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Austria House: Unten Ghedinas Kühe, oben Medaillen-Party

Das Österreich-Haus ist während der Olympischen Spiele einer der Hotspots in Cortina d'Ampezzo. Dafür wurde extra ein Heustadl in eine Gala-Hall umgebaut.

Austria House: Unten Ghedinas Kühe, oben Medaillen-Party Foto: © GEPA

Auf einer Anhöhe oberhalb des Ortskerns von Cortina d’Ampezzo leuchtet in der Dunkelheit der Nacht ein rotes Herz, man sieht es schon von Weitem.

Kommt man etwas näher, steht in großen rot-weiß-roten Lettern geschrieben: AUSTRIA.

Das Austria House ist während der Olympischen Spiele einer der Hotspots für heimische Sportler:innen, Medienvertreter sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Das Österreich-Haus hat bei Olympischen Spielen eine lange Tradition, 2026 feiert es nach acht Jahren Pause ein Comeback bei Winterspielen.

Ghedinas Kühe

Schauplatz ist das traditionsreiche Jägerhaus in Cortina d’Ampezzo, das im Besitz der Familie von Italiens Ski-Idol Kristian Ghedina ist.

Normalerweise ein alpiner Bio-Landwirtschaftsbetrieb, fungiert das Jägerhaus während der Spiele als Treffpunkt für nationale und internationale Gäste sowie als Schauplatz für Medaillenfeiern der rot-weiß-roten Sportler.

Dafür wurde extra der dortige Heustadl in eine Gala-Hall umgebaut.

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Rodler Jonas Müller feierte seine Silbermedaille im Austria House
Foto: ©GEPA

Unter anderem wurde mit rund 800 Quadratmeter Schalungsplatten ein "doppelter Boden" errichtet und 150 Kilometer an Stromkabeln verlegt. Auch die Gebäudehülle wurde vollständig neu gedacht. Der gesamte Stadl erhielt eine Dämmung samt Dampfsperre. Innen wurde mit Altholz neu verkleidet - rund 1.000 Quadratmeter. Dazu kamen etwa 1.200 Quadratmeter Dreischichtplatten und weitere 200 Quadratmeter Grobspanplatten für Wände und Konstruktionen.

Verbaut wurden am Ende rund 780.000 Schrauben und Nägel. Dazu 900 Quadratmeter Teppich, der nicht nur gestalterisch, sondern auch akustisch eine Funktion erfüllt.

Während oben in der Gala-Hall Gäste empfangen und Medaillen gefeiert werden, stehen unterhalb die Kühe im Stall.

Spielertunnel für Stadionatmosphäre

Im Jägerhaus selbst entstanden zusätzliche Technikräume, Bar- und Aufenthaltsbereiche sowie eine neue Holzterrasse mit rund 200 Quadratmetern Fläche aus Lärchenholz für Fans aus Österreich und der Welt.

Eine Besonderheit ist die Verbindung zwischen Jägerhaus und Gala-Hall: Drei aneinandergesetzte Spielertunnel, jeweils rund 13 Meter lang, bilden einen rund 39 Meter langen, wettergeschützten Weg.

"Das sind klassische Spielertunnel, wie man sie aus Fußballstadien kennt - robust, flexibel, funktional und natürlich in rot-weiß-rot gehalten", erklärt ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch.

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Der Spielertunnel im Austria House
Foto: ©GEPA

In der eigens in einem Container errichteten Backstube wird täglich frisch österreichisches Gebäck zubereitet.

"Wir sind der Überzeugung, eine ganz tolle Location für das Austria House gefunden zu haben. Wir wollen unseren Partnern eine tolle Bühne bieten, um den Tourismus und das Wirtschaftsland Österreich zu präsentieren. Im Zentrum stehen aber auch hier die Athletinnen und Athleten", so Gosch. 

Der Zutritt zum öffentlichen Bereich für rund 300 Personen mit Public Viewings ist kostenlos. In die VIP-Bereiche gelangt man nur gegen Bezahlung.

Einblicke ins Austria House im VIDEO:

Emotion pur! Gold und Silber - die Bilder der Boarder-Medaillen

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