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Olympia: Die Fixstarter & Wackelkandidaten im ÖSV-Ski-Team

Wer springt noch auf den Zug Richtung Mailand/Cortina auf? So könnten die möglichen Olympia-Aufstellungen in Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf und Slalom aussehen:

Olympia: Die Fixstarter & Wackelkandidaten im ÖSV-Ski-Team Foto: © GEPA

Der Countdown zu den Olympischen Spielen läuft! In weniger als einem Monat wird in Mailand und Cortina um Gold, Silber und Bronze gekämpft.

Grund genug, einen Blick auf das mögliche Aufgebot bei den Alpinen zu werfen.

Einige haben ihr Olympia-Ticket dank ihrer Erfolge im Ski-Weltcup bereits fix in der Tasche, andere müssen noch zittern und haben nur noch wenige Möglichkeiten, auf den Zug Richtung Italien aufzuspringen.

Slalom der Frauen in Flachau ab 17:45 Uhr im LIVE-Ticker >>>

Das finale Aufgebot muss am 25. Jänner stehen, also nach den Rennen in Kitzbühel und Spindlermühle, aber vor Schladming und Crans Montana. 

Österreich stellt bei den Alpinen in der Regel die Maximalanzahl von 22 Athleten, durch die komplizierten Qualifikations-Kriterien (mehr dazu hier >>>) könnte bei den Männern jedoch ein Platz wegfallen. Das könnte sich nachteilig für den ein oder anderen Spezialisten auswirken, der dadurch eventuell keine Berücksichtigung findet.

Im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2022 kann Österreich keine der drei Ski-Goldmedaillen verteidigen. Super-G-Olympiasieger Matthias Mayer hat seine Karriere beendet, die Goldenen von Johannes Strolz in der Alpinen Kombination und im Teambewerb wurden in Bewerben geholt, die 2026 nicht mehr olympisch sind.

Neben den klassischen Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf und Slalom wird bei den Winterspielen 2026 bei beiden Geschlechtern auch die Team-Kombination ausgetragen, diese wird hier nicht extra berücksichtigt, da sich das Aufgebot wohl aus jenem der Spezial-Disziplinen zusammensetzen wird.

So könnten die möglichen Aufstellungen in den einzelnen Disziplinen aussehen:

MÄNNER

Abfahrt:

Ausgerechnet die Abfahrt ist eine der Problemdisziplinen der ÖSV-Männer in dieser Saison. In bisher drei Saisonrennen gab es noch keinen Podestplatz.

Einen Fixplatz hat wohl dennoch Vize-Weltmeister Vincent Kriechmayr, als Neunter bester Österreicher im Abfahrts-Weltcup.

Der zweitbeste ÖSV-Läufer gemessen an den Resultaten wäre Stefan Eichberger, der Steirer musste die Olympia-Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses aber vorzeitig beenden.

Neben Kriechmayr sind wohl auch Daniel Hemetsberger und Stefan Babinsky gesetzt. Um den vierten Startplatz rittern Stand jetzt Andreas Ploier (bestes Saisonergebnis: 11.) und Stefan Rieser (17.).

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: Wengen, Kitzbühel

Mögliche Olympia-Starter: Kriechmayr, Hemetsberger, Babinsky, Ploier

Super-G:

In der zweiten Speed-Disziplin sieht die Ausgangslage ganz anders aus, gibt es mit Vincent Kriechmayr und Marco Schwarz bereits zwei Saisonsieger, Raphael Haaser fuhr zwei Mal aufs Podest.

Den vierten Startplatz machen sich wohl Stefan Babinsky (bestes Saisonergebnis: 4.), Lukas Feurstein (6.) und Daniel Hemetsberger (7.) untereinander aus.

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: Wengen, Kitzbühel

Mögliche Olympia-Starter: Kriechmayr, Schwarz, Haaser, Babinsky

Riesentorlauf:

Auch im Riesentorlauf gibt es mit Marco Schwarz und Stefan Brennsteiner zwei Saisonsieger. Auf Weltmeister Raphael Haaser wird man wohl auch nicht verzichten.

Um den verbleibenden Startplatz duellieren sich wohl die Cousins Patrick (bestes Saisonergebnis: 8.) und Lukas Feurstein (10.). Manuel Feller könnte zum Zug kommen, falls man einen Platz eines Spezialisten einsparen muss.  

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: -

Mögliche Olympia-Starter: Brennsteiner, Schwarz, Haaser, Patrick Feurstein

Slalom:

Das zweite Sorgenkind neben der Abfahrt ist im Olympia-Winter der Slalom. Erst ein Top-5-Ergebnis durch Manuel Feller in Adelboden steht bisher zu Buche. Der Tiroler ist für den Olympia-Slalom gesetzt.

