ÖSV-Frauen mischen bei verkürztem Abfahrtstraining vorne mit
Die Österreicherinnen präsentieren sich beim Training in Zauchensee mannschaftlich stark. Nur eine Läuferin ist auf verkürzter Strecke schneller als Christina Ager.
PRESENTED BY
Das wegen Windes im oberen Teil verkürzte Abfahrtstraining in Altenmarkt-Zauchensee hat noch keine echten Aufschlüsse für das Weltcuprennen am Samstag gebracht.
Beim ersten Abtasten stellte die Deutsche Kira Weidle-Winkelmann am Donnerstag in 1:20,50 Minuten Bestzeit vor den Österreicherinnen Christina Ager (+0,39), Mirjam Puchner (+0,45) und Lena Wechner (+0,52) auf. Emily Schöpf (12.), Cornelia Hütter (17.) und Nadine Fest (20.) kamen weiters in die Top 20.
Die Hoffnung unter den Läuferinnen auf ein Training am Freitag über die ganze Strecke ist groß. "Das war sehr, sehr kurz und sehr, sehr langsam. Aber wir müssen froh sein, dass wir gefahren sind", sagte Puchner, für die Zauchensee neben St. Johann auch ein Heim-Skigebiet ist.
"Zauchensee ist eine Kindheitserinnerung zu Ostern. Wir sind Skifahren gegangen und haben Ostereier gekriegt. Das ist prägend gewesen", erinnerte sich die 33-Jährige.
Egger würde der Startschuss "reizen"
Magdalena Egger fand mit Startnummer drei nicht die besten Verhältnisse vor (+3,36). "Sie haben extrem viel Arbeit im Vorfeld gemacht. Der Stock ist super. Aber man hat gemerkt, dass das bissl Schnee von der Nacht noch darüberliegt. Nach der Startverschiebung stockt es schon ordentlich her. Ich gehe davon aus, dass die hinteren Startnummern schnelle Zeiten fahren werden."
Sie sei die ganze Abfahrt noch nie gefahren. "Der Startschuss würde mich schon reizen, der schaut schon cool aus. Den haben wir heute nicht einmal bei der Besichtigung runterfahren dürfen, was ein bissl schade war."
Nina Ortlieb war zuletzt erkrankt und drei Tage im Bett, sie hatte zuvor das letzte Mal am 28. Dezember trainiert. Der verkürzte Lauf sei ihr daher entgegengekommen, sie fühle sich überraschend gut (+2,00). "Das Tempo war ziemlich langsam. Es war doch im oberen Teil noch einiges an Neuschnee drinnen. Ich glaube, wir müssen uns da auf das Rennen hin schon noch einmal umstellen." Mit dem nach unten versetzten Start verliere die Strecke schon etwas an Attraktivität, merkte sie an.
Wieder bei den Rennen mit dabei ist ÖSV-Frauen-Cheftrainer Roland Assinger, der nach einer Schulteroperation seit Mitte Dezember gefehlt hatte.