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Italien erwartet sich durch Olympia Impulse in Milliardenhöhe

Für die Olympischen Spiele wurden laut dem Infrastrukturminister Salvini bis zu 36.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Italien erwartet sich durch Olympia Impulse in Milliardenhöhe Foto: © GEPA

Die Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina vom 6. bis zum 22. Februar, für die Italien bisher 3,5 Mrd. Euro ausgegeben hat, sollen der italienischen Wirtschaft starke Impulse geben.

Laut Schätzungen der Universitäten Bocconi (Mailand) und Ca' Foscari (Venedig) wird dank der Spiele mit positiven wirtschaftlichen Auswirkungen im Wert von 5,3 Milliarden Euro gerechnet.

Gerechnet wird mit rund zwei Millionen Besuchern sowie mit etwa drei Milliarden Zuschauern weltweit.

36.000 neue Arbeitsplätze geschaffen

Insgesamt waren 340 italienische Unternehmen an der Vorbereitung der Olympischen Winterspiele beteiligt, rund 36.000 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, berichtete Infrastrukturminister Matteo Salvini bei einer Veranstaltung am Mittwoch in Rom.

51 Verkehrsprojekte und 47 Sportanlagen sollen auch nach den Bewerben im Zeichen der Ringe erhalten bleiben. Es seien die ersten "dezentralisierten Winterspiele" mit Austragungsorten auf einer Fläche von rund 22.000 Quadratkilometern.

Bobbahn in Cortina kostete 124,8 Mio. Euro

Die Bobbahn "Eugenio Monti" in Cortina kostete 124,8 Millionen Euro und wurde innerhalb von nur 300 Tagen fertiggestellt, berichtete Salvini. Dabei wurden 850 Bäume gefällt und 10.000 neu gepflanzt.

Weitere Investitionen flossen unter anderem in Anlagen für Freestyle-Ski (5,4 Mio. Euro), den Snowpark in Livigno (35,8 Mio.) sowie in die Modernisierung der Langlaufanlagen am Lago di Tesero in Trentino (17,7 Mio.).

Auch olympische Dörfer in Cortina und Mailand wurden errichtet, die nach den Winterspielen weitergenutzt werden sollen, unter anderem als Studentenheime.

Salvini betont politische Wichtigkeit

Finanzminister Giancarlo Giorgetti betonte, dass große Sportereignisse notwendige Infrastrukturprojekte beschleunigen. Die direkten und indirekten Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt seien erheblich, wie Erfahrungen mit anderen Olympiastädten zeigen würden.

Salvini betonte zudem die politische Dimension der Spiele. Angesichts internationaler Spannungen hoffe er, dass der olympische Geist von Dialog, Respekt und Zusammenarbeit über den Sport hinaus wirke. Deshalb seien die Botschafter aller in Rom vertretenen Länder zu den Winterspielen eingeladen worden.

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