Gallhuber: "Möchte als Favoritin gezählt werden"

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"Es war wie in einem Traum."

Katharina Gallhubers Augen leuchten noch immer, wenn sie an die Olympischen Spiele im Februar 2018 zurückdenkt.

In Pyeongchang fuhr die Niederösterreicherin sensationell zu Bronze im Slalom und nahm auch noch Silber im Teambewerb mit nach Hause. "Das alles habe ich erst später realisiert", erzählt die 21-Jährige.

Ihr Leben habe sich nach Olympia geändert, meint Gallhuber. "Es gab so viele Termine, das habe ich davor nicht gekannt. Ich musste abschätzen, was wichtig und möglich ist, damit das Training nicht vernachlässigt wird. Daher musste ich auch lernen, Nein zu sagen. Aber man muss es positiv sehen: Umso mehr Anfragen, umso erfolgreicher war die Saison."

Im Weltcup war Gallhuber in ihrer Paradedisziplin Slalom bisher sieben Mal in den Top Ten, aber noch nie besser als Fünfte.

Die vergangene Saison beendete sie als Siebente im Slalom-Weltcup, was eine deutliche Steigerung zu ihren ersten beiden Jahren im Weltcup (33. und 32., Anm.) bedeutete.

"Dann ist man auch von A nach B schnell"

"Natürlich möchte ich dort anschließen, wo ich voriges Jahr aufgehört habe. Ich denke aber nicht so ergebnis-orientiert. Ich möchte mich einfach aufs Skifahren konzentrieren und mich jeden Tag im technischen Bereich weiterentwickeln. Wenn das Fahrerische passt, ist man auch von A nach B schnell", sagt die Senkrechtstarterin vom Hochkar.

"Natürlich möchte ich aufs Podest fahren, es wäre super, wenn der Stockerlplatz kommt. Ich möchte an der Spitze Fuß fassen und auch einmal als Favoritin gezählt werden."

Das große Ziel für die WM-Saison hat Gallhuber klar vor Augen: "Natürlich möchte ich aufs Podest fahren, es wäre super, wenn der Stockerlplatz kommt. Ich möchte an der Spitze Fuß fassen und auch einmal als Favoritin gezählt werden."

Die Nachfolgerin von Kathrin Zettel, die ebenfalls aus Göstling an der Ybbs stammt, zählt sich nämlich trotz Olympia-Medaille selbst noch nicht zu den Mitfavoritinnen. "Nachdem ich erst einmal auf dem Podium war, gehöre ich für mich da absolut nicht dazu. Aber ich setze alles daran, dass sich das ändert."

Gallhubers Körper verlangte eine Pause

Auf dem Weg an die Spitze wurde Gallhuber in diesem Sommer zunächst von einer Verletzung ausgebremst. Ein Ermüdungsbruch und ein Knochenmarksöden im linken Mittelfuß zwangen sie zu einer Pause.

"Die Verletzung ist aufgrund der Überbelastung schleichend gekommen. Ich habe meinem Körper sicher zu wenig Pause gegeben, da hat er sich gemeldet. Das ist zwar eine Kleinigkeit, aber ich habe zwei Monate gebraucht, bis es komplett ausgeheilt war. Das hat sich bis Ende August gezogen, danach war ich das erste Mal wieder auf Schnee", erzählt Gallhuber.

Aufgrund der Verletzung verpasste sie das ÖSV-Trainingscamp in Neuseeland, was aber halb so schlimm gewesen sei. "Ich bin eh eine Spät-Starterin und habe in der Vorbereitung normal immer zu kämpfen. Heuer hat das nach der Verletzung gut funktioniert. Man merkt nicht, dass mir Neuseeland abgeht", so Gallhuber.

"Es muss irgendwo in mir stecken"

Derzeit bereitet sie sich mit dem ÖSV-Slalomteam in Kaabdalis in Schweden auf den Slalom am Samstag in Levi (ab 10:15 Uhr im LIVE-Ticker) vor. In Finnland soll es nach den bisher erreichten Rängen 28 und 23 diesmal weiter nach vorne gehen.

"Der Hang ist sehr speziell, sehr flach, dann sehr steil. Sich da schnell umzustellen, muss man zusammenbringen. Das ist mir noch nie gelungen, deshalb hatte ich keine guten Ergebnisse. Das Ziel ist es deshalb, besser zu sein als zuletzt dort", sagt Gallhuber.

Verläuft der Start in die Slalom-Saison gut, will die 21-Jährige den Riesentorlauf als zweite Disziplin aufbauen.

Start beim Riesentorlauf am Semmering?

"Auf dem Slalom liegt das Hauptaugenmerk. Wenn das gut funktioniert, wenn ich mir da sicher bin, dann möchte ich den Riesentorlauf dazunehmen. Vielleicht ist es schon möglich, am Semmering zu starten", erklärt Gallhuber. "Ich fahre die Disziplin gerne und bin eigentlich über den RTL damals in den ÖSV gekommen. Es muss also irgendwo in mir stecken!"

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