Millauer verpasst Finaleinzug im Slopestyle
Der Freund von Anna Gasser hat vor allem bei den Sprüngen Probleme. Wie er seine weitere Karriere plant.
Clemens Millauer hat im letzten Olympia-Bewerb seiner Karriere das Finale verpasst.
Der Lebensgefährte von Doppel-Olympiasiegerin Anna Gasser kam am Sonntag im Snowboard-Slopestyle nach Stürzen in beiden Läufen in der Qualifikation nicht über Platz 25 hinaus. Mit lediglich 32,03 Punkten für den ersten Run war die Entscheidung der Top 12 für den 31-jährigen Oberösterreicher außer Reichweite. Auf Gasser und Hanna Karrer wartete im Anschluss (ab 14:15 Uhr) noch die Frauen-Quali.
Im ersten Lauf kam Millauer beim zweiten Sprung zu Sturz, im zweiten bereits beim ersten unmittelbar nach der Rail-Sektion. "Ich bin ganz perplex, dass ich keine Geschwindigkeit zusammenbekommen habe", sagte Millauer der APA. Schon im Training habe man "massive Speed-Probleme" gehabt. Dazu sei im ersten Durchgang beim zweiten Kicker Gegenwind gekommen. "Im zweiten Lauf bin ich total überrascht worden und wieder komplett kurz gekommen. Ich weiß nicht, ob es am Material gelegen ist, oder ob ich mental gebremst habe."
Heim-WM im Montafon ein Thema
Im Big Air war Österreichs bester Snowboard-Freestyler der vergangenen Jahre in Livigno als 18. ebenfalls in der Quali gescheitert. Sein bestes Olympia-Ergebnis bleibt Rang 13 im Slopestyle 2018 in Pyeongchang. Snowboarderisch könne er sich nichts vorwerfen, meinte Millauer.
"Ich bin auf einem guten Niveau." Insofern könnte auch noch die Heim-WM im kommenden Jahr im Montafon ein Thema für ihn sein. "Ich gehe immer Jahr für Jahr", sagte Millauer. "Wenn ich mich körperlich fit fühle, wäre es schon noch einmal cool, eine WM daheim zu fahren."
Millauers Fazit nach seinen dritten Olympischen Spielen, den ersten in Europa: "Grundsätzlich viel schöner als in China, ich fahre nicht mit einem gebrochenen Fuß heim." 2022 in Peking hatte sich Millauer im Big-Air-Training den Innenknöchel gebrochen. Den zweiten Gold-Coup von Gasser erlebte er damals daher nicht vor Ort, sondern er wurde am selben Tag in Innsbruck operiert.