Lück: "An Manuel Neuer orientieren sich alle"

Aufmacherbild

Ausländische Konkurrenten von Christian Gratzei wurden bei Sturm Graz über die Jahre bereits zu einer Art Tradition, in der jüngeren Vergangenheit kamen sie stets aus Deutschland.

Nach Johannes Focher, Benedikt Pliquett und Michael Esser ist Daniel Lück bereits der vierte Keeper aus dem Weltmeisterland in Folge, der sich beim steirischen Traditionsverein versucht (siehe Diashow).

<<< Testspiel Sturm Graz - Kayserispor, 9. August, 18 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv >>>

Die deutsche Torhüterschule genießt bekanntlich einen hervorragenden Ruf, der 25-Jährige war bei seiner Verpflichtung jedoch zumindest hierzulande ein eher unbeschriebenes Blatt.

"Mich zeichnet aus, dass ich ein mutiges Spiel habe. Das bedeutet offensiv, hoch stehen, hoch verteidigen, der Mannschaft fußballerisch helfen, allgemein viel reden", stellt sich Lück im LAOLA1-Interview vor und verrät, warum sein Idol mit Gianluigi Buffon gar kein deutscher Goalie ist. 

LAOLA1: Wie sind deine ersten Eindrücke von Sturm Graz?

Daniel Lück: Die Integration war überragend. Das ist eine super Truppe mit super Charakteren. Das macht es natürlich einfach, reinzufinden. Auch auf der Geschäftsstelle haben mich alle Leute sehr gut empfangen.

LAOAL1: Was war ausschlaggebend für den Schritt nach Österreich?

Lück: Sturm Graz ist auch in Deutschland ein großer Name und hier ein Top-4-Verein. Ich denke, dass ich hier optimale Bedingungen vorfinde, um den nächsten Schritt zu gehen.

LAOLA1: Was ist dieser nächste Schritt? Du warst in deiner Karriere bisher meist auf hohem Level engagiert, die Zahl der Einsätze ist indes ausbaufähig. Ist das das große Ziel?

Lück: Ich will natürlich wie jeder andere Spieler auch spielen. Das ist klar. Aber dafür muss ich erst einmal im Training meine Leistungen bringen und den Trainer überzeugen.

Seit 2002 spielt Christian Gratzei bei Sturm und hat in dieser Zeit viele Konkurrenten kommen und gehen gesehen, wie die LAOLA1-Zeitreise beweist:

Bild 1 von 33 | © GEPA

MICHAEL ESSER - 2015/16 - 36 Bundesliga-Spiele

Bild 2 von 33 | © GEPA

Der Deutsche kam aus Bochum, etablierte sich schnell als Nummer eins, avancierte im Saison-Verlauf sogar zum Kapitän und nutzte seine gute Saison zum Sprung in die deutsche Bundesliga zu Darmstadt.

Bild 3 von 33 | © GEPA

BENEDIKT PLIQUETT - 2013/14 und 2014/15 - 26 Bundesliga-Spiele

Bild 4 von 33 | © GEPA

Der Deutsche kam von St. Pauli und gewann mit seiner offenherzigen Art viele Sympathien. Mit der Rückkehr von Franco Foda zu Sturm bekam er keine Einsatzzeit mehr.

Bild 5 von 33 | © GEPA

JOHANNES FOCHER - 2012/13 - 22 Bundesliga-Spiele

Bild 6 von 33 | © GEPA

Der Deutsche avancierte unter Peter Hyballa im Saisonverlauf zur Nummer eins und verlor seinen Platz erst kurz vor Saisonende wieder. Kehrte nach einer Saison zur 2. Mannschaft von Borussia Dortmund zurück und hat seine Karriere inzwischen beendet.

Bild 7 von 33 | © GEPA

SILVIJE CAVLINA - 2010/11 und 2011/12 - 28 Bundesliga-Spiele

Bild 8 von 33 | © GEPA

Der Kroate kam 2010 vom LASK und vertrat Gratzei in der Meistersaison zehn Mal und in der Spielzeit darauf 18 Mal. Erfüllte seine Rolle als erfahrener Backup verlässlich.

Bild 9 von 33 | © GEPA

ANDREAS LUKSE - 2009/10 - 0 Bundesliga-Spiele

Bild 10 von 33 | © GEPA

Kam leihweise von Rapid Wien, wo er abseits des Platzes Negativschlagzeilen geschrieben hatte. Ein Liga-Einsatz war dem heutigen Altach-Goalie bei Sturm nicht vergönnt.

Bild 11 von 33 | © GEPA

ZDENKO BAOTIC - 2008/09 - 0 Bundesliga-Spiele

Bild 12 von 33 | © GEPA

Der Bosnier stand im Frühjahr 2009 im Sturm-Kader, saß nur drei Mal auf der Bank, musste sich ansonsten hinten anstellen. Später auch in Rumänien bei Otelul Galati nur vereinzelt im Einsatz.

