Für Vanessa Herzog geht es direkt weiter

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Nur wenige Tage nach der für Vanessa Herzog so erfolgreichen Einzelstrecken-WM steht das nächste Großereignis an: Die Mehrkampf-WM im niederländischen Heerenveen.

Gold- und Silbermedaillengewinnerin Herzog wird sich am Donnerstag auf den Weg dorthin begeben. Beim Sprintvierkampf-Bewerb in zwei Wochen zählt Herzog nun zum Favoritenkreis. "Die Medaille dort ist keinesfalls klar. Ich muss vier Rennen in zwei Tagen schaffen", bremst Herzog aufgrund der dichten Abfolge an Rennen die Erwartungen.

Denn beim Vierkampf werden innerhalb von nur zwei Tagen sowohl die 500, als auch die 1000-Meter gleich zweimal absolviert. Mit dieser geballten Ladung an Rennen hatte Herzog zuletzt oft Probleme, sie braucht mehr Regeneration.

Bei den Sprint-Europameisterschaften am zweiten Jänner-Wochenende in Klobenstein hatte sie den Spagat erstmals gut bewältigt und Gold geholt. Das gilt es nun, auch in den Niederlanden so umzusetzen. "Man stellt sich anders darauf ein", erklärte Trainer-Manager Thomas Herzog auf Nachfrage der APA. "Man versucht, die 500 nicht 100 Prozent zu laufen, sondern 98 oder 99 und versucht, so schnell wie möglich zu regenerieren."

Saisonkalender wird überarbeitet

Sorge bereitet ihm aber die dichte Abfolge der Top-Events. Zwischen EM und Sprint-WM liegen nur sechs Wochen. "Man muss im Jänner in Topform sein und im Februar in Topform sein. Daher bin ich froh, dass das die ISU (Weltverband, Anm.) im nächsten Jahr anders gestaltet und eine WM gestrichen wird." Sprint- und Mehrkampf-WM sollen dann zusammengezogen werden, in weiterer Folge könnte es sogar nur noch eine WM-Woche pro Saison geben.

Herzog sieht vor allem Saisondominatorin Nao Kodaira aus Japan als große Favoritin: "Die ist schwer zu biegen", sagte die Wahl-Kärntnerin bei der eben vorbeigegangenen Japanerin. Kodaira wurde in Inzell zweimal um weniger als eine Zehntel besiegt und wird wohl auf Revanche aus sein. Und im März geht es für Herzog noch beim Weltcup-Finale in Salt Lake City um den 500-m-Weltcup.

Mit der Konzentration auf 500 und 1.000 m ist Herzog in dieser Saison goldrichtig gelegen. Ob sie 2019/20 wie 2017/18 Ausflüge auf 1.500 m wagt, ist fraglich. "Ich kann schon 1500er fahren", erläuterte die Wahl-Kärntnerin. "Aber da wäre ein zehnter Platz sehr gut. Und das hilft mir nicht viel. Und der Massenstart ist viel zu lang." Thomas Herzog: "Da gibt es Semifinale und Finale - und das ist brutal. Vanessa hat im Massenstart eine Chance, aber nicht in der kurzen Abfolge."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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