Liensberger: "Auch im Weltcup ganz oben stehen"

Liensberger: Foto: © GEPA
 

Bevor es zur finalen Woche nach Lenzerheide geht, machen die Ski-Damen noch einen Stopp in Aare.

Im schwedischen WM-Ort von 2019 ist am Freitag (13.30/16.30) und Samstag (10.30/13.45) ein Slalom-Doppel geplant.

In der Disziplinwertung ist alles offen, Mikaela Shiffrin holte mit dem Sieg am Samstag in Jasna auf die Slowakin Petra Vlhova auf, ist bei noch drei ausstehenden Rennen nur noch 45 Zähler hinter dieser, Katharina Liensberger fehlen 70.

Das Ziel der Weltmeisterin ist, "auch im Weltcup einmal ganz oben zu stehen." In Aare bieten sich der Vorarlbergerin zwei Chancen, eine weitere folgt beim Finale in Lenzerheide.

Lockerere Regeln in Aare - aber nicht im Weltcup

Der Internationale Skiverband zieht auch in Aare sein strenges Hygienekonzept durch, die Corona-Maßnahmen vor Ort sind aber nicht vergleichbar mit jenen in Mitteleuropa. Der Ski-Tourismus ist voll im Gange und die Restaurants sind geöffnet.

Vor einem Jahr war der Tross umsonst nach Aare gereist, die drei angesetzten Rennen wurden abgesagt, weil Personen aus dem Sponsor-Unterstützer-Team wegen Coronavirus-Symptomen unter Quarantäne gestellt worden waren. Die Saison war damit beendet, die Italienerin Frederica Brignone gewann den Gesamtweltcup mit 153 Punkten Vorsprung auf Shiffrin.

Duell um Gesamtweltcup

In der Gesamtwertung spielen diese beide heuer nur noch in der Theorie eine Rolle: Es führt die Schweizerin Lara Gut-Behrami mit 1.256 Punkten vor Vlhova (1.220) und Michelle Gisin (SUI/969).

Im Normalfall wird Vlhova also als Weltcupführende nach Lenzerheide reisen und dort auf möglichst viele Punkte in den beiden Speedbewerben hoffen müssen. Für Shiffrin geht es noch um ihre siebente Slalomkugel.

Außerdem könnte sie zu Legende Ingemar Stenmark aufschließen bzw. ihn überholen. Der Schwede hält den Rekord an Disziplinsiegen, er gewann 46 Riesentorläufe, Shiffrin bisher 45 Slaloms.

Liensberger hat ihr "Rezept" parat

Am Donnerstag blies den Damen in Aare starker Wind um die Ohren, das Hangfahren wurde abgesagt. Für Liensberger ändert dies nichts, sie weiß, was sie zu tun hat. "Es ist ein sehr schöner Hang, es sind ein paar Wellen drinnen, da heißt es gut mitgehen, gut drüberstehen über dem Ski und die Ski laufen zu lassen."

Ziel der Weltmeisterin ist es freilich, "auch im Weltcup einmal ganz oben zu stehen". Die Goldmedaille verändere nichts, es gehe immer ums Gleiche. "Schnellstmöglichst vom Start bis in Ziel zu kommen. Egal was war, es beginnt immer von null."

Kugel als "großer Traum"

Als Vierte in Jasna war sie nach drei zweiten und zwei dritten Plätzen erstmals in diesem Winter im Slalom nicht auf das Podest gekommen. Die Kristallkugel hat die 23-Jährige trotzdem noch nicht abgeschrieben.

"Das ist der große Traum. Aber das kann nur gelingen, wenn ich mich auf mich konzentriere und versuche, das Optimum rauszuholen." Deshalb schickt sie eine Kampfansage ich Richtung Vlhova und Shiffrin. "Schnell, gefühlvoll, harmonisch und dynamisch Ski fahren. Volle Power und Attacke."

Ihre guten Halbzeitränge in Jasna nicht bestätigt haben Chiara Mair (Rückfall von 7 auf 19), Katharina Huber (Ausfall nach Halbzeitrang 8) und Franziska Gritsch (von 11 auf 21). Nur die Top 25 sind für das Weltcupfinale qualifiziert, neben Liensberger (3.) und Mair (6.) hat wohl auch Huber (14.) das Lenzerheide-Ticket fix in Händen.

Gritsch (25.) und Katharina Gallhuber (28.) benötigen noch Punkte in Aare. Ihre Saison bereits beendet hat Katharina Truppe wegen einer Bauchmuskelverletzung.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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