Verletzungsschock um Anna Veith

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Ganz bitter! Nächster Verletzungsschock im ÖSV: Anna Veith zieht sich einen Kreuzbandriss zu und fällt für die weitere Saison aus.

Die Salzburgerin muss das Riesentorlauf-Training in Südtirol mit Knieschmerzen abbrechen. Nach einer Untersuchung in Innsbruck folgt die bittere Diagnose: Kreuzbandriss!

Die 29-Jährige hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Knieverletzungen zu kämpfen. 2015 zog sie sich bei einem Trainingssturz vor dem Saisonstart einen Patellarsehnenriss zu. 2017 wurde sie neuerlich operiert.

Veith kommt nicht zu Sturz, bekommt bei einem Schwung einen Schlag und klagt danach über Knieschmerzen.

Bei der Untersuchung im Klinikum Hochrum durch Dr. Christian Hoser wird ein Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie diagnostiziert. Anna Veith wird noch heute von Dr. Christian Hoser operiert.

Damit setzt sich eine Verletzungsserie bei den ÖSV-Damen fort: Im Dezember zogen sich Katharina Gallhuber und Christine Scheyer Knieverletzung zu.

Am Freitag erwischte es Stephanie Brunner beim Speed-Training in Südtirol.

Die viel zu lange Verletztenliste bei den ÖSV-Damen>>>

Aufsteigende Form

Veith selbst hatte zuletzt aufsteigende Form bewiesen und war in vier Saison-Riesentorläufen dreimal in die Top Ten (einmal Siebente, zweimal Achte) gefahren.

Österreichs Technik-Team steht damit knapp einen Monat vor dem WM-Bewerb in Aare ohne sein Riesentorlauf-Topduo da. Auf der Ausfall-Liste des ÖSV-Teams trugen sich - vor oder während der Saison - mittlerweile acht Namen ein.

"Persönlicher Rückschlag"

Ob und wie es mit der Karriere der ehemaligen Gesamtweltcup-Siegerin nach ihrer dritten schweren Knieverletzung weitergeht, war zunächst unklar. Ein Statement Veiths gab es mit Verweis auf den schweren "persönlichen Rückschlag" nicht.

Der enormen Belastung auf ihre beiden lädierten Knie war sich die Gesamtsiegerin von 2013/14 und 2014/15 stets bewusst gewesen. "Das Skifahren bleibt ein enorm belastender Sport", hatte Veith nach einem für sie "ungewohnten", weil verletzungsfreien Sommer gemeint.

Nach diesem hatte Veith auch den Vertrag mit ihrem Hauptsponsor um drei Jahre verlängert. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel wollte ihr damals das Versprechen abringen, bis 2021 zu fahren. Veiths Antwort: "Wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre, könnte ich das versprechen, aber ich muss von Jahr zu Jahr schauen." Es sollte für sie ein Jahr mit einer weiteren schweren Verletzung werden.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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