Liensberger rast zu Slalom-GOLD!

Liensberger rast zu Slalom-GOLD! Foto: © GEPA
 

Unglaubliche Katharina Liensberger! MIt zweimaliger Laufbestzeit demontiert die 23-jährige Vorarlbergerin im WM-Slalom die Konkurrenz und rast in beeindruckender Manier zu ihrer zweiten Goldmedaille in Cortina d'Ampezzo.

Liensberger, die in dieser Woche schon den Parallel-Bewerb für sich entscheiden konnte, setzt sich mit genau einer Sekunde Vorsprung vor der Slowakin Petra Vlhova durch. Bronze geht an US-Superstar Mikaela Shiffrin, die schon 1,98 Sekunden zurückliegt.

Eine starke Leistung liefert auch Chiara Mair ab, die mit 2,75 Sekunden Rückstand als Sechste sogar in die Nähe der Medaillenränge vorstößt. Franziska Gritsch verpasst als Elfte nur um 13/100 Sekunden die Top 10.

Ergebnis des WM-Slaloms>>>

Katharina Huber scheidet schon im ersten Durchgang aus.

Medaillenspiegel der Ski-WM>>>

Liensberger folgt Schild nach

Für Österreich bedeutete dies die erste Goldmedaille im Damen-Slalom seit Marlies Schild (nun Raich) 2011 in Garmisch-Partenkirchen, danach hatte viermal die US-Amerikanerin Shiffrin triumphiert.

Shiffrin hätte als erste Athletin fünf WM-Goldene im Slalom erringen können, wie sie ist die Deutsche Christl Cranz vierfache Titelträgerin im Torlauf.

Alle Weltmeisterinnen im Slalom>>>

"Das ganze Universum hilft"

"Was Schöneres kann mir nicht passieren! Ich habe alles probiert, ich habe auf diesen Slalom hingearbeitet. Dass ich das so zeigen kann, ist nicht in Worte zu fassen", strahlt Liensberger im ORF-Interview.

"Ich bin erstens glücklich und zweitens dankbar. Wenn man was ganz fest will, ist wirklich das ganze Universum da, das einem hilft."

Mair und Gritsch mit Steigerung

Chiara Mair ("Die Herangehensweise war der Fehler") und Franziska Gritsch ("Ich brauchte zu lange, um in den Lauf reinzufinden") griffen nach ihren Halbzeiterkenntnissen im zweiten Durchgang als Zehnte und 14. an, es wurden die Endränge sechs und elf.

"Ich bin froh, dass der Slalom heute in die richtige Richtung gegangen ist. Zaubern kann ich nicht, das kann keiner von mir erwarten", sagte Gritsch nach ihrem vierten WM-Rennen. Große Überraschung war die Slowenin Andreja Slokal, die sich von Rang 17 auf fünf verbesserte.

Mitfavoritin Gisin im 1. Lauf out

Mit der Schweizerin Michelle Gisin schied bereits im ersten Lauf eine der Mitfavoritinnen nach einem Einfädler auf der durchgehend steilen und für die Rennläuferinnen bis zum WM-Rennen völlig unbekannten "Druscie A" aus, auf der bei Olympia 1956 Toni Sailer erfolgreich gewesen war.

Nicht in den zweiten Durchgang geschafft hatte es nach ihrem Ausfall Katharina Huber. "Das war leider nichts. Ich wollte von Anfang an volle Attacke geben, vielleicht bin ich um eine Spur zu gerade reingefahren und habe punktuell den Druck gekriegt", sagte die Niederösterreicherin. Ihr Resümee falle eher bescheiden aus, allerdings können sie sich keinen Vorwurf machen, denn sie habe angegriffen.

Stimmen:

Katharina Liensberger: "Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich habe so viel getan für dieses Rennen, habe alles probiert und darauf hingearbeitet. Bin so glücklich, dankbar und kann es überhaupt nicht in Worte fassen. Wenn man es etwas so dringend will, dann schafft man es auch irgendwie. Ich wollte mich vor dem 2. Durchgang auf das Skifahren konzentrieren, mein ganzes Können zeigen. Davon habe ich geträumt und ich bin so glücklich, dass ich es geschafft habe. Mir war es sehr wichtig, mich darauf zu konzentrieren was wirklich zählt und den Fokus zu behalten. Ein Dank an alle, vor allem meinen Eltern und meinem Freund. Wir haben so speziell auf dieses Rennen hingearbeitet, da ist es umso schöner, wenn sich die Arbeit dann richtig lohnt. Ich kann mich wirklich nur bei allen bedanken, Servicemann, Präsident, Kondi-Trainer, allen Teamkolleginnen, der Ski-Firma es ist einfach ein Wahnsinn."

Marlies Schild (Ex-Rennläuferin via ORF direkt an Liensberger): "Herzliche Gratulation. Du bist sensationell gefahren, hast nicht gebremst und noch einmal einen draufgelegt. Ich kann nur gratulieren. Du bist so sicher und ziehst nie zurück. Das bewundere ich extrem."

Franziska Gritsch: "Bei einer WM zählt nur eins, zwei, drei. Ich wollte unbedingt eine Medaille mitnehmen, aber dann habe ich gleich die Kombi verpatzt, das war nicht gut für's Selbstvertrauen. Aber ich stehe immer wieder auf und habe gezeigt, dass mich nichts umhaut. Aber zaubern kann ich auch nicht. Ich muss Schritt für Schritt gehen. Wichtig sind WCSL-Punkte, dann geht es auch mit Startnummer nach vor."

Katharina Huber: "Das war leider nichts. Ich wollte von Anfang an volle Attacke geben, vielleicht bin ich um eine Spur zu gerade reingefahren und habe punktuell den Druck gekriegt. Das sind die Slalomski manchmal zu kurz. Mein Resümee ist eher bescheiden. Von meinem Angriff her kann ich mir keinen Vorwurf machen. Das war heute sicher mein Ziel. Ich wollte auf keinen Fall da heute ins Ziel kommen und sagen, ich habe es verbremst."

Raphael Hudler (Servicemann Liensberger): "Ich kann das noch gar nicht glauben. Es war eine so schöne WM für uns."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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