Ungewohnt! Die ÖSV-Rennanzüge bei Olympia 2026
Bruch mit langjährigen Traditionen
Hintermann kritisiert vor allem die Inkonsequenz innerhalb des Verbandes. Er akzeptiert zwar seine eigene Rolle in der Ausscheidung, versteht aber die Ausnahme für Monney nicht:
Ich habe zwar überhaupt nichts dagegen, dass ich diese Qualifikation bestreiten muss, schließlich habe ich im laufenden Weltcup-Winter keinen Podestplatz herausgefahren. Aber Alexis Monney kann aus dieser Saison auch keinen Top-3-Rang vorweisen, dennoch hat man ihn gesetzt."
Für den Routinier ist dies ein klarer Bruch mit den Werten der Mannschaft: "Seit ich 2017 anlässlich der WM in St. Moritz erstmals an einem Großevent dabei war, war es im Schweizer Abfahrtsteam immer so, dass die Athleten, die im Weltcup nicht den Sprung aufs Podest geschafft haben, ausnahmslos im Training eine Quali bestreiten mussten. Doch jetzt fängt man leider plötzlich etwas Neues an."
Cheftrainer Tom Staufer hält fest: "Das Gesamtbild hat bei dieser Trainerentscheidung zugunsten von Alexis den Ausschlag gegeben."
Dabei kann auch eine Rolle gespielt haben, dass Monney 2024 auf der Stelvio eine Abfahrt gewinnen konnte.
Selbst Monney von Fix-Nominierung überrascht
Sogar der Nutznießer der Entscheidung, Alexis Monney, rechnet ursprünglich mit einem harten Ausscheidungskampf. "Ich hatte mich gedanklich bereits auf die Quali vorbereitet, ich habe mich auf eine brutale schwere Woche eingestellt", gibt Monney offen zu.
Während Hintermann und Rogentin nun am Donnerstag unter maximalem Druck stehen, genießt Monney einen strategischen Vorteil: "Aber ohne Quali-Druck kann ich natürlich sehr viel Energie sparen.“