Um diesen musste er aber lange zittern. Zuerst war das Rennen nach einem Sturz seines Teamkollegen Urs Kryenbühl lange unterbrochen, dann sorgte der Wind für Probleme. Die wurden so groß, dass ein vorzeitiger Abbruch im Raum stand, wodurch das Rennen nicht gewertet worden wäre.
Nachdem es aber dann doch eine Fortsetzung bis Nummer 30 gab, steht der Name Feuz nun in der Siegerliste und ab Sommer auf einer Gondel der Hahnenkammbahn.
"Das hält mein Kopf nicht aus"
"Das war eine emotionale Achterbahnfahrt. Wenn früher angebrochen worden wäre, wäre ich morgen nicht am Start gestanden, das hält mein Kopf nicht aus", berichtet Feuz auf das Bangen im Ziel.
Er könne seine Gefühlswelt schwer beschreiben, es sei ein langer und intensiver Tag gewesen.
"Die Fahrt war schwer am Limit, ich habe alles riskiert. Dann die Stürze, ein Teamkollege beim Zielsprung, da kamen sofort Erinnerungen hoch an Dani Albrecht. Dann auf einmal ist Wind, den keiner wirklich spürt, dann fast Rennabbruch, dann wurde wieder gefahren. Ein krasser Tag", schilderte Feuz die Stunden.
Dank an ÖSV-Präsident Schröcksnadel
Und bedankte sich bei ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der sich für die Rennfortführung eingesetzt hatte. Denn nicht der Wind sei das Problem gewesen, sondern dass der Zielsprung so weit ging.
Aber nach dem Sturz habe man wohl Angst gehabt und wollte vorsichtig sein, sagte Feuz. "Ein Abbruch wäre ein mentaler Genickschlag gewesen", gab er zu. "Eine goldene Gams muss sich ergeben, der kann man nicht nachrennen. Mir war wichtig, dass ist mein bestes Skifahren zeige. Das ist mir gelungen."
"Da habe ich gedacht: Ich kehre ein"
Es war eine Fahrt voll am Limit. Auf der Seidlalm liefert Feuz mit einem weiten Sprung spektakuläre Bilder, das war ihm auch unter seiner Fahrt schon bewusst.
"Da habe ich mir gedacht, ich kehre ein. Das Tor unter mir habe ich nicht gesehen, aber die Terasse auf der Seidlalm habe ich genau begutachtet. Ich bin stolz auf meine Leistung, ich hatte den Speed."