Nach langer Pause kehrt Ortlieb im Training zurück
Sie ist mutig, sie ist tapfer und sie ist schnell!
Nina Ortlieb, Tochter des Abfahrts-Olympiasiegers 1992 und Abfahrts-Weltmeisters 1996 Patrick Ortlieb, kehrt heute auf die Abfahrtspiste zurück. Nicht irgendwo, sondern genau da, wo ihre Karriere vor 13 Monaten abrupt unterbrochen wurde.
Am 20. Jänner 2021 zerstört sich die 25-Jährige aus Lech am Arlberg bei einem Horrorsturz im Abfahrtstraining ihr Knie. Kreuzband, Innenband, Meniskus und Patellasehne hielten den enormen Kräften beim wilden Abflug nicht stand und rissen. Tapfer, wie die Siegerin des Weltcup-Super-Gs in La Thuile (ITA/Februar 2020) die schwere Verletzung wegsteckte und hart für ihr Comeback trainierte.
Ortlieb sagt vor der Rückkehr auf ihren Schicksalsberg: "Auch wenn ich nur für die Trainings hinfahre, ich bin so aufgeregt." Vor zwei Jahren, im Februar 2020, jubelte sie in Crans Montana als Dritte übrigens über ihre erste Podestplatzierung im Weltcup.
Mutig, dass Ortlieb nun genau auf jener Strecke auf der sie sich vor 13 Monaten so schwer verletzte, wieder in den Weltcup zurückkehrt.
Ortlieb startet mit Nummer 31 ins erste Training auf die 2.451 Meter lange Strecke im französischen Teil der Schweiz. "Sie wird nur die beiden Trainings bestreiten. Im Rennen wird sie noch nicht starten", erklärt ÖSV-Damenchef Christian Mitter in der "Krone". Der 42-jährige Steirer meint weiter: "Es ist wichtig, dass sie wieder dabei ist und eine ganze Abfahrt trainiert. Der Aufbau ist behutsam auf die WM-Saison 2022/23 ausgerichtet."
Nina Ortlieb bereitete sich zuletzt mit intensiven Trainingseinheiten mit einer kleinen Speed-Truppe in Saalbach vor. Alle im Damen-Zirkus drücken ihr die Daumen, dass ihr der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zurück gelingt.