ÖSV-Abfahrer enttäuschen bei Kilde-Doppel

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Der erste große Klassiker des Weltcup-Winters - die Abfahrt auf der Saslong in Gröden - endet ohne ÖSV-Podestplatz.

Aleksander Aamodt Kilde gewinnt bei Top-Bedingungen nach einer starken Fahrt vor allem im Bereich der Ciaslat 0,22 Sekunden vor dem US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle sowie Beat Feuz (SUI/+0,54) und macht das Gröden-Doppel perfekt.

Österreichs Abfahrer können nicht um die Spitzenplätze mitmischen. Max Franz, der sich im Training stark präsentierte und 2016 auf der Saslong gewann, wird als bester ÖSV-Läufer Neunter (+0,98). Matthias Mayer landet nach einer Schrecksekunde nach den Kamelbuckeln, wo er vor drei Jahren schwer stürzte, auf Rang zehn (+1,05). Vincent Kriechmayr belegt Rang 13 (+1,43).

Daniel Hemetsberger fährt auf Platz 26, Otmar Striedinger, zuletzt in Val d'Isere Zweiter, muss sich mit Platz 30 begnügen. Hannes Reichelt verpasst die Top 30.

Für Kilde, der am Freitag bereits den Super-G gewann, ist es der zweite Abfahrts-Sieg in Gröden in Folge. Der Norweger gewann 2018 vor Franz, 2019 musste die Abfahrt abgesagt werden. Kilde übernimmt damit auch die Führung im Gesamtweltcup, den er im Vorjahr gewann.

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Kilde: "Mein Skifahren ist besser"

24 Stunden nach seinem ersten Saisonsieg fuhr Kilde den zweiten "Hunderter" ein und übernahm damit auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung. Im Vorwinter hatte dem Norweger ein Sieg genügt, um die große Kristallkugel zu ergattern.

"Mein Skifahren ist besser, auch der Speed ist da", sagte Kilde nach seinem sechsten Weltcupsieg. "Und ich bin ein Jahr älter. Alles passt einfach", freute sich der 28-Jährige, für den es ebenfalls schon am Sonntag mit dem Riesentorlauf in Alta Badia weitergeht.

Franz: "Ist nicht aufgegangen"

Franz konnte sich über seine Position als bester Österreicher nicht wirklich freuen. "Ich habe alles probiert und hab mich voll reingehaut. Aber oben war es schwierig, dabei zu sein und unten habe ich zu viel gewollt", erklärte der Kärntner im ORF-Fernsehen.

Die wegen der wechselnden Lichtverhältnisse in Gröden oft wichtige Startnummer habe aber diesmal offenbar keine allzu große Rolle gespielt. "Schade. Das was ich mir vorgenommen habe, ist nicht ganz aufgegangen. Ich hätte ab der Mauer besser fahren können."

Mayer mit Schrecksekunde

Mayer sorgte für eine Schrecksekunde, als es ihm genau an der Stelle, an der er sich einst bei einem Sturz einen Rückenwirbel gebrochen hatte, einen Ski verschnitt. "Ich wollte es in Hocke durchziehen, hab's aber eh noch ganz gut abgefangen und auch noch halbwegs eine Zeit gerettet", erklärte der Doppel-Olympiasieger.

Für ihn sei Gröden einfach nicht das Lieblingsrennen. "Ich muss hier immer über mein Limit gehen, um schnell zu sein. Deshalb passiert immer was bei mir hier."

In Bormio werde es kurz vor dem Jahreswechsel sicher besser laufen, ist Mayer überzeugt. Zuvor bestreitet der Kärntner am Sonntag aber wie Kilde noch den Riesentorlauf in Alta Badia.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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