Weirather: "Skifahren ist ein kranker Sport"

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Nach vielen Jahren als Aktive im Alpinen Ski-Weltcup erklärte Tina Weirather vor einem Jahr ihren Rücktritt vom Skisport. Mittlerweile ist die 31-Jährige wieder mit dem Ski-Tross unterwegs, wechselte allerdings die Seite und ist jetzt als Expertin und Kamerafahrerin für den Schweizer TV-Sender SRF im Einsatz.

Im Interview mit der schweizer Tageszeitung "Blick" spricht die Tochter des ehemaligen ÖSV-Rennläufers Harti Weirather über die Leere nach dem Karriereende und Ärger nach einer verpatzen Kamerafahrt.

Sorgen bereitet ihr vor allem die Entwicklung im Skisport. "Es ist ein kranker Sport. Im aktuellen Damen-Weltcup gab es von September bis heute über 35 Verletzte", spricht Weirather Klartext und fügt an: "Jede Athletin weiß: Ein Drittel pro Jahr fällt im Schnitt wegen einer Verletzung weg. Das ist die hässliche Kehrseite dieses Sports".

Die Liechtensteinerin selbst erlitt im Laufe ihrer Karriere vier Kreuzbandrisse - ein Mitgrund, wieso sie ihre Karriere beendete. "Im Kopf wollte ich unbedingt, aber der Körper war nicht mehr bereit, das Risiko einzugehen", so Weirather, die ihre Kinder bei diesen Verletzungsraten "sicher nicht Skifahren lassen wird".

Den Kapitalcrash von ÖSV-Ass Nicole Schmidhofer in Val d'Isere kommentierte sie live im Fernsehen. "Es war so schlimm. Sie ist durchs Netz und war einfach weg. Während der Übertragung habe ich mich zusammengerissen, aber danach bin ich in Tränen ausgebrochen."

Auch für die Ski-WM in Cortina wird Weirather als Expertin für den SRF im Einsatz sein. Zu ihrem Bedauern aber nicht vor Ort, wegen der strengen Corona-Richtlinien begleitet sie die Rennen aus dem Hauptquartier des Senders in Zürich.

Textquelle: © LAOLA1.at

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