Starke Zerkhold verpasst Snowboardcross-Finale hauchdünn
Die Niederösterreicherin führt zwischenzeitlich sogar im Semifinale. Gold geht an eine Australierin.
Österreichs einzige Teilnehmerin bei den Olympischen Spielen im Snowboardcross, Pia Zerkhold, ist am Freitag in Livigno auf dem starken fünften Rang gelandet.
Die 27-jährige Niederösterreicherin, die vor vier Jahren in Peking im Achtelfinale ausgeschieden war, kämpft sich bis ins Halbfinale, in dem sie kurzzeitig sogar führt. Als Dritte fehlen ihr letztlich nur ein paar Zentimeter auf das Finale.
Im kleinen Finale setzt sich die Niederösterreicherin am Ende wieder souverän durch. Gold holt die Australierin Josie Baff.
Am Tag nach dem Triumph durch Alessandro Hämmerle und Bronze durch Jakob Dusek ist Zerkhold von den Medaillen also gar nicht so weit weg. Nach den Rängen 6, 12 und 16 in der bisherigen Weltcupsaison schafft Zerkhold, der die lange Strecke mit anspruchsvollem Start liegt, ihr bestes Saisonergebnis zum Saisonhöhepunkt.
Viertelfinal-Zweite im Fotofinish
Zerkhold war als Siebente der Setzungsläufe gut in die Achtelfinalphase gekommen und gewinnt dann ihr ersten Heat sicher.
Im Viertelfinale geht sie nach starkem Start zunächst klar in Führung, doch erst im Fotofinish wird sie dann hinter der Französin Lea Casta aber eben hauchdünn vor der Deutschen Jana Fischer noch Zweite.
Für Zerkhold sind die Spiele jetzt aber noch nicht vorbei, denn am Sonntag (13.45 Uhr) steht der Mixed-Bewerb auf dem Programm. Noch nicht sicher ist, ob sie diesen mit Olympiasieger Hämmerle oder mit Dusek in Angriff nimmt. Der Vorarlberger Hämmerle klagte zuletzt über eine Verkühlung und wollte noch zuwarten.