Mayer nach Sieg: "Es nimmt den Druck"

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Für Matthias Mayer ist sein erster Saisonsieg im Super-G in Lake Louise gleich in mehrerer Hinsicht eine Bestätigung.

Der 29-jährige Kärntner fuhr seinen insgesamt sechsten Weltcup-Erfolg mit einem neuen Schuhmodell heraus. Die Umstellung ist im Sommer erfolgt, wie jetzt erst bekannt wird. "Er hatte eine gute Vorbereitung, hat auf den neuen Schuh vertraut", berichtet Head-Rennsportleiter Rainer Salzgeber. "Der Sieg war jetzt natürlich eine Bestätigung für ihn."

Mayer weiß, dass er sich mit dem Sieg in Kanada früh in der Saison für den weiteren Verlauf des Winters einen guten Dienst erwiesen hat. "Es nimmt den Druck, das ist ganz wichtig. Alles, was man an Ergebnissen hat, ist schon einmal da."

Das gilt natürlich auch in Hinsicht auf die ÖSV-Equipe.

Kriechmayr: "Mothl war gewaltig"

"Wir haben uns im Training sehr gut präsentiert, auch in der Vorbereitung. Wir haben gewusst, wir sind sehr schnell", wies etwa Vincent Kriechmayr auf die gute Verfassung der ÖSV-Abteilung hin. "Es war sehr wichtig, dass zumindest einer seine Leistung zu 100 Prozent auf den Punkt bringt. Das hat der Mothl (Mayer, Anm.) gemacht, das war wirklich gewaltig."

Der 28-Jährige konnte aber auch mit seinem dritten Platz (+0,49 Sek.) gut leben. "Podium ist immer super. Ich habe wirklich eine gute Fahrt gemacht", erklärte Kriechmayr. "Die 9/100 haben mich angezipft (Rückstand auf Paris), aber die halbe Sekunde (Rückstand auf Mayer) weiß ich nicht, wo ich die suchen soll. Es wird eine spannende Saison, man darf nicht nachlassen."

Max Franz hingegen wurde durch Rang elf nicht restlos zufriedengestellt: "Ab der Hälfte hat mir ein bisschen die Überzeugung gefehlt." Der Kärntner hatte sich in der Abfahrt am Rücken ein bisschen verrissen und mit dieser Verletzung auch im Super-G zu kämpfen. Franz sprach von einer muskulären Geschichte, gab sich allerdings zuversichtlich: "Wir werden das schon wieder hinbringen."

Am besten schon in den nächsten Tagen, denn an Wochenende steht beim Klassiker in Beaver Creek bereits das nächste Speed-Doppel auf dem Programm.

Nun wartet die Birds of Prey

Der Tross machte sich recht bald nach dem Super-G auf den Weg, denn schon am Freitag geht es auf der Birds of Prey um Weltcup-Punkte. Diesmal macht der Super-G den Anfang, der Samstag ist wieder für die Abfahrt reserviert, die Nordamerika-Tournee wird am Sonntag mit einem Riesentorlauf abgeschlossen.

Mayer hat für alle drei Rennen geplant, er sprach daher von einer anstrengenden Woche, die da auf ihn wartet.

Kriechmayr wiederum freut sich besonders auf die Rennen in Colorado. "In Beaver Creek habe ich mein erstes Rennen gewonnen. Ich bin ganz gut drauf, aber da sind wieder andere Qualitäten gefragt", erläuterte der ÖSV-Athlet.

"Es ist ein bisschen technischer, anspruchsvoller. Da muss man extrem am Limit sein, wenn es so schwierig ist. Es ist eine coole Strecke, die Birds of Prey, ich freue mich irrsinnig darauf."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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