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Olympia: So geht Hirscher die Gold-Mission an

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Mit seinem 55. Weltcupsieg beim Riesentorlauf in Garmisch-Partenkirchen krönte sich Marcel Hirscher zum erfolgreichsten österreichischen Skifahrer aller Zeiten.

"Das ist natürlich sagenhaft. Ich kann es gar nicht fassen. Wenn man von 1 bis 55 zählt - das dauert ziemlich lange. Wenn man dann die Rennen gewinnen soll von 1 bis 55, dauert das auch zehn Jahre", sagt der Salzburger über den nächsten Meilenstein in seiner Karriere. >>>Ewige Bestenliste

Der sechsfache Gesamtweltcup-Sieger zeigt sich in der Stunde des Sieges vor allem dankbar: "Es heißt, dass ich zehn Jahre keine große Verletzung gehabt habe, so ein Superteam um mich herum habe, und dass eigentlich alles so rennt, wie man es sich vorstellt."

Mit den Olympischen Spielen in PyeongChang steht ein großes Ziel unmittelbar bevor. Die Mission Gold beginnt.

"Es wird meine Karriere nicht großartig verändern. Ich werde alles geben, aber da muss so viel zusammenpassen."

Hirscher über die Gold-Mission

Es ist gut möglich, dass Hirscher neben seinen Spezialdisziplinen Slalom und Riesentorlauf auch in der Kombination antreten wird: "Über die Kombi bei Olympia reden wir noch, aber die Tendenz ist eher positiv als negativ. Denn eine kleine Chance ist da - und Chancen muss man nützen."

Wie schwierig der Sieg in Garmisch zu erreichen war und wie seine Herangehensweise für Olympia lautet, verrät er im Inteview.

>>>Endergebnis RTL in Garmisch-Partenkirchen

Frage: Sie haben gesagt, dass Sie unten den Fehler gemacht haben, weil Sie die letzten Tore nicht besichtigt haben. Ist das korrekt?

Hirscher: Ich habe mir das schon angeschaut bei der Besichtigung. Aber während der Leif Kristian Nestvold-Haugen mit Nummer eins gefahren ist, habe ich mir gedacht, ich gehe schon mal ins Starthaus rein, um dann nicht einen Stress zu bekommen. Da hätte ich mir fast die Finger verbrannt. (Hirscher hatte Startnummer drei/Anm.)

Frage: Was macht diesen Riesentorlauf so schwierig?

Hirscher: Sicherlich das Gelände, das schon sehr stark variiert. Es ist nicht kontinuierlich, sondern es hat sehr viele Geländekorrekturen, es hängt einmal auf die eine, dann auf die andere Seite, dann geht es fast bergauf. Es ist wirklich ein sehr anspruchsvolles Gelände, speziell der Steilhang und das lange Flachstück, wo man sehr viel gewinnen und verlieren kann.

Frage: Der "Freie Fall" - ist das eine Passage, die genau den Hirscher-Zuschnitt hat?

Hirscher: Ich weiß es nicht. Ich fühle mich da generell wohl. Das Gelände ist sehr ähnlich zu dem Gelände, wo ich normalerweise trainiere, von dem her fühle ich mich da recht wohl.

Frage: Viele sehen schon vorher, dass Sie heuer zum siebenten Mal den Gesamtweltcup gewinnen werden. Aber es fehlt die Olympia-Goldmedaille. Wie gehen Sie das jetzt an?

Hirscher: Natürlich bin ich zu den letzten beiden Olympischen Spielen gefahren, um Gold dort zu machen. So ehrlich muss man sein. Jeder, der zu den Spielen fährt, will eine Medaille machen. Aber ich werde mich deswegen nicht verrückt machen, wenn das nicht funktioniert. Es wird meine Karriere nicht großartig verändern. Ich werde alles geben, aber da muss so viel zusammenpassen. Man hat ja gar keine Möglichkeit, dass man sich großartig darauf speziell vorbereitet. Man ist da schon sehr abhängig von den Gegebenheiten. Persönlich sollte man auch einen guten Tag haben. Also ich sehe das eher gelassen.


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