Bild 13 von 33 | © GEPA

MARTIN KOBRAS - 2007/08 und 2008/09 - 5 Bundesliga-Spiele

Bild 14 von 33 | © GEPA

Kam mit 21 Jahren zu Sturm. In seiner zweiten Saison bekam er fünf Spiele lang die Chance, sein Können zu zeigen, konnte sich dabei jedoch nicht etablieren. Wanderte folglich zu Altach ab, wo er heute noch im Kader steht und sich mit seinem Sturm-"Nachfolger" Andreas Lukse duelliert.

Bild 15 von 33 | © GEPA

JOSEF SCHICKLGRUBER - 2007/08 und 2008/09 - 17 Bundesliga-Spiele

Bild 16 von 33 | © GEPA

Pepi Schicklgruber kehrte 2007 im Alter von 40 Jahren für eineinhalb Jahre zu Sturm zurück und vertrat Gratzei im Jahr 2008 während dessen Verletzungspause, die ihm letztlich die Teilnahme an der Heim-EURO kostete. Der Oldie wanderte im Jänner 2009 zu Altach ab.

Bild 17 von 33 | © GEPA

DARIUS KAMPA - 2006/07 - 0 Bundesliga-Spiele

Bild 18 von 33 | © GEPA

Der Deutsche brachte von Nürnberg und Mönchengladbach Erfahrung aus der deutschen Bundesliga mit, saß bei Sturm im Frühjahr 2007 jedoch nur auf der Bank. Verließ die Grazer danach umgehend wieder.

Bild 19 von 33 | © GEPA

GRZEGORZ SZAMOTULSKI - 2005/06 und 2006/07 - 57 Bundesliga-Spiele

Bild 20 von 33 | © GEPA

Der Pole kam im Sommer 2005 von der Admira und spielte eineinhalb Jahre lang in jeder Bundesliga-Partie. Im Frühjahr 2007 spielte er jedoch keine Rolle mehr, da er frühzeitig ankündigte, seinen Vertrag in Graz nicht verlängern zu wollen, weshalb Gratzei zur Nummer 1 befördert und Kampa als Ersatz verpflichtet wurde.

Bild 21 von 33 | © GEPA

RADOVAN RADAKOVIC - 2004/05 und 2005/06 - 15 Bundesliga-Spiele

Bild 22 von 33 | © GEPA

Kam im Sommer 2004, fiel jedoch - vornehm formuliert - recht bald als Unsicherheitsfaktor auf. Folglich konnte sich Gratzei erstmals als Nummer eins etablieren. Verließ erst im Jänner 2006 - ein halbes Jahr nach der Szamotulski-Verpflichtung - den Verein.

Bild 23 von 33 | © GEPA

THOMAS MANDL - 2003/04 - 16 Bundesliga-Spiele

Bild 24 von 33 | © GEPA

Verlor im Herbst 2003 bei der Ausria seinen Stammplatz an Joey Didulica - wenig ideal für einen ÖFB-Team-Goalie. Also schloss er sich im Frühjahr 2004 leihweise Sturm an und bestritt jede Frühjahrs-Partie. Der Klassenerhalt wurde am letzten Spieltag mit einem 4:1 gegen Bregenz fixiert.

Bild 25 von 33 | © GEPA

FILIP DE WILDE - 2003/04 - 17 Bundesliga-Spiele

Bild 26 von 33 | © GEPA

Schloss sich im Sommer 2003 im Alter von 39 Jahren von Anderlecht kommend den Grazern an, kehrte jedoch schon im Winter nach Belgien (Lokeren) zurück.

Bild 27 von 33 | © GEPA

ALEXANDER KNEZEVIC - 1998 bis 2004 - 4 Bundesliga-Spiele

Bild 28 von 33 | © GEPA

Jahrelang in Diensten von Sturm, in der Saison 2003/04 in der Hackordnung vor Gratzei. Im Herbst bekam er vier Einsätze, nach Ende der Spielzeit verließ er die "Blackies".

Bild 29 von 33 | © GEPA

HEINZ WEBER - 2002/03 - 27 Bundesliga-Spiele

Bild 30 von 33 | © GEPA

Wurde im Sommer 2002 aus der Tiroler Konkursmasse verpflichtet, leistete sich jedoch das eine oder andere Hoppala. Im Frühjahr 2003 kam Gratzei zu seinem Bundesliga-Debüt.

Bild 31 von 33 | © GEPA

DANIEL HOFFMANN - 2000/01 bis 2002/03 - 4 Bundesliga-Spiele

Bild 32 von 33 | © GEPA

Gratzei wechselte im Sommer 2002 zu Sturm. Zu diesem Zeitpunkt war Hoffmann - warum auch immer - trotz seines Rufs als kapitaler Flop immer noch beim Verein. Der Deutsche, dem Gewichtsprobleme nachgesagt wurden, bekam 2002/03 sogar noch vier Einsätze.

Bild 33 von 33 | © GEPA

LAOLA1: Mit Christian Gratzei triffst du auf einen Konkurrenten, der einerseits ein Urgestein ist, sich andererseits vergangene Saison auf die Bank gesetzt hat. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm?

Lück: Es sind wie gesagt alles super Typen. Es ist einfach klasse, so kann man bestens arbeiten. Konkurrenzkampf belebt das Geschäft, davon profitiert jeder. So muss das auch sein.

LAOLA1: Wofür steht der Torhüter Daniel Lück?

Lück: Ich denke, mich zeichnet aus, dass ich ein mutiges Spiel habe. Das bedeutet offensiv, hoch stehen, hoch verteidigen, der Mannschaft fußballerisch helfen, allgemein viel reden.

"Viele andere würde vielleicht schon ruhiger werden, aber wie Buffon mit seinen 38 Jahren einfach noch so kindlich im Tor steht, das begeistert einen schon."

LAOLA1: Also die aktuelle deutsche Torwartschule?

Lück: An Manuel Neuer orientieren sich alle, aber so wie er spielt, kann im Moment keiner spielen, weil er sehr risikoreich spielt und dabei sehr viele Dinge sehr früh analysiert, was die Wenigsten können. Deswegen ist es sehr schwer, Manuel Neuer nachzuahmen.

LAOLA1: Generell ist die deutsche Torwartschule sehr in Mode. Wie ist es deiner Meinung nach möglich, dass es derart viele deutsche Torhüter auf solch hohem Niveau gibt?

Lück: Das liegt auch daran, dass du im deutschen Torwart-Bereich viele Idole hast. Viele kleine Kinder sagen, ich möchte Torwart werden. Und man muss halt auch sagen, dass die Torwartschule in Deutschland wirklich extrem gut ist. In jedem Verein, der in der A-Jugend Bundesliga spielt, wirst du sehr gut ausgebildet, und das auch immer früher. Das spiegelt sich darin wieder, dass viele ins Ausland gehen und diese großen Schritte auch schaffen.

LAOLA1: Wer war dein Idol in der Kindheit?

Lück: Für mich war es immer Gianluigi Buffon. Auch heute staune ich immer noch über ihn, wie er mit 38 die EM gespielt hat, mit welcher Begeisterung, mit welchem Ehrgeiz. Viele andere würde vielleicht schon ruhiger werden, aber wie er mit seinen 38 Jahren einfach noch so kindlich im Tor steht, das begeistert einen schon.

LAOLA1: Was macht für dich grundsätzlich die Faszination der Torhüter-Position aus?

Lück: Man kann als Tormann viel beeinflussen. Du kannst zehn überragende Saves in einem Spiel haben, aber lässt du einen Ball rein, bist du der Depp. Es ist die Aufgabe des Torwarts, Konstanz in sein Spiel reinzukriegen. Das ist das Besondere, dass du die Fehleranzahl sehr minimieren musst.

Sturm kann doch in Mattersburg gewinnen:


LAOLA1: Muss man auch ein spezieller Charakter sein?

Lück: Ich denke, früher war es ein wenig so, dass Torhüter die ganz extremen Jungs waren, die bisschen Verrückten. Aber das hat sich gelegt. Klar musst du ein bisschen verrückt sein, um dich aus zwei, drei Metern abschießen zu lassen. Aber grundsätzlich unterschieden wir uns von der charakterlichen Art nicht mehr ganz so extrem wie früher von den Feldspielern.

LAOLA1: Dein Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat dich wiefolgt beschrieben: „Ein überragender Typ, ein überragender Mensch, ein überragender Torwart.“ Bist du eher ein extrovertierter Charakter, der versucht, die Mannschaft mitzureißen, oder eher der ruhige Typ?

Lück: Ich bin eigentlich ein sehr aufgeschlossener Typ und rede gerne mit den Mannschaftsteilen. Ich bin ein Torwart, der sehr viel kommuniziert und versucht, so der Mannschaft zu helfen, weil du von hinten einige Dinge siehst, die andere vielleicht nicht sehen. Gerade Abwehrkette oder Mittelfeld profitieren von einem Torwart, der sehr lautstark ist. Wenn die merken, der redet viel mit uns und hilft uns, ist das ein gutes Gefühl für die Spieler. Das versuche ich der Mannschaft zu übermitteln.

LAOLA1: Du bist aus den Jugendabteilungen des VfB Stuttgart und von Hoffenheim zu Paderborn. War für dich irgendwann der Punkt, wo du sagst, da hättest du dich als Einser etablieren können?

Lück: Ich bin als Newcomer nach Paderborn gekommen, habe gleich 2. Liga gespielt und auch sehr gut gespielt. Der Trainer hat aber entschieden, mich doch nicht dauerhaft spielen zu lassen. Das war natürlich sehr schade, weil ich gut reingekommen bin. Aber das ist die Position Torhüter. Es spielt nur einer und das meistens über einen längeren Zeitraum, wenn nichts Großartiges passiert.

LAOLA1: In Cottbus ist dir solch eine längere Verletzungspause passiert, davor und danach warst du die Nummer eins. Hat für dich persönlich der Schritt dorthin trotz des Abstiegs funktioniert?

Lück: Für mich persönlich hat es sich schon ausgezahlt, ich habe gespielt. Am Ende des Tages war Cottbus aber vielleicht nicht die perfekte Station, weil das Umfeld dort schwierig war und der Verein im Moment sehr schwere Zeiten durchlebt. Der Plan am Anfang des Jahres war aufzusteigen. Wenn dann das Gegenteil passiert und viele andere Dinge im Hintergrund passieren, ist es nicht einfach. Aber das lässt eine Person natürlich auch reifen, wenn man solch schwere Zeiten in einem Verein durchlebt.

"Mit Denis Thomalla hat ein guter Freund von mir bei der SV Ried gespielt. Er hat mir ein paar Einzelheiten über die österreichische Liga gesagt. Er meinte, dass es ein großes Sprungbrett für Spieler ist."

LAOLA1: Wie lange hat es danach von der ersten Anfrage bis zur Entscheidung für Sturm gedauert?

Lück: Ich habe meine Entscheidung relativ schnell getroffen, weil ich eigentlich durchwegs nur Positives über diesen Verein gehört habe. Auch die Gespräche mit dem Trainer-Team waren sehr positiv.

LAOLA1: Bei wem hast du dich über Sturm erkundigt?

Lück: Mit Denis Thomalla hat ein guter Freund von mir bei der SV Ried gespielt. Er hat mir ein paar Einzelheiten über die österreichische Liga gesagt. Er meinte, dass es ein großes Sprungbrett für Spieler ist, wenn man sich auf diesem Niveau gut präsentiert. Das hat mich natürlich sehr positiv gestimmt.

LAOLA1: Sprungbrett ist ein gutes Stichwort. Dein Vorgänger Michael Esser hat es von Sturm zu Darmstadt in die deutsche Bundesliga geschafft. Hat man so etwas im Hinterkopf?

Lück: Nein, im Hinterkopf habe ich erst mal gar nichts. Ich möchte mich voll und ganz auf Sturm konzentrieren. Es liegt an mir, meine Qualität im Training zu zeigen und den Trainer zu überzeugen. Das ist erst mal mein primäres Ziel.

LAOLA1: Wie lange wird es dauern, bis man dich am Feld sehen kann?

Lück: Ich versuche natürlich, mich so schnell wie möglich, an den Trainingsrhythmus zu gewöhnen und an meine 100 Prozent zu kommen. Man muss von Woche zu Woche schauen, wie es sich entwickelt. Ich bin jetzt schon sehr gut angekommen und habe davon profitiert, dass ich mich fit gehalten habe, aber das fußballspezifische Training, das ich gerade mit meinem Tormanntrainer Stefan Loch absolviere, kannst du nicht simulieren.

LAOLA1: Hast du dir Graz schon abseits des Fußballs ansehen können?

Lück: Ich war schon zwei, drei Mal in der Stadt – super Flair, sehr mediterran, die Leute sitzen draußen, wenn die Sonne scheint. Die Lebensqualität ist sehr hoch hier in Graz.

LAOAL1: Wie kommst du mit der „Fremdsprache“ zurecht?

Lück (grinst): Daran muss ich mich noch ein bisschen gewöhnen. Wenn die Leute schneller reden, muss ich immer genauer hinhören oder nachfragen. Aber mit der Zeit kriege ich das hin.

Das Gespräch führte Peter Altmann

<<< Testspiel Sturm Graz - Kayserispor, 9. August, 18 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv >>>

LAOLA Meins

SK Sturm Graz

Verpasse nie wieder eine News ZU SK Sturm Graz!

Einfach über LAOLA Meins diesem Thema folgen, und individuell und persönlich alle Infos erhalten!

LAOLA Meins

Österreichische Bundesliga

Verpasse nie wieder eine News ZU Österreichische Bundesliga!

Einfach über LAOLA Meins diesem Thema folgen, und individuell und persönlich alle Infos erhalten!

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare