"Man musste wirklich ans Limit gehen"
Als Dritte des 1. Durchgangs ging sie im Finale mit Nummer 28 ins Rennen. Vor ihr fielen viele Läuferinnen zum Teil weit zurück.
"Es war nicht einfach, es waren doch schon Spuren (auf der Piste; Anm.). Man hat wirklich ans Limit gehen müssen", analysierte die 23-Jährige. "Die Gisin hat das auch super gemacht - Gratulation von mir."
Liensberger bedankte sich bei ihrem Mentalcoach sowie ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. "Er hat mir geraten, einfach mit Herz zu fahren. Dann habe ich den Ski einfach gehen lassen und voll gepusht."
"Angstnummer" für Truppe
Truppe war trotz des Rückfalls auf Platz sechs zufrieden, hatte sie das Rennen doch mit ihrer "Angstnummer" 1 bestritten.
"Das ist bei der Premiere vor einem Jahr in Lienz dermaßen in die Hose (Platz 18, Anm.) gegangen. Deshalb habe ich diesmal schlecht geschlafen und war sehr nervös", freute sich die erleichterte Kärntnerin über ihr bestes Saisonergebnis nach zwei 7. Plätzen in Levi. "Trotzdem fahre ich noch immer ein bissl mit Handbremse."
Gisin beendet Schweizer Durststrecke
Siegerin Gisin holte nicht nur ihren ersten Weltcup-Sieg, sondern schrieb auch ein Stück Schweizer Skigeschichte. Bisher letzte Schweizer Slalom-Siegerin im Weltcup war Marlies Öster, die am 20. Jänner 2002 in Berchtesgaden gewonnen hatte.
"Jetzt werden wir nicht mehr darauf angesprochen", meinte die 27-Jährige in ihrer ersten Reaktion. "Ein absolut perfekter Tag - es gibt nicht viel mehr dazu zu sagen."
ÖSV wartet weiter auf Saisonsieg
Mit ihrem Premierensieg verlängert die Olympiasiegerin von 2018 die ÖSV-Durststrecke in dieser Saison. Auch nach 22 Rennen wartet die rot-weiß-rote Ski-Nation auf einen Sieg.
Die nächste Chance dazu haben die Herren in der Abfahrt von Bormio am Mittwoch. Ab 11:30 Uhr im LIVE-Ticker>>>