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"Verpiss dich": Wortgefecht nach Schummelvorwurf im Curling

Im Spiel Schweden gegen Kanada bezichtigt Eriksson den Kanadier Kennedy eines Regelverstoßes. Nachher kommt es zur Diskussion.

"Verpiss dich": Wortgefecht nach Schummelvorwurf im Curling Foto: © GETTY

Eine hitzige Debatte auf Eis lieferten sich bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo Schweden und Kanada im Curling-Bewerb der Männer.

Die Skandinavier bezichtigten Kanadas Marc Kennedy im Gruppen-Duell am Freitagabend des Schummelns. Dessen Replik auf die von Oskar Eriksson geäußerten Vorwürfe fiel heftig aus. "Verpiss dich", sagte Kennedy. Kanada gewann die enge Partie 8:6.

Was war passiert: Eriksson warf Kennedy vor, den Stein mit dem Finger über die grüne sogenannte Hog-Line hinaus berührt zu haben - also über den Punkt hinaus, an dem der Stein eigentlich losgelassen werden muss. Normalerweise leuchten im Curling elektronische Griffe rot auf, wenn das passiert. "Und er beschuldigt uns trotzdem weiter des Betrugs. Das gefiel mir nicht und darum habe ich ihm gesagt, wo er sich das hinstecken kann", sagte Kennedy.

Kapitäne glätten Wogen

Der Sensor ist allerdings am Griff befestigt und löst nicht aus, wenn der Stein selbst berührt wird. Dies warf Eriksson dem Kanadier vor. Die Jury ortete keinen Fehler von Kennedy. Eriksson war sich trotzdem sicher.

"Ich werde dir ein Video nach dem Spiel zeigen", entgegnete er dem Kanadier mit ironischem Unterton. Einen eindeutigen Beweis lieferten jedenfalls auch die TV-Bilder nicht.

Die Kapitäne beider Teams versuchten, die Debatte zu entschärfen. "Wir sind eigentlich alle supergute Freunde, wir kennen sie seit 20 Jahren", sagte Schwedens Kapitän Niklas Edin nach dem Spiel. Kanadas Brad Jacobs meinte: "Ja, es wurde ein bisschen hitzig. Aber das ist keine große Sache. Das sind eben Männer, die sich wie Männer verhalten."

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