NEWS

Italiens Biathlon-Team hat nach Dopingfall "ein reines Gewissen"

Der positive Dopingtest von Rebecca Passler hat das gesamte Team hart getroffen. Laut Sportdirektor Höllrigl gab es Rat von Psychologen.

Italiens Biathlon-Team hat nach Dopingfall "ein reines Gewissen" Foto: © GEPA

Das italienische Biathlon-Team glaubt an die Unschuld von Rebecca Passler, die im Vorfeld der Olympischen Spiele einen positiven Dopingtest abgegeben hat.

"Wir stehen hinter Rebecca und sind überzeugt, dass sie unschuldig ist und sich alles aufklären wird", sagte Sportdirektor Klaus Höllrigl im Interview mit der "RAI".

Die gesamte Mannschaft sei überzeugt, dass es sich um ein Missverständnis handle. "Was das Allerwichtigste ist: Wir haben alle ein reines Gewissen."

Zuspruch für Passler

Einen Generalverdacht gegenüber dem italienischen Team spüre man nicht. Auch von den anderen Delegationen habe man laut Höllrigl viel Zuspruch für Passler erhalten, die mit dem österreichischen Olympia-Biathleten Dominic Unterweger liiert ist. Die Nachricht vom Testbefund auf die verbotene Substanz Letrozol aus einer Trainingskontrolle im Jänner sei ein Schock gewesen.

"Wir haben uns danach Rat von Psychologen geholt, wie wir jetzt am besten mit der Situation umgehen. Denn natürlich hat die Nachricht das ganze Team hart getroffen", sagte Höllrigl. Mit dem Medikament Letrozol kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt.

Der 24-jährigen Passler gehe es den Umständen entsprechend, "Rebecca ist eine starke Frau, sie wird es sicher mit der Zeit verarbeiten. Rebecca ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft", sagte Höllrigl.

Die Antholzerin, die ursprünglich zum Aufgebot für die Winterspiele gehörte, wurde vorläufig suspendiert. Ihr droht im Falle eines Schuldspruchs eine Sperre von zwei Jahren, die aber auch herabgesetzt werden kann.

Kommentare