Kriechmayr gewinnt Super-G in Kitzbühel

Kriechmayr gewinnt Super-G in Kitzbühel Foto: © GEPA
 

Österreichischer Sieg zum Abschluss der verlängerten Hahnenkamm-Woche in Kitzbühel: Vincent Kriechmayr gewinnt den Super-G und feiert seinen ersten Erfolg in der Gamsstadt!

Der Oberösterreicher erwischt nach den verpatzten Abfahrten auch im Super-G keinen fehlerfreien Lauf, setzt sich trotz nicht optimaler Linie in der Traverse aber 0,12 Sekunden vor dem Schweizer Marco Odermatt durch. Matthias Mayer wird Dritter (+0,55) und fährt damit nach den Rängen zwei und drei in den Abfahrten zum dritten Mal in Kitzbühel aufs Podest. Dem Kärntner kostet ein Fehler vor der Hausbergkante Tempo und Zeit.

Für Kriechmayr ist es sein siebenter Weltcupsieg, der fünfte im Super-G.

Für Österreich ist die Verschiebung auf Montag damit weiterhin ein gutes Omen: Zuvor fanden drei Mal Super-G in Kitzbühel am Montag statt, drei Mal kam der Sieger aus Österreich. Nun reiht sich auch Kriechmayr in diese Liste ein.

Christian Walder als Fünfter und Stefan Babinsky, der mit Startnummer 32 als Siebenter sein bestes Weltcup-Ergebnis erreich, komplettieren ein Topergebnis für die ÖSV-Herren. Daniel Hemetsberger wird 16. und Max Franz 20..

Abfahrts-Double-Sieger Beat Feuz (SUI) scheidet ebenso aus wie Vorjahressieger Kjetil Jansrud (NOR).

Ergebnis des Super-G in Kitzbühel >>>

Kriechmayr hat im vorletzten Super-G vor den Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo die Führung im Disziplinweltcup übernommen. Für Mayer wiederum ist es der schon sechste Super-G-Podestplatz in Kitzbühel in dieser Disziplin. Der zweifache Olympiasieger hat 2017 gewonnen, 2013, 2015 und 2020 war er Zweiter, 2018 ebenfalls schon Dritter.

Vierter unterschiedlicher Sieger im vierten Rennen

Im vierten Super-G dieses Winters gibt es mit Kriechmayr den vierten unterschiedlichen Sieger. Die Gewinner der bisherigen drei Rennen sind allesamt wegen Verletzungen außer Gefecht. Mauro Caviezel erholt sich von einer Gehirnerschütterung und einer Knieverletzung.

Der Schweizer hofft noch auf einen WM-Start. Für den letztjährigen Gesamtweltcupsieger Aleskander Aamodt Kilde ist die Saison nach einem Kreuzbandriss bereits vorbei. Und der Gewinner des Bormio-Rennens, Cochran-Siegle, wird mit dem am Freitag beim Sturz in der ersten Streif-Abfahrt angeknacktem Halswirbel am Montag zurück nach Amerika fliegen und sich dort untersuchen lassen.

Stimmen:

Vincent Kriechmayr: "Es war auf alle Fälle eine gute Fahrt. Es war nicht fehlerfrei, aber ich war ziemlich am Limit. Ich hab ihn wie vorgenommen kompromisslos runtergelassen. Lieber draußen stehen als mit einer oder zwei Sekunden Rückstand unten stehen. Am Hausberg hat es mich rausgedrückt, aber da ist es heute schwer zu fahren. In der Traverse sind vielleicht noch zwei Zehntel drinnen - aber ich habe es trotzdem noch gut rübergebracht. Die Nummer 5 war sicher kein Nachteil. Mit meiner Fahrt bin ich zufrieden."

Matthias Mayer: "Oben habe ich ihn gut weggelassen. Aber ich hab bei der dritten Kurve gemerkt, dass es extrem eisig ist - die Schläge sind mehr. Man muss gefühlvoll fahren. Bis zum Oberhausberg ist mir das gelungen. Ich habe gedacht, dass ich da noch viel mehr verliere - bin gute fünf Meter unter der Ideallinie, musste bergauf fahren. Unten habe ich ihn gut getroffen."

Marco Odermatt: "Es ist genial! Ich muss sagen, ich hatte heute sicherlich auch etwas Glück mit dem Licht. Die Fahrt war am Limit. Im Super-G findet man 12 Hundertstel immer. Ich will wegen diesem Rückstand überhaupt nicht jammern."

Christian Walder: "Es war mit Nummer 1 schwer zum Einscätzen. Ich hab geschaut, dass ich Gas gebe - bis auf ein paar kleine Sache ist es mir nicht schlecht vorgekommen. Dann kommt der Innerhofer runter - ein paar Hundertstel vor mir. Dann war Marco schneller. Da hab ich mir gedacht: Nach Nummer 3 Dritter - vielleicht reicht es für Top 15. Und jetzt bin ich immer noch Fünfter. Klar ist es schade, wenn man sieht: 15 Hundertstel fehlen auf die Gams. Aber es kommt wieder ein Jahr."

Christof Innerhofer: "Es ist ein Super-G, wo man viel Courage haben muss. Man muss die drei, vier Schlüsselpassagen gut treffen. Die zwei vierten Plätze sind nach meiner Corona-Infektion sicherlich eine Überraschung. Aber als Athlet muss man immer an sich glauben. Jedes Rennen fängt bei null an. Man sieht, dass der Kopf viel ausmacht. Mit dem Kopf kann man viel wettmachen, was vielleicht weniger Benzin in den Hax'n ist."

Stefan Babinsky: "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich glaub, es braucht, bis ich das alles realisiere. Ich hab heute versucht, einfach meine Leistung zu zeigen. Wir trainieren ja das ganze Jahr mit Vinc und Mothl - da weiß man dann, was man tun muss."

Statistiken:

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