationalteam bereits passiert ist, wo er seinen Status als Nummer drei an Andreas Lukse abtreten musste.

3. ANDREAS LUKSE

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SCR Altach, 28 Jahre

Nach den unrühmlichen Schlagzeilen in seinen "wilden" Jugend-Jahren bei Rapid und der anschließenden Tingelei durch die Erste Liga (Vienna, FC Lustenau, Kapfenberg) hätten wohl nur noch die wenigsten damit gerechnet, dass sich Lukse in der österreichischen Torhüter-Hackordnung in derart luftige Höhen vorarbeiten würde. Im Herbst 2011 war er zwischenzeitlich sogar vereinslos. Doch in Altach hat der 28-Jährige sein Glück gefunden. Mit Martin Kobras hat er den Platzhirschen verdrängt und überzeugt seither mit konstant guten Leistungen. Unter den österreichischen Goalies in der Bundesliga ist er derzeit hinter Almer die Nummer zwei, im Nationalteam ist er an Heinz Lindner vorbeigezogen und vorerst fixes Kadermitglied. Wichtig wäre, dass er seine Verletzungsanfälligkeit minimiert.

2. RAMAZAN ÖZCAN

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Bayer Leverkusen, 32 Jahre

Man kann sicherlich darüber streiten, ob ein Reservist mit Recht die Nummer zwei in dieser Wertung ist. Andererseits hat "Rambo" eine starke Saison bei Ingolstadt hinter sich und beim Aufsteiger bewiesen, dass er allemal das Zeug für die deutsche Bundesliga hat. Ein Nachweis, den er früher in seiner Karriere in Hoffenheim nicht erbringen konnte. Im ÖFB-Team agierte er bislang als treuer, aber bisweilen glückloser Backup von Almer. Bayer Leverkusen setzt nun auf seine Routine und Mannschaftsdienlichkeit. Einen - tendenziell gut dotierten - Dreijahres-Vertrag bei einem deutschen Champions-League-Starter würden momentan nicht viele österreichische Keeper bekommen.

1. ROBERT ALMER

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Austria Wien, 32 Jahre

Eine unumstrittenere Nummer eins hatte das ÖFB-Team schon länger nicht, also führt der Steirer naturgemäß auch das erste LAOLA1-Goalie-Ranking an. Was diversen hinter ihm platzierten Keepern Hoffnung machen sollte: Auch Almer drückte in seiner Karriere auf Vereins-Ebene (zu) oft die Ersatzbank. 2015 war sogar der Schritt zurück nach Österreich zu Austria Wien notwendig, um wieder regelmäßig Spielpraxis zu sammeln. Teamchef Marcel Koller vertraute zuvor jedoch auch schon dem Reservisten Robert A. Dieser bedankte sich mit konstant guten Leistungen. Seine "One-Man-Show" gegen Ronaldo war eines der wenigen rot-weiß-roten Highlights der EURO 2016.

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