"Wusste nicht, ob ich auf dieses Level zurückkommen kann"
Die Rückkehr in den Weltcup gestaltete sich schwierig. Eine Rückenverletzung und die Coronavirus-Pandemie verhinderten die gewohnte Vorbereitung auf den Winter.
Bei der ohnehin als selbstkritisch bekannten Shiffrin kamen Selbstzweifel auf. "Ich wusste nicht, ob ich wieder auf dieses Level zurückkommen kann", erklärt sie nach dem Courchevel-Sieg. "Auch nachdem ich es im ersten Lauf geschafft habe, war ich mir nicht sicher, dass ich diese Einstellung für den 2. Lauf halten kann. Es braucht so viel Energie, sich so zu fokussieren. Ich bin sehr stolz auf meine Leistung und mein Skifahren."
Den Sieg widmet sie ihrem Umfeld: "Dieser Sieg ist für meine Mum, mein Team, alle um mich herum. Ich bin heute nicht alleine gefahren. Mir haben so viele Leute Kraft gegeben."
"67. Sieg klingt unwirklich"
Dass sie in der ewigen Bestenliste mit Marcel Hirscher gleichgezogen hat, war für die US-Amerikanerin nicht wirklich Thema: "Ich habe mich nicht mit den Zahlen beschäftigt. Aber 67. Sieg klingt so unwirklich - es fühlt sich heute eigentlich an wie mein erster."
Für die 25-Jährige, die in ihrer Karriere bereits alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, war dieser Erfolg irgendwie ein Neustart.