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Wegen Abfahrts-Quali: Dicke Luft im Schweizer Ski-Team

Zoff bei den Schweizern! Niels Hintermann poltert nach der Olympia-Quali: "Nicht im Sinne des Sports!“ Warum er die Trainer-Entscheidung nicht fassen kann.

Wegen Abfahrts-Quali: Dicke Luft im Schweizer Ski-Team Foto: © GEPA

Das erste Abfahrtstraining auf der Stelvio bringt nicht nur sportliche Erkenntnisse, sondern sorgt auch für Zündstoff im Lager der Eidgenossen.

Zwischen Niels Hintermann und dem Schweizer Trainerteam herrscht dicke Luft. Der Grund: Die Entscheidung über die interne Qualifikation für die Olympia-Abfahrt am Samstag.

"Was diese Herren entschieden haben, ist nicht okay“

Hintermann, der sich am Donnerstag im Duell gegen Stefan Rogentin um den letzten freien Startplatz beweisen muss, lässt seinem Frust gegenüber dem "Blick" freien Lauf. Die Bevorzugung eines Teamkollegen stößt ihm sauer auf:

"Was diese Herren am Dienstagnachmittag entschieden haben, ist nicht okay, es ist nicht im Sinne des Sports!“, poltert der 30-Jährige. Stein des Anstoßes ist Alexis Monney, der von den Trainern fix gesetzt wird, obwohl er - genau wie Hintermann - in diesem Weltcup-Winter noch keinen Podestplatz vorweisen kann.

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Bruch mit langjährigen Traditionen

Hintermann kritisiert vor allem die Inkonsequenz innerhalb des Verbandes. Er akzeptiert zwar seine eigene Rolle in der Ausscheidung, versteht aber die Ausnahme für Monney nicht:

Ich habe zwar überhaupt nichts dagegen, dass ich diese Qualifikation bestreiten muss, schließlich habe ich im laufenden Weltcup-Winter keinen Podestplatz herausgefahren. Aber Alexis Monney kann aus dieser Saison auch keinen Top-3-Rang vorweisen, dennoch hat man ihn gesetzt."

Für den Routinier ist dies ein klarer Bruch mit den Werten der Mannschaft: "Seit ich 2017 anlässlich der WM in St. Moritz erstmals an einem Großevent dabei war, war es im Schweizer Abfahrtsteam immer so, dass die Athleten, die im Weltcup nicht den Sprung aufs Podest geschafft haben, ausnahmslos im Training eine Quali bestreiten mussten. Doch jetzt fängt man leider plötzlich etwas Neues an."

Cheftrainer Tom Staufer hält fest: "Das Gesamtbild hat bei dieser Trainerentscheidung zugunsten von Alexis den Ausschlag gegeben."

Dabei kann auch eine Rolle gespielt haben, dass Monney 2024 auf der Stelvio eine Abfahrt gewinnen konnte.

Selbst Monney von Fix-Nominierung überrascht

Sogar der Nutznießer der Entscheidung, Alexis Monney, rechnet ursprünglich mit einem harten Ausscheidungskampf. "Ich hatte mich gedanklich bereits auf die Quali vorbereitet, ich habe mich auf eine brutale schwere Woche eingestellt", gibt Monney offen zu.

Während Hintermann und Rogentin nun am Donnerstag unter maximalem Druck stehen, genießt Monney einen strategischen Vorteil: "Aber ohne Quali-Druck kann ich natürlich sehr viel Energie sparen.“

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