Anna Veith: Das sagt sie über ihre Zukunft

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Fährt Anna Veith weiter? Kämpft sie sich nach dem Kreuzbandriss noch einmal zurück? Oder stellt sie ihre Ski ins Eck?

Die Fragen der Ski-Fans sind beantwortet: Die Salzburgerin setzt ihre Karriere fort.

"Ich habe gemerkt, dass mir der Sport sehr wichtig ist. Daher möchte ich es noch einmal probieren", erklärt die 29-Jährige bei einem Pressetermin in Wien. "Es ist ein neues Feuer entfacht und ich freue mich auf den Winter."

Als ehemalige Siegläuferin hat sie hohe Ziele: "Es gibt mehrere Ziele, die ich mir gesetzt habe. Ich will in zwei Diziplinen wieder ganz an die Spitze kommen. Der Weg dorthin ist weit. Jetzt ist das erste Ziel mal, zurück auf Schnee zu kommen."

"Sölden ist immer schwierig"

Wann die Rückkehr in den Weltcup genau erfolgen wird, ist offen. "Sölden ist immer schwierig, weil es vom Kalender her sehr abgeschottet ist", so Veith. Denn nach dem Weltcupauftakt sei noch ein Monat Zeit, bis der Weltcup-Winter richtig losgeht.

Daher wolle sie sich nicht festelegen "Sölden ist kein konkretes Ziel. Ich will auf meinen Körper hören und schauen, ob er bereit ist. Wenn Sölden ansteht, werde ich entscheiden."

"War schwer vorstellbar"

Veith zog sich im Jänner bei einem Training in Südtirol einen Kreuzbandriss zu. Es war nicht die erste Knieverletzung ihrer Karriere: 2015 erlitt sie bei einem Trainingssturz neben einem Kreuz- und Innenbandriss auch einen Patellasehnenriss.

Das Comeback in der Saison 2016/17 brach sie nach der WM in St. Moritz aufgrund von Schmerzen im linken Knie ab und unterzog sich einer Patellasehnen-Operation. Beim neuerlichen Comeback feierte sie im Dezember 2017 ihren 15. und bisher letzten Weltcupsieg.

Unmittelbar nach der neuerlichen Verletzungen habe sie Zweifel an einer Karrierefortsetzung gehabt. "Es war ein einschneidendes Erlebnis. Nach zwei so schweren Verletzungen eine dritte auch zu verkraften, kann man sich in diesem Moment schwer vorstellen."

"Ich habe viel Abstand zum Skifahren bekommen. Ich habe versucht, ein Gespür zu bekommen, wie schwer diese Verletzung wirklich ist. Und wie reagiert mein Körper darauf, wenn ich die Reha mache, Physiotherapie mache und wieder zu trainieren beginne."

"Nach einer Verletzung noch nie so motiviert"

In der Entscheidungsfindung habe sie sich Zeit gelassen. "Ich habe versucht, in mich reinzuhören, ob es möglich ist, mich nochmal auf einem körperlich so hohen Niveau zu bewegen, um wirklich noch einmal schnell skifahren zu können. Denn darum geht es schlussendlich", so Veith weiter.

"Ich habe gemerkt, dass mi der Sport sehr wichtig ist, dass ich als Person durch und durch Sportlerin bin. Daher möchte ich nochmal versuchen, ein Comeback zu starten. Ich freue mich richtig drauf. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich nach einer Verletzung so motiviert war, wie ich es jetzt gerade bin. Es ist ein neues Feuer entflammt. Es macht mir das Training wieder Spaß.“

Schröcksnadel: "Gibt keinen Druck"

Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel wohnte dem Presstermin bei.

"Es wäre schlecht, eine Siegläuferin wie Anna nicht mehr zu haben. Von uns gibt es keinen Druck, sie hat alle Zeit", versicherte der Tiroler und gab sich als Bewunderer.

"Ihre ersten Verletzungen waren viel schwerer. Von einer Patellasehne kommst du normal nie mehr zurück. Anna hat so viel geleistet und sie hat den Ehrgeiz, es nun wieder zu schaffen. Wir tun jedenfalls alles, um zu helfen."

Veith wird daher zusammen mit ihrem Betreuerteam intensiv arbeiten, dabei aber jeden Schritt auch mit Bedacht wählen. Und sich alle Zeit nehmen, ehe sie wieder auf Schnee zurückkehrt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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