Shiffrin gewinnt nächsten Super-G - ÖSV geschlagen

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Eine Woche nach dem ersten Super-G-Sieg ihrer Karriere legt Mikaela Shiffrin nach und gewinnt auch den Super-G in St. Moritz.

Die US-Amerikanerin setzt sich 0,28 Sekunden vor Lara Gut-Behrami (SUI) und Tina Weirather (LIE/+0,42) durch und feiert ihren insgesamt 47. Weltcupsieg (Bestenliste>>>).

Die ÖSV-Damen verpassen die Spitzenplätze klar: Weltmeisterin Nicole Schmidhofer wird als beste Österreicherin Neunte (+1,74), Stephanie Venier Zehnte (+1,76). Conny Hütter landet auf Platz 15 (+1,96).

Tamara Tippler (21.), Ricarda Haaser (26.) und Mirjam Puchner (30.) sammeln ebenfalls Weltcup-Punkte.

Anna Veith, Ramona Siebenhofer und Stephanie Brunner scheiden aus.

Ergebnis des Damen-Super-G in St. Moritz >>>

Die dreifache Slalom-Weltmeisterin und Riesentorlauf-Olympiasiegerin Shiffrin hatte vergangenen Sonntag in Kanada erstmals einen Weltcup-Super-G gewonnen und war damit zur siebenten Fahrerin mit Siegen in allen fünf alpinen Kerndisziplinen aufgestiegen. Die 23-Jährige Amerikanerin hat zudem auch schon Parallel-Rennen gewonnen. Mit ihrem 47. Weltcupsieg hat Shiffrin nun auch die Österreicherin Renate Götschl (46) übertroffen.

Mikaela Shiffrin: "Ich habe im Super-G ein sehr gutes Gefühl aus Lake Louise mitgenommen. Ich bin sehr positiv mit meinem Material und meinem Skifahren. Es ist oft so: Manchmal hast du wirklich gute Zeiten, manchmal schlechte. Ich weiß, dass es nicht ewig so weitergehen wird - aber jetzt genieße ich es. In den schwierigen Passagen bin ich kontrolliert gefahren, die Abschnitte dazwischen bin aggressiv gefahren. Ein guter Mix war heute wichtig. Wenn es so läuft wie heute, dann liebe ich den Super-G. Aber ich hatte auch schon schwierige Super-G-Rennen."

Tina Weirather: "Ich war mit meiner Fahrt nicht ganz zufrieden, war eigentlich oft am improvisieren und habe nicht geschafft, das zu fahren, was ich besichtigt habe. Das schwierige war, dass wir alle das Tempo unterschätzt haben. Es war vom Lauf her sehr flüssig, daher ist man schnell zu den Sprüngen gekommen. Das haben viele - auch ich - unterschätzt."

ÖSV-Speedtrainer Roland Assinger: "Summasumarum war es ein sehr enttäuschendes Rennen heute. Vom Speed her war nur die Anna oben dabei. Ramona und Nici so halbwegs. Bei den anderen hat das Risiko gefehlt. Da müssen wir analysieren, woran es gelegen ist. Oben hat der Wind schon eine Rolle gespielt. Aber warum wir oben - bis auf Anna - geschlossen weit hinten sind, müssen wir analysieren. Ich denke, es haben drei Komponenten zusammenspielen: Kommunikation und Besichtigung, Risiko-Bereitschaft und Material. Aber wir dürfen nicht vergessen: Vor einer Woche hatten wir ein Bombenergebnis. Da sollten wir nicht wegen einem Rennen gleich wieder alles schlechtreden."

Anna Veith: "Ich war ein bisserl überrascht, dass es doch so weit gegangen ist. Ich habe versucht, von oben weg zu pushen - weil da kein Radius drinnen ist. Da zählt jeder Zentimeter - aber das war wohl zu viel. ich glaube, ich bin von der Kurve davor zu spät fertig geworden - dann hatte ich keine Zeit mehr zum Drücken."

Nicole Schmidhofer: "Es wäre sicherlich einiges mehr auf Zug gegangen. Aber man hat jetzt bei der Viki Rebensburg gesehen, dass die oben schon viel verloren hat. Vielleicht war es oben runter jetzt nicht mehr so schnell."

Stephanie Venier: "Ich war schon sicher in dem, was ich heute mache. Oben habe ich schon den ersten Bock geschossen. Dann habe ich mir gedacht, jetzt muss ich alles riskieren. Oben war ich einfach zu gerade. Den Steilhang habe ich ganz gut getroffen, aber nützt nichts."

Cornelia Hütter: "Beim vierten oder fünften Tor hat es mich hinten reingedrückt - da habe ich mich überhaupt nicht mehr ausgekannt. Da hat das Knie nachgegeben - das verunsichert natürlich. Ich habe alles probiert, um das hinzubekommen. Aber es waren wohl ein, zwei Tage zu wenig."

Ramona Siebenhofer: "Ich glaub, ich war ein bisserl zu direkt. Ich habe gedacht, ich kann den Ski schon laufen lassen - dann ist eine Welle gekommen, mich hat es rausgedrückt. Da war dann der neue Schnee und das nächste Tor ist sich nicht mehr ausgegangen. Schade, weil ich eigentlich schnell war. Ich weiß, dass ich schnell bin. Und das ist mir lieber, mit einer risikofreudigen Fahrt auszufallen als Rückstand zu haben und nicht zu wissen, warum..."

Textquelle: © LAOLA1.at

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