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Johannes Strolz ist nicht wie Cristiano Ronaldo

<a href='/de/daten/news/ski-alpin/johannes-strolz/' class='tag'>Johannes Strolz</a> ist nicht wie <a href='/de/daten/news/fussball/cristiano-ronaldo/' class='tag'>Cristiano Ronaldo</a> Foto: © GEPA

Vom beinahen Karriereende zum Olympiasieger - Johannes Strolz hat eine bewegte Saison hinter sich. 

Im Jänner feierte der Vorarlberger beim Slalom in Adelboden völlig überraschend seinen ersten Weltcupsieg, bei den Olympischen Spielen in Peking holte er zwei Mal Gold (Kombi, Team) und ein Mal Silber (Slalom). 

Seither hat sich das Leben des 29-Jährigen verändert, vor allem sportlich aber auch privat. Sein Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit hat sich schlagartig erhöht. 

"Es ist bei mir sicher nicht so, wie wenn Cristiano Ronaldo irgendwo auftaucht und sich gleich eine Menschentraube um ihn bildet. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es schon ein wenig unterschätzt habe", erklärt Strolz in der "Krone". 

Strolz hat "Leuten mit seiner Geschichte Mut gemacht"

Viele suchten bewusst das Gespräch, um zu erfahren, wie der 29-Jährige den Turnaround in seiner Karriere geschafft hat. Im Frühjahr 2021 flog Strolz aufgrund ausgebliebener Leistungen aus dem ÖSV-Kader, das Karriereende war nahe. Doch der Sohn von Hubert Strolz kämpfte sich auf eigene Faust zurück. 

"Es waren schon einige, die wissen wollten, wie ich gewisse Dinge angegangen bin, was ich an ihrer Stelle machen würde. Aber es waren nicht nur Sportler. Es waren Menschen aus allen Lebensbereichen, in teilweise sehr schwierigen Situationen. Diesen Leuten mit meiner Geschichte Mut gemacht zu haben, das freut mich wirklich sehr", sagt der nunmehrige dreifache Olympia-Medaillen-Gewinner. 

Das Strolz-Märchen soll weitergehen

Das Strolz-Märchen, wie es oft betitelt wurde, soll im kommenden Winter seine Fortsetzung finden. Das Slalom-Ass hat eine klare Zielsetzung für die neue Saison:

"Ich möchte um Siege und um Medaillen bei der Weltmeisterschaft in Courchevel mitfahren. Da heißt es aber zuerst gute Ergebnisse zu erzielen, damit ich überhaupt einen Platz im WM-Team bekomme. Es ist ein riesengroßer Vorteil in einem so starken Team wie dem unseren zu trainieren. Andererseits ist es aber auch ein riesengroßer Nachteil, da man sich schon davor gegen alle anderen durchsetzen muss. Und nächste Saison ist es einfach Fakt, dass im Slalom ein Medaillengewinner nicht starten kann. Wir haben vier Plätze für die WM, mit Marco Schwarz, Michi Matt, Adrian Pertl, Manuel Feller und mir aber gleich fünf Medaillengewinner in unserer Trainingsgruppe. Das wird ein harter Kampf."

Das erste Kräftemessen mit den Teamkollegen steht schon in den nächsten Tagen an, wenn Strolz in Chile ins Skitraining startet. 

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