10. Saisonsieg! Shiffrin deklassiert Konkurrenz

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Was für eine Machtdemonstration von Mikaela Shiffrin!

Die 23-jährige US-Amerikanerin gewinnt überlegen den RTL in Kronplatz und jubelt in Südtirol über ihren schon 10. Saisonsieg, den insgesamt bereits 53. Weltcup-Erfolg. Bestenliste >>>

Die Gesamtweltcup-Gewinnerin der letzten beiden Saisonen triumphiert im fünften von acht Riesentorläufen im WM-Winter 1,21 Sekunde vor Tessa Worley (FRA) und Marta Bassino (ITA/1,57).

Beste des durch Verletzungen arg gebeutelten ÖSV-Damenteams ist Ricarda Haaser (+2,97) als Achte.

Die 25-jährige Tirolerin schafft mit einer engagierten Fahrt eine weitere Top-Ten-Platzierung, auch wenn sie sich als Achte des 1. Durchgangs eine Verbesserung des Resultats aus dem 1. Lauf erhoffte.

Shiffrin: "Habe mich im RTL noch nie so gut gefühlt"

Shiffrin, die als Halbzeit-Leaderin mit 1,39 Sekunden Vorsprung ins Finale startet, deklassiert die Gegnerinnen auch im 2. Lauf mit zweitbester Zeit.

Shiffrin ist zur Halbzeit des WM-Winters (19 von 37 Bewerben sind absolviert) drauf und dran zum dritten Mal in Folge die große Kristallkugel zu holen. Die US-Amerikanerin liegt nach ihrem insgesamt achten "Riesen"-Sieg, dem zweiten der Saison, mit 1394 Punkten im Weltcup klar vor Vlhova (898 Zähler).

Eine Woche davor hatte Shiffrin nach Halbzeitführung beim Slalom in Flachau noch ihre Müdigkeit mitverantwortlich dafür gemacht, dass sie in Salzburg den Sieg an Petra Vlhova verloren hatte. Offenbar hat sich die junge Amerikanerin seitdem sehr gut erholt, denn beim vorletzten Riesentorlauf vor der WM gelang ihr in Südtirol auf der steilen und eisigen Piste "Erta" ein nahezu perfekter erster Lauf. Die zweitbeste Zeit hinter Worley in der Entscheidung reichte ihr dann problemlos zum überlegenen nächsten Triumph.

"Heute war fast alles perfekt", sagte die Amerikanerin, der mit neuen Skischuhen zunächst ein wahrer Fabellauf gelungen war. "Es ging so leicht dass ich schon dachte, ich habe nicht genug gepusht", gestand die 23-Jährige zur Halbzeit im ORF-Fernsehen und sprach von ihrem wahrscheinlich besten Riesentorlauf-Durchgang überhaupt. "Ich habe mich im Riesentorlauf noch nie sogut gefühlt."

Shiffrin fehlt noch ein Sieg auf Maier

Im zweiten nahm sie dann klarer Weise nicht mehr letztes Risiko. "Ich wollte nichts Verrücktes mehr machen und meine Führung verteidigen", erklärte Shiffrin, die bei den Damen die Technikrennen dominiert wie bei den Herren Atomic-Markenkollege Marcel Hirscher.

Auch an einem anderen Österreicher misst sich Shiffrin längst. Auf Hermann Maiers 54 Weltcupsiege fehlt ihr nun nur noch ein einer. Sie fahre aber nicht mit Blick auf Rekorde. "Sondern um Podiums und Siege", sagte die Olympiasiegerin, die als erste nun in der WM-Saison zwei Riesenslaloms gewonnen hat und damit auch in der Disziplinen-Wertung vor Worley knapp die Führung übernommen hat.

In der Gesamtwertung liegt sie fast 500 Punkte vor Vlhova in Front. Bei den kommenden Speed-Rennen in Cortina d'Ampezzo wird Shiffrin nur die Abfahrtstrainings und den Super-G bestreiten und danach über ihr WM-Programm entscheiden.

Licht und Schatten bei ÖSV-Damen

Bei Österreichs RTL-Damen waren die Erwartungen am Kronplatz niedrig gewesen, nachdem man mit Stephanie Brunner und Anna Veith die beiden verletzten Besten vorgeben hatte müssen. Das kleine Siebener-Team schrumpfte dann auf vier, weil sich neben Nadine Fest und Julia Scheib auch Slalom-Spezialistin Katharina Liensberger mit einem verkorksten Lauf nicht für die Entscheidung qualifizieren konnte. "Ich bin überhaupt nicht ins Fahren gekommen. Es lag aber nur an mir", sagte die Vorarlbergerin.

Eva-Maria Brem hingegen sorgte als 16. und damit zweitbeste ÖSV-Dame zur Halbzeit hinter Haaser für einen zumindest kleinen Lichtblick. Am Ende wurde die einstige Sieg-Läuferin aus Tirol unmittelbar vor Geburtstagskind Katharina Truppe 24. "Zumindest habe ich probiert zu riskieren und mir deshalb nichts vorzuwerfen", sagte Brem.

Bernadette Schild legte nach einem misslungenen ersten Durchgang im Finale etwas nach. "Im ersten Durchgang dachte ich, dass es eisiger ist. Zumindest war der zweite dann nicht ganz so daneben wie der erste", sagte die Salzburger Slalom-Spezialistin nach Platz 17 und neuntbester Laufzeit.

Haaser durfte sich bei der dritten Auflage der für einen Wochentag wieder erstaunlich gut besuchten Kronplatz-Rennen über ihren zweiten Top-Ten-Platz in Folge freuen, nachdem sie kurz vor dem Jahreswechsel am Semmering sogar Siebente gewesen war. Dabei war die Tirolerin nicht ganz gesund angetreten. "Die Platzierung nehme ich deshalb sehr gerne", sagte Haaser. "Denn es ist wieder nicht alles aufgegangen. Die letzte Konsequenz der Ersten geht mir noch ein bissl ab. Daran muss ich arbeiten und mich verbessern."

Ergebnis des RTL in Kronplatz >>>

Textquelle: © LAOLA1.at

Nach Verletzung: Anna Veith spricht über Zukunft

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