Fünf weitere Kandidaten können in zwei Rennen noch ihre Visitenkarte abgeben:

Michael Matt hat in den bisher sechs Slaloms fünf Mal gepunktet (bestes Saisonergebnis: 9.) und ist als 13. aktuell bester Österreicher im Slalom-Weltcup.

Marco Schwarz tut sich nach seiner Verletzung im Slalom noch schwer, es fehlt die Konstanz. Platz acht in Val d’Isere ist bisher sein bestes Ergebnis in diesem Winter.

Bei Fabio Gstrein, Österreichs bester Slalom-Läufer der vergangenen Saison, läuft es ausgerechnet im Slalom-Monat Jänner bisher gar nicht. Sein bestes Saisonergebnis: Ein 10. Platz.

Dominik Raschner konnte in sechs Rennen nur zwei Mal anschreiben: Er hat die Ränge sechs und 14 am Konto.

Der Olympia-Silberne im Slalom von 2022, Johannes Strolz, sucht auch in diesem Winter nach seiner Topform. Mehr als ein 17. Platz war bisher nicht drin.

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: Wengen, Kitzbühel

Mögliche Olympia-Starter: Feller, Schwarz, Matt, Gstrein


FRAUEN

Abfahrt:

Die bisher einzige österreichische Saisonsiegerin in den Speed-Disziplinen, Cornelia Hütter, ist gesetzt. Gleiches gilt für Mirjam Puchner, die bisher einen Podestplatz zu Buche stehen hat.

Die dritte ÖSV-Podestfahrerin in der Abfahrt in dieser Saison muss leider zuschauen: Magdalena Egger verletzte sich in Zauchensee schwer am Knie, für sie ist die Saison zu Ende.

Die übrigen beiden Startplätze für die Olympia-Abfahrt dürften an Comebackerin Nina Ortlieb (bestes Saisonergebnis: 8.) und Ariane Rädler (10.) gehen.

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: Tarvisio

Mögliche Olympia-Starter: Hütter, Puchner, Ortlieb, Rädler

Super-G:

Im Super-G stehen die ÖSV-Frauen nach zwei Rennen noch ohne Podestplatz da.

Mit zwei Top-9-Platzierungen hat Cornelia Hütter ihr Ticket fix, selbes gilt wohl für Ariane Rädler (bestes Saisonergebnis: 8.). Nina Ortlieb (13.) hat ebenso gute Chancen.

Mirjam Puchner (28., DNF) muss im verbleibenden Rennen wohl noch liefern, aktuell haben Stephanie Brunner (19.) und Nadine Fest (26.) bessere Platzierungen am Konto. Oder fährt sich vielleicht Julia Scheib bei ihrer möglichen Saison-Premiere im Super-G in Tarvisio noch ins Olympia-Team?

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: Tarvisio

Mögliche Olympia-Starter: Hütter, Rädler, Ortlieb, Puchner

Riesentorlauf:

Im Riesentorlauf ist Julia Scheib die unangefochtene Nummer eins im ÖSV-Team und mit drei Saisonsiegen Gold-Kandidatin. Hinter der Steirerin klafft eine große Lücke, nicht nur aufgrund des Ausfalls von Katharina Liensberger.

Die übrigen Kandidatinnen: Stephanie Brunner (bestes Saisonergebnis: 11.), Nina Astner (12.), Franziska Gritsch (18.) und Comebackerin Ricarda Haaser (20.).

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: Kronplatz, Spindlermühle

Mögliche Olympia-Starter: Scheib, Brunner, Astner, Gritsch

Slalom:

Auch im Slalom drängen sich nicht wirklich viele Athletinnen auf. Auch hier wird durch die Verletzung von Katharina Liensberger ein Platz "frei".

Gesetzt ist Katharina Truppe, die das im Weltcup noch podestlose ÖSV-Slalom-Team als Fünfte der Disziplinenwertung anführt. Katharina Gallhuber (bestes Saisonergebnis: 11.) und Katharina Huber (12.) haben ebenfalls gute Karten. Außerdem im Rennen: Natalie Falch (11.), Lisa Hörhager (12.) und Franziska Gritsch (17.). Hier werden die beiden ausstehenden Rennen entscheidend sein.

Rennen bis zur Olympia-Nominierung: Flachau, Spindlermühle

Mögliche Olympia-Starter: Truppe, Huber, Gallhuber, Falch


Mit dieser Olympia-Wäsch' geht Österreich 2026 auf Gold los

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