Anna Veith: "ich fühle mich befreit!"

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Olympiasiegerin Anna Veith hat am Samstag ihren Rücktritt vom aktiven Skisport erklärt. Alle Infos dazu >>>

"Ich bin glücklich, dass ich heute meine Karriere gesund und erfolgreich beenden kann", sagte die aktuell erfolgreichste Skirennläuferin Österreichs in einer ÖSV-Aussendung. "Ich habe meinen Kindheitstraum gelebt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt aufzuhören."

Die Olympiasiegerin von 2014, dreifache Weltmeisterin und zweifache Gesamtweltcupsiegerin hat alles gewonnen, was im Skisport möglich ist. "Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe", erklärte Veith. "Aber ich weiß auch, wie viele Mühen und Entbehrungen dazu gehört haben. Meine Leidenschaft für den Sport hat mich immer angetrieben, ich habe alles gegeben und die harte Arbeit wurde immer belohnt", betonte die Salzburgerin.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Dies sei aber nun anders. "Im letzten Winter habe ich alles darangesetzt, wieder zurückzukommen und Vertrauen zu finden, aber es ist mir einfach nicht mehr gelungen, dahin zu kommen wo ich hin wollte." Darum hat Veith die Bereitschaft gefunden, den Schlussstrich zu ziehen. "In meinem Leben war der Sport so viele Jahre die absolute Nummer eins. Ich durfte das machen, was ich unbedingt wollte und am meisten liebte. Das weiß ich sehr zu schätzen, aber für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt aufzuhören."

Der größte Erfolg aus Sicht der 30-Jährigen, ist der, der sie auch am meisten bewegt hat: "Der emotionalste Moment war zweifelsohne die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang. Nach meiner ersten schweren Verletzung im Jahr 2015 wusste niemand, ob es wieder möglich sein wird so Ski zu fahren, wie ich es davor gemacht habe. Diese Medaille war der Beweis dafür und der Lohn für die harte Arbeit", erinnert sich die dreifache österreichische Sportlerin des Jahres.

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"Ein weiterer Wahnsinns-Moment, an den ich mich mein Leben lang erinnern werde, war das Weltcup-Finale in Meribel, wo ich mich in letzter Sekunde im Gesamtweltcup gegen Tina Maze durchsetzen konnte. Nach wochenlangem Zweikampf auf höchstem Level ein sehr spezieller Sieg für mich. Ein Sieg im Gesamtweltcup ist etwas, wovon jeder Skifahrer seit seiner Jugend träumt. Es heißt, du bist die Beste. Es gibt niemanden in diesem Sport, der in dieser Saison besser war als du. Das ist ein besonderes Gefühl."

Im Jahr 2006 betrat Anna Veith - damals noch Fenninger - erstmals die große Skibühne und feierte ihr Debüt im Weltcup. 

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Bereits ein Jahr später sammelte sie ihre ersten Weltcup-Punkte - mit Platz 16 im RTL von Cortina d'Ampezzo am 21. Jänner 2007. 

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Ihren ersten Podestplatz eroberte die Salzburgerin im Jänner 2009 mit Platz zwei im Super-G - ebenfalls in Cortina. 

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2010 in Vancouver nahm Veith erstmals an Olympischen Spielen teil, zwei weitere - höchst erfolgreiche - sollten folgen. 

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Der Durchbruch in ihrer Karriere fand 2011 statt, als Veith bei der WM in Garmisch Gold in der Super-Kombination gewann. 

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Bei der Heim-WM 2013 in Schladming fuhr die Salzburgerin zu Bronze im Riesentorlauf. 

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Den größten Erfolg ihrer Karriere feierte Veith bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi, wo sie Gold im Super-G holte. 

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Im Riesentorlauf holte sie mit Silber die zweite Medaille im Zeichen der fünf Ringe. 

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Die Saison 2013/14 krönte Veith mit dem erstmaligen Gewinn des Gesamtweltcups. 

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Die WM 2015 in Vail/Beaver Creek verlief für Veith mit zwei Mal Gold (Super-G, RTL) und ein Mal Silber (Abfahrt) höchst erfolgreich. 

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Die Saison 2014/15 endete nach einem spannenden Duell mit Tina Maze mit dem zweiten Gesamtweltcup-Sieg. 

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Im Oktober 2015, drei Tage vor Saisonbeginn, stürzte Veith beim Training in Sölden schwer und zog sich einen Kreuzband- und Innenbandriss sowie einen Riss der Patellasehne zu. Sie fiel die gesamte Saison 2015/16 aus.

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Nach ihrem Comeback im Dezember 2016 stand Veith im Jänner 2017 als Dritte im Super-G in Cortina d'Ampezzo erstmals nach ihrer Verletzung wieder am Podest. Kurz darauf musste sie die Saison abbrechen und neuerlich unters Messer. 

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In der Saison 2017/18 stieg Veith nach ihrer zweiten OP wieder in den Weltcup ein. Im Dezember 2017 feierte sie 1001 Tage nach ihrem letzten Sieg im Super-G in Val d'Isere wieder einen Weltcup-Erfolg. 

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Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang roch es bereits nach Super-G-Gold für Veith, ehe Sensationsfrau Ester Ledecka ihr den Sieg noch um eine Hundertstel wegschnappte. 

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Im Jänner 2019 - kurz vor der WM - schlug der Verletzungsteufel erneut zu: Veith zog sich beim Training in Italien einen Kreuzbandriss zu. 

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Veith kämpfte sich erneut zurück, die Saison 2019/20 verlief bis zum corona-bedingten Abbruch aber sehr durchwachsen. Nun setzt Veith einen Schlussstrich unter ihre erfolgreiche Karriere. 

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Hier gibt's noch weitere Bilder aus Anna Veiths Karriere:

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Veith freut sich nun auf ihr Privatleben. Familienplanung wird dabei in Zukunft ebenso eine Rolle spielen, aber nicht sofort. "Manuel und ich wünschen uns eine eigene Familie, aber wir haben nicht so einen Stress und genießen die Zeit für uns", sagte sie im ORF-Interview mit Alexandra Meißnitzer.

Was sie nun macht, kann Veith noch nicht konkret beantworten. "Ich stelle mir jeden Tag die Frage, es gibt noch nichts Konkretes." Sie möchte ihre Werte weiterverfolgen, die Jugend unterstützen und "meine Erfahrungen weitergeben". Einen Trainerjob im klassischen Sinn könne sie sich aber nicht vorstellen. Sie möchte die Zeit auch nutzen, daheim Wurzeln zu schlagen, aber gerne in Zukunft "mit einzelnen Athleten über aktuelle Geschehnisse sprechen".

Veith freut sich auf ihr Privatleben und das, was kommt: "Ich fühle mich befreit, es ist schon eine gewisse Last von den Schultern gefallen", sagte sie nach der Bekanntgabe. "Mein Leben lang durfte ich Skirennlauf als meinen Beruf bezeichnen. Nie habe ich etwas anderes gemacht. Nie habe ich etwas anderes so sehr geliebt. Der Geruch von frischem Schnee. Die frühen Morgenstunden am Gletscher. Das Team. Das alles wird mir schon fehlen. Was jetzt kommt, weiß ich noch nicht, aber ich freue mich drauf."

Textquelle: © APA

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