Österreichs Skeleton-Ass feiert 15. Weltcupsieg
In Winterberg bei schwierigen Bedingungen gewinnt Janine Flock zum 15. Mal einen Weltcup. Das Männer-Rennen wird wegen schlechter Sicht witterungsbedingt abgebrochen, der Mixed-Bewerb abgesagt.
Skeleton-Ass Janine Flock gewinnt wie im vergangenen Jahr den Winterberg-Weltcup und legt somit einen optimalen Start ins Olympia-Jahr 2026.
Die Tirolerin siegt bei Schneefall und Windböen 0,38 Sek. vor der US-Halbzeitleaderin Mystique Ro und 0,61 Sek. vor der Tschechin Anna Fernstaedt. Das Männer-Rennen wurde am Vormittag wegen unterschiedlicher Witterungsbedingungen nach dem ersten Lauf abgebrochen, der Mixed-Bewerb daraufhin ganz abgesagt.
Für Flock ist es der zweite Saisonsieg nach jenem drei Wochen davor in Lillehammer sowie ihr insgesamt 15. In allen fünf Saisonbewerben schaffte es die 36-Jährige in die Top vier, mit den auch als EM ausgeschriebenen Rennen nächste Woche in St. Moritz sowie in der Woche darauf dem Finale in Altenberg stehen nur noch zwei weitere Events im Weltcup-Kalender.
Rennen um Olympia-Plätze
Nach Altenberg kommen von Österreichs Team nach einem Verbandsbeschluss um Nationalcoach Michael Grünberger nur die bis dahin für Olympia qualifizierten Aktiven mit.
Aktuell sind das Flock und Samuel Maier, im ersten Männer-Lauf ein Opfer der Bedingungen. Sein Landsmann Alexander Schlintner - bisher mit einem 19. Platz als bestes Saison-Ergebnis - führte das Feld an, nach diversen Protesten wurde der Bewerb aber nicht fortgesetzt.
Dicht an dem für Olympia geforderten Top-12-Platz war Julia Erlacher dran, von außerhalb der Top 20 verbesserte sie sich auf Platz 13. Bloß drei Hundertstel fehlten ihr auf die Top zwölf.
Im Weltcup führt nun Flock mit 1.034 Punkten 16 Zähler vor der belgischen Tages-Siebenten Kim Meylemans.
Das Gesamtpaket stimmt
Flock gewann auf der gute Starter bevorzugenden deutschen Bahn das Rennen mit ihrem fahrerischen Können. Nach einem Rückstand von vier Hundertstel nach Lauf eins auf Rang drei gelegen, landete sie einen noch souveränen Sieg.
Das Gesamtpaket funktioniere, hatte sie schon vor dem Rennen gemeint. "Jetzt geht es darum, kontinuierlich weiterzuarbeiten und auf Details zu achten."
Wichtig sei, sich abseits der Reisen genügend Zeit zur Erholung zu nehmen. Die Anwesenheit eines Physiotherapeuten bei den Jänner-Weltcups stimme sie ebenso zufrieden.