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Kampfansage von "Tante Gucci" Venier

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Der Winter rückt in großen Schritten näher, die neue Weltcup-Saison beginnt Ende Oktober. 

Mit einer Kampfansage startet Stephanie Venier in die neue Saison. "Die kleine Kugel in der Abfahrt ist das Ziel, um die zu gewinnen, braucht man Siege. Ich arbeite für meine Ziele und stecke mir die bewusst hoch“, sagt die 25-Jährige, die vergangenen Winter in Garmisch-Partenkirchen ihren ersten Weltcup-Sieg feiern und im Abfahrts-Weltcup Platz zwei belegen konnte.

Im Super-G sieht die Abfahrts-Vizeweltmeisterin von 2017 Luft nach oben. "Da muss ich besser und konstanter werden. Konstant war ich eh, aber halt zwischen 8 und 10. Ich will aber weiter nach vorne und irgendwann sicher auch dort die Kugel."

 

Neuer Kopfsponsor

Helfen beim Angriff auf Speed-Kristall sollen die Trainings-Geräte ihres neuen Kopfsponsors Technogym. "Ich bin körperlich so fit wie noch nie, im Sommer ist richtig viel weitergegangen, ich konnte alle Trainingsziele erreichen – auch dank der Partnerschaft mit Technogym. Sowas macht den Sommer ein bisschen einfacher. Die Vorbereitung ist bisher gut gelaufen und ich habe wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht", gibt sich Venier zuversichtlich. Vor allem ein Rad-Ausdauerblock habe viel gebracht. "Jetzt regeneriere ich schneller."

Im kommenden Winter ohne WM oder Olympia stehen Weltcup-Kugeln natürlich im Mittelpunkt. "Die Motivation ist auf alle Fälle da, ob mit oder ohne Großereignis", versichert Venier. Wie bei den Herren mit Marcel Hirscher fehlt bei den Damen mit der ebenfalls zurückgetretenen Lindsey Vonn freilich ebenfalls einer der Superstars des vergangenen Jahrzehntes.

Ein Generationswechsel findet also auch bei den Ski-Damen statt und Venier sieht sich da gut im Rennen. "Ich bin ja für eine Abfahrtsläuferin mit 25 Jahren noch relativ jung." Sie habe aber auch schon erkannt: "Es drücken längst die ganz Jungen nach."

Um Vonn sei es natürlich schade, so Venier. "Es war immer aufregend, gegen sie zu fahren. Aber sie wird schon ihre Gründe fürs Aufhören gehabt haben", meint die Tirolerin, die Vonns US-Landsfrau Serena Williams zu ihren Idolen zählt.

Venier: "Dieses Gefühl ist fast unbeschreiblich"

Für die Speed-Damen beginnt der Weltcup-Winter wie immer Anfang Dezember im kanadischen Lake Louise. Bis dahin will auch Venier in Topform sowie bereit sein für Erfolge wie zuletzt. 2018/19 waren Österreichs Speed-Damen aus rot-weiß-roter Sicht ein äußerst positiver Akzent gewesen, auch wenn die WM in Schweden dann bei drei vierten Plätzen erstmals seit 37 Jahren in Einzelbewerben medaillenlos geblieben war.

Dem stand bei Venier der Weltcup-Premierensieg im Jänner in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen gegenüber. In der Gesamtwertung war sie als Neunte zweitbeste ÖSV-Läuferin hinter Schmidhofer (5.). "Es war deshalb trotzdem eine sehr positive Saison", versichert Venier und verspricht: "Das mit der WM ist so gut wie abgehakt und vergessen."

Viel lieber ruft die modebewusste Rennläuferin aus Oberperfuss (Spitzname "Tante Gucci") das Bild vom 1-2-3-Endstand im Abfahrtsweltcup ab. "Am Ende zu dritt da oben zu stehen, so schnell wird uns das keiner nachmachen. Dieses Gefühl ist fast unbeschreiblich."

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