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"Habe alles reingehaut" - Babinsky rast zu erstem Podest

Weniger zufrieden war Kriechmayr, der das Rennen wie folgt kommentiert: "War überall der Wurm drin. Ein bescheidener Tag".

"Habe alles reingehaut" - Babinsky rast zu erstem Podest Foto: © GEPA

Der Super-G in Wengen endet mit einem Premieren-Podest von Stefan Babinsky in seinem 94. Weltcup-Rennen. Er wird hinter Giovanni Franzoni Zweiter.

Der Italiener holt seinen ersten Weltcupsieg (zum Ergebnis >>>).

Babinsky weiß, wo er Zeit verloren hat

Babinsky geht mit Startnummer vier ins Rennen und meint danach bescheiden: "Ich habe es ganz gut umgesetzt". Dazu ergänzt er: "Es war eine brutale Fahrt. Ich habe alles reingehauen". Dennoch zeigt er sich direkt ehrgeizig und benennt seinen Fehler im heutigen Rennen: "Ich habe das Ziel-S nicht ganz nach Plan durchgezogen."

Das Lauberhornrennen ist bekannt für einen schwierigen Bewerb, wie auch Babinsky bestätigt: "Es ist ein irrsinniger Kampf von oben bis unten. Man muss eine Überzeugung haben, das macht es aus". Besonders für die Fahrer mit hoher Startnummer war es schwierig, nachdem sich auch die Sicht im Laufe des Bewerbs verschlechtert.

Für die ÖSV-Herren war es bereits der sechste Podestplatz im fünften Super-G.

Erster Sieg für Franzoni

Der Italiener Giovanni Franzoni nutzt die Startnummer eins perfekt aus. Seine Bestzeit kann von niemandem mehr unterboten werden. Zuvor zeigt er schon in beiden Trainings auf.

Zu Wengen hat der Italiener eine ganz besondere Beziehung, nachdem er vor zwei Jahren im Canadian Corner schwer zu Sturz kam und mit dem Helikopter abtransportiert werden musste.

Auch seine ersten Super-G Punkte holte der 24-Jährige in der Schweiz. Zuletzt tat er sich dort laut eigenen Aussagen jedoch immer schwer. Die Tatsache, dass er viel flache Passagen trainiert hätte, soll ihm geholfen haben.

Resümierend sagt er im "ORF-Interview: "Wenn du das Vertrauen hast, kann auch manchmal etwas Unglaubliches passieren".

Marco Odermatt gratuliert Franzoni kurz nach seiner Fahrt zu dem gelungenen Lauf: "So clean, so easy", sagt er zum Sieger.

Haaser und Odermatt haben im Kernen-S Probleme

"Das ist nicht akzeptabel. Da bin ich einfach nicht gut Skigefahren", so Haaser über die verpatzte Passage beim Kernen-S. Er belegt den fünften Rang.

Nicht nur er hat dort Probleme. Auch Odermatt erwischt es nicht optimal und verliert viel Zeit.

"Eine Stelle, da kann ich normal ein bisschen Zeit ausbauen. Heute habe ich versucht, noch ein bisschen länger zu warten. Es war einfach zu viel", erklärt der Schweizer, dem als Vierten 16 Hundertstel auf das Podest fehlen.

Kriechmayr: "Überall der Wurm drin"

Nicht zufrieden war nach dem Rennen auch Vincent Kriechmayr, der in Wengen schon viele gute Ergebnisse holen konnte. Dieses mal hat er als Zwölfter 1,28 Sekunden Rückstand. Ihm ist durchaus bewusst, wo er die Zeit verloren hat. "Den Canadian-Corner wie im Training vergeigt. Dann war überall der Wurm drin. Ein bescheidener Tag", sagt er enttäuscht.

Zugleich blickt der 34-Jährige schon auf die Abfahrt am Samstag (ab 12:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>). Seine Prognose lautet: "Morgen ist noch einmal eine andere Hausnummer. Da gibt es Leute wie Von Allmen oder Odermatt, die die letzten Jahre immer schnell waren. Aber was er (Anm. Franzoni) heute abgeliefert hat, war herausragend."

Das Ergebnis des Super-G in Wengen:

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