Ski-Weltcup zittert um Fortsetzung

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In ganz Europa werden aufgrund der steigenden Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen verschärft. Die aktuelle Situation bedroht auch die Fortsetzung des alpinen Ski-Weltcups, der Mitte Oktober in Sölden begonnen hat.

Die nächsten Rennen, Parallel-Riesentorläufe für Damen und Herren, sind Mitte November in Lech/Zürs geplant. Danach stehen an den ersten drei Dezember-Wochenenden Speed- und Technik-Bewerbe in Val d'Isere am Programm. Diese sollen trotz des umfangreichen Lockdowns in Frankreich stattfinden, wie die FIS am Freitag mitteilt.

Eine nächste Entscheidung, ob die Events für Herren und Damen so wie geplant abgehalten werden können, will die FIS nach Rücksprache mit den Veranstaltern am 13. November treffen.

"Die Situation macht mir richtig Angst"

Einige Experten geben sich hingegen weniger optimistisch. "Ich setze derzeit hinter die meisten Rennen ein dickes Fragezeichen, die Situation macht mir richtig Angst", sagt etwa Ski-Legende Marco Büchel am Donnerstag im Schweizer "Blick". Der Liechtensteiner sieht die geplanten Rennen in Val d'Isere Anfang Dezember in Gefahr.

"In Frankreich spielt der Föderalismus keine Rolle, dort entscheidet die zentralistische Regierung in Paris über sein oder nicht sein von Veranstaltungen. Und weil in Paris der Skirennsport nicht den grössten Stellenwert geniesst, könnte das für die Rennen in Val d'Isere tödliche Konsequenzen haben", befürchtet Büchel.

Auch hinter den Rennen in Gröden und Alta Badia steht laut Alpin-Szene-Kenner und Journalist Andreas Vieider ein großes Fragezeichen. "Die Weltcuprennen in Gröden und Alta Badia werden meiner Meinung nach in diesem Jahr nicht stattfinden können", so Vieider, der in ständigem Austausch mit den Veranstaltern ist. Und er geht noch weiter: "Ich glaube auch nicht, dass es im Februar in Cortina eine WM geben wird!"

Erst vor Saisonbeginn hatte FIS-Renndirektor Markus Waldner im LAOLA1-Interview betont, wie wichtig die Austragung der Rennen und vor allem der WM für das Überleben des Ski-Weltcups sei. Zwei Wochen später scheint die Lage ernst wie nie zu sein.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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