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Platz 3! Irre Feller-Aufholjagd bei Nightrace

Aus der Quarantäne aufs Podest! Feller-Show beim Slalom in Schladming:

Platz 3! Irre Feller-Aufholjagd bei Nightrace Foto: © GEPA

Manuel Feller rettet die Ehre von Österreichs Slalom-Herren beim Nightrace in Schladming - und wie!

Nach dem ersten Slalom-Durchgang nur auf dem 28. Platz riskiert der frisch aus der Quarantäne kommende Fieberbrunner im zweiten Durchgang alles und verbessert sich mit einem wilden Ritt um 25. Plätze auf Rang 3 - damit ist er der mit Abstand beste ÖSV-Fahrer auf der Planai.

"Von der Couch" aufs Podest

"Dass das so ausgeht, ist fast nicht zu glauben. Das ist ein Wahnsinn", jubelte ein entkräfteter Feller im ORF. "Mit dem Rücken zur Wand" habe es für ihn "nur noch eine Devise gegeben: Vollgas." Dabei haderte der Tiroler nach Platz 28 im ersten Lauf noch mit seiner "sehr schwierigen Situation".

Der Olympiastarter, der am Samstag den Kitzbühel-Slalom wegen eines positiven Covid-Tests verpasst hatte, hatte erst am Dienstag auch von der Behörde grünes Licht für einen Start bekommen. "Es ist einfach schwierig, von der Couch auf so einen schweren Hang zu gehen", sagte Feller.

Marco Schwarz, als 24. des ersten Durchgangs der einzige Österreicher neben Feller, der sich für den zweiten Durchgang qualifiziert, landet schlussendlich auf Rang 17. Der Rest des Teams scheitert bereits im 1. Durchgang.

Ergebnis des 2. Slaloms in Schladming>>>

Sieg für Strasser - Halbzeitleader out

Den Sieg sichert sich überraschenderweise als erster Deutscher in Schladming Linus Strasser, der von Platz sechs zum Sieg fährt. Am Ende weist er 0,03 Sekunden Vorsprung auf den norwegischen Youngster und Sensationsmann Atle Lie McGrath auf. Henrik Kristoffersen (NOR/+0,42) muss sich mit Platz vier begnügen. Der zur Halbzeit Führende Schwede Kristoffer Jakobsen wird für sein Risiko im ersten Lauf belohnt, scheidet aber nach wenigen Fahrsekunden im zweiten Durchgang aus.

Einige Top-Läufer kommen mit den Verhältnissen auf der Planai nicht zurecht. Kitzbühel-Sieger Dave Ryding (GBR) wird etwa nur 20., Ramon Zenhäusern (SUI) 18. und Clement Noel 9.

Die weiteren Österreicher: Johannes Strolz beginnt stark, scheidet aber mit Top-Zwischenzeit im ersten Lauf aus. Der Adelboden-Sieger bekommt im Steilhang kurz Rücklage und fliegt ab. Fabio Gstrein fädelt im Steilhang ein, auch Dominik Raschner fädelt ein. Marc Digruber und Joshua Sturm verpassen die Final-Quali.

Siegerliste des Nightrace>>>

Stimmen zum Nightrace:

Linus Strasser: "Umso schöner, dass es mir hier so aufgegangen ist. Der Podestplatz in Adelboden war sehr wichtig. Dann war Wengen ein Knackpunkt - weil ich extrem gut gefahren bin, aber dann der Einfädler. Heute habe ich im 1. Durchgang schon gemerkt, dass es gut geht - dass dann der 1. Sieg rausschaut, ist unglaublich."

Atle Lie McGrath: "Ich finde keine Worte! Die letzten Woche waren sehr schwer für mich. Wengen und Kitzbühel waren schlecht. Ich hatte heute eigentlich kein Selbstvertrauen. Der 1. Lauf war dann gut - der 2. Lauf war auch gut. Und dann war es ein Podestplatz. Lucas Braathen, ein guter Freund von mir, war in Wengen und Kitzbühel stark - das war Motivation für mich."

Manuel Feller: "Mit den ganzen Umständen war das heute unglaublich schwierig. Nach dem 1. Durchgang habe ich mir schon gedacht: Das gibt's ja nicht - fahrt's mich raus. Ich will da gar nicht mehr rauf. Es war im Finale mit dem Rücken zur Wand. Der Lauf ist mir mehr gelegen, weil mehr Radius drin war. Die Nummer 3 war wieder nicht ideal - man hat gesehen, dass man mit höheren Nummern oben mehr ziehen konnte. Dass es so ausgeht - ein Wahnsinn. Mit der Aufholjagd - das war Wahnsinn. Dann war es top 10, Top 5. Und dann der Einfädler vom Führenden. Jeder kennt das in Schladming - wenn man da oben steht. Ich hab dann gewusst: Die Chance ist da. Aber man wünscht niemandem einen Ausfall - lieber bin ich schneller, als die anderen."

Marco Schwarz: "Ich versuche alles, das ganze Team versucht alles. Aber es geht nicht leicht von der Hand. Heute war der Druck ein bisserl von mir weg - aber ich habe es nicht ganz so umsetzen können, wie ich mir das vorgestellt habe."

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