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Franzoni und Wengen: Erst Hubschrauber, heute Premierensieg

Vom Fangnetz auf das oberste Treppchen: Giovanni Franzoni feiert in Wengen ein unglaubliches Schicksals-Comeback. Die Story zum emotionalen Sieg!

Franzoni und Wengen: Erst Hubschrauber, heute Premierensieg Foto: © GEPA

Der 16. Jänner 2026 ist im Lebenslauf von Giovanni Franzoni verewigt.

Mit einer entfesselten Fahrt sicherte sich der 24-Jährige in Wengen seinen ersten Sieg im Weltcup und verblüffte damit die Konkurrenz.

„Das ist absolut unglaublich“, zeigte sich der Shootingstar im Zielraum überwältigt. Dass dieser Triumph ausgerechnet am Lauberhorn gelang, verleiht der Geschichte eine fast filmreife Note.

2023 im Rettungshubschrauber - heute am obersten Podest

Der Erfolg hat für den Mann vom Gardasee einen tiefen emotionalen Hintergrund. Im Jänner 2023 erlebte der dreifache Junioren-Weltmeister in Wengen den dunkelsten Moment seiner Laufbahn: Ein schwerer Sturz im „Canadian Corner“ endete mit einer massiven Oberschenkelverletzung und dem Abtransport im Rettungshubschrauber.

Es folgte eine monatelange Rehabilitation und eine harte Zeit des Zweifels.

Sturz sorgte für Mentalitätsänderung

Nach seinem Sieg blickte Franzoni auf diese Phase zurück: "Nach meinem Sturz hat sich eine Sache geändert: Ich versuche, jedes Rennen zu genießen.“

Dass er den Grundstein für seinen heutigen Erfolg ausgerechnet dort legte, wo einst seine Karriere am seidenen Faden hing, ist für ihn kein Zufall: "Heute habe ich den Unterschied genau dort gemacht, wo ich vor drei Jahren gestürzt bin. Es ist, als hätte das Schicksal seine Hand im Spiel gehabt.“

"So clean, so easy“: Lob von Odermatt

Bereits in den Trainings hatte Franzoni aufgezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Dass er seine starke Form - er stand bereits im Dezember in Gröden auf dem Podest - nun in einen Sieg ummünzen konnte, beeindruckte selbst die Größen des Sports.

Dominator Marco Odermatt gratulierte dem Italiener noch im Zielraum respektvoll: "So clean, so easy.“

Für Franzoni ist die Schweiz ohnehin ein besonderes Pflaster: 2022 holte er hier seine ersten Weltcuppunkte, 2023 folgte das Drama und nun der große Triumph.

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