Parallel-Riesentorlauf endet mit einer Sensation

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Die Weltcup-Premiere des Parallel-Riesentorlaufs der Damen in Sestriere endet am Sonntag mit einer Sensation.

Die Oberösterreicherin Elisa Mörzinger muss sich erst im Finale der Überraschungs-Siegerin Clara Direz geschlagen geben. Die Französin eliminiert auf dem Weg zu ihrem ersten Weltcup-Sieg unter anderem Mikaela Shiffrin. Für Mörzinger sind es die ersten Punkte in ihrem fünften Weltcup-Rennen.

Im Kampf um Platz drei setzt sich die Italienerin Marta Bassino gegen Landsfrau Federica Brignone durch.

Die Top-Favoritinnen Petra Vlhova (SVK/18.), Mikaela Shiffrin (USA/9.) und Wendy Holdener (SUI/10.) scheitern bereits 1/16- bzw. Achtel-Finale.

Für die neben Mörzinger noch qualifizierten ÖSV-Damen Katharina Liensberger (gegen Stjernesund/NOR), Katharina Truppe (Sturz im Duell gegen Direz) und Katharina Huber (gegen O'Brian/USA) ist im 1/16-Finale Endstation.

Der Weg ins Finale

Von den "Großen" schaffte es nur Federica Brignone ins Halbfinale - doch dann kam Mörzinger. Sie hatte bereits zuvor auch Sofia Goggia eliminiert. Erst im Finale wurde die ÖSV-Überraschung, erstmals im Rennverlauf auf dem wohl langsameren roten Kurs unterwegs, von Direz gestoppt.

"Es ist mega, mir fehlen die Worte, es ist voll emotional", sagte die aus Altenfelden (Mühlviertel) stammende Mörzinger im ORF. Gerührt, dankbar und um 80 Weltcup-Punkte reicher stand die Stams-Absolventin nach ihrem erst fünften Auftritt bei der Weltelite im Zielraum. "Danke an alle, die mich bis hier hin und hoffentlich auch weiter auf meinem Weg begleiten."

Mörzinger wollte ihre Konkurrentinnen in den direkten K.o.-Duellen erfolgreich ignoriert haben. "Ich habe versucht, mich nur auf mich zu fokussieren. Ich habe Nerven gezeigt." Das erstmals im Weltcup bei den Frauen erprobte Format liegt ihr. "Die engen Radien mit den Riesentorlaufski kommen mir zugute. Ich habe viel Spaß mit dem Modus."

Shiffrin-Kritik an Format und Kurssetzung

Shiffrin, die als Neunte abreiste, übte hingegen Kritik an Format und Kurssetzung. "Wenn man sich alle Mädchen anschaut, dann war der blaue Kurs immer schneller. Auf dem roten muss man viel präziser fahren und alle Risiken nehmen", sagte die US-Amerikanerin. Shiffrin wirkte einmal mehr in diesen frühen Tagen von 2020 säuerlich, nachdem sie im Achtelfinale an der späteren Siegerin (+0,13) gescheitert war.

"Der Bewerb macht Spaß, aber man muss noch feilen. Glück sollte nicht den Ausschlag geben, meinte Shiffrin. "Es war heute nicht mein Moment." Sie dürfte immerhin wohlwollend den Kurzauftritt ihrer schärfsten Widersacherin im Kampf um den Gesamtweltcup verfolgt haben. Vlhova, die Siegerin des Parallel-Slaloms von St. Moritz, zog bereits in der 1. Hauptrunde gegen Aline Danioth den Kürzeren und liegt weiter 249 Punkte zurück.

Liensberger "hat Speed gefehlt"

Liensberger kam nicht wie erhofft auf Zug. "Dann hat mir im Flachen der Speed gefehlt", sagte sie nach dem Out gegen Thea Luise Stjernesund gleich zum Auftakt. Am Vortag hatten die Österreicherinnen im Riesentorlauf eine schwere Schlappe erlitten. Liensberger war als 17. beste Heimische gewesen. "Ich glaube nicht, dass mich das in irgendeiner Hinsicht behindert hätte, heute war ein neuer Tag."

Franziska Gritsch, die im ersten Parallel-Saisonbewerb in St. Moritz noch Dritte geworden war, verpasste die Final-Qualifikation der besten 32 wie Eva-Maria Brem und Julia Scheib.

Die Technik-Spezialistinnen haben nun fast einen Monat Pause bis 15./16. Februar in Maribor. Die Speed-Asse fahren kommendes Wochenende in Bansko (BUL) eine Abfahrt (Samstag) und einen Super-G (Sonntag). Dasselbe Programm steht in den ersten beiden Februar-Wochen in Rosa Khutor (RUS) und Garmisch-Partenkirchen (GER) an.